Malis Verteidigungsminister nach Angriff von Dschihadisten tot
Ein Militärsprecher gab am Abend im staatlichen Fernsehen den Tod Camaras bekannt. Nach den Angriffen am Samstag waren auf sozialen Medien Bilder der ausgebrannten Residenz des Generals verbreitet worden, über sein Schicksal herrschte jedoch bis zur offiziellen Todesnachricht Ungewissheit.
Camara war eines der fünf Mitglieder der Militärregierung und galt als Nummer zwei innerhalb der Junta. Nach Regierungsangaben hatte ein Selbstmordattentäter ein mit Sprengstoff beladenes Auto vor der Residenz Camaras in Kati, einer Stadt nordwestlich der Hauptstadt Bamako, zur Explosion gebracht. Camara sei in einem Krankenhaus an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben, hiess es.
Das Militär hatte am Samstag über Angriffe von Terroristen in der Hauptstadt Bamako und im Landesinneren berichtet. In sozialen Medien war von Angriffen in den Städten Gao im Osten des Landes, Mopti am Fluss Niger und in Kati die Rede. In Kati lebt auch der Interimspräsident und Juntachef Assimi Goita. (sda/dpa)
