International
Afrika

IKRK-Mitarbeiter in Mali stirbt bei Beschuss – Genfer Hauptsitz drückt «tiefes Bedauern» aus

IKRK-Mitarbeiter in Mali stirbt bei Beschuss – Genfer Hauptsitz drückt «tiefes Bedauern» aus

30.03.2015, 22:3830.03.2015, 23:01

Beim Beschuss eines Rotkreuz-Lastwagens im Norden von Mali ist ein Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) getötet worden. Das IKRK in Genf drückte am Montagabend sein «tiefstes Bedauern» über den Tod eines seiner Mitarbeiter in Mali aus.

Der getötete IKRK-Mitarbeiter hatte den Angaben zufolge den Lastwagen von Gao nach Niamey fahren sollen. Er sollte in der Hauptstadt des Niger «viel benötigte medizinische Ausrüstung für das Spital von Gao» abzuholen, wie die Leiterin der IKRK-Abteilung für Nord- und Westafrika, Yasmine Praz Dessimoz, erklärte.

Konfliktherd Nordmali: Diverse bewaffnete Gruppen kämpfen um ihre Pfründe – darunter auch diese Touareg-Aufständischen.
Konfliktherd Nordmali: Diverse bewaffnete Gruppen kämpfen um ihre Pfründe – darunter auch diese Touareg-Aufständischen.Bild: STRINGER/REUTERS

Lastwagen war mit IKRK-Zeichen gekennzeichnet

Der Tod des verheirateten vierfachen Vaters sei «nicht nur eine Tragödie für seine Familie und das IKRK, sondern auch für das Wohlergeben zehntausender Menschen».

Die genauen Ereignisse waren laut IKRK zunächst unklar. Der Lastwagen sei deutlich mit dem roten Kreuz der Organisation gekennzeichnet gewesen.

Der Norden Malis kommt nicht zur Ruhe. Rivalisierende bewaffnete Gruppen, Drogenhändler und Dschihadistengruppen sind in der Wüstengegend aktiv. Im Januar 2013 hatte die französische Armee Dschihadisten zurückgedrängt, die den Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht hatten. (tat/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Trump setzt neue Sanktionen gegen Russland aus: Jetzt hagelt es parteiübergreifend Kritik
Demokratische und republikanische Kongressmitglieder haben die Aussetzung neuer Sanktionen gegen Russland durch US-Präsident Donald Trump verurteilt.
«Mehr als unverantwortlich», schrieb der republikanische Senator Thom Tillis auf der Plattform X. «Es ist unerhört, dass diese Regierung vor einem russischen Diktator kapituliert, der illegal in die Ukraine eingefallen ist und jeden Tag unschuldige Zivilisten niedermetzelt.» Wenn Trump Energiepreise tatsächlich senken wolle, könne er das tun, indem er den Konflikt mit dem Iran löse – und nicht, indem er Russlands Präsidenten Wladimir Putin einen Gefallen tue.
Zur Story