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Italien

Höhlenforscher in Italien aus 120 Metern Tiefe gerettet.

Village partial view. garessio. Italy BlueRed/REDA&CO 1028_14_BER26439
Garessio im Piemont. Am vergangenen Wochenende ereignete sich ein Umfall in einer nahegelegenen Höhle.Bild: imago

Höhlenforscher in Italien aus 120 Metern Tiefe gerettet

01.06.2026, 13:1101.06.2026, 13:11

Ein Höhlenforscher ist in Norditalien nach einer stundenlangen Rettungsaktion aus einer Höhle befreit worden.

Der Mann war am Sonntag in der Höhle Grotta dei Cinghiali Volanti bei Garessio in der Region Piemont in rund 120 Metern Tiefe mit einem Bein unter einem Felsen eingeklemmt worden. Am Morgen meldete die Bergwacht, dass der Mann – ein etwa 20 Jahre alter Italiener – befreit worden sei und nun im Spital untersucht werde.

Mehr als 50 Einsatzkräfte waren an der Rettungsaktion beteiligt. Diese gestaltete sich wegen der Gegebenheiten der unterirdischen Umgebung und der Beschaffenheit des Weges schwierig. Der Einsatz zog sich über mehrere Stunden. Zunächst war der gesundheitliche Zustand des Mannes unklar.

Höhle in beliebtem Karstgebiet im Piemont

Die Einsatzkräfte erreichten den Höhlenforscher letztlich, entfernten den Fels und befreiten den jungen Mann. Noch unter Tage richtete das Rettungsteam ein kleines medizinisches Versorgungszentrum ein. Ärzte und Sanitäter untersuchten den Mann dort. Nach Angaben der Bergwacht war sein Zustand allerdings gut, so dass er anders als zunächst angenommen nicht auf einer Trage aus der engen Höhle transportiert werden musste.

Die Höhle liegt auf etwa 1'200 Metern Höhe im Karstgebiet Rocca d'Orse-Val d'Inferno. Die Gegend ist ein beliebtes Ziel für Höhlenforscher. Nach Angaben des TV-Senders Rai gibt es dort mehr als 600 bereits erkundete Hohlräume, darunter Höhlen, Schächte und grosse unterirdische Systeme. (sda/dpa/fwa)

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