International
Afrika

Mindestens 200 Tote bei Einsturz einer Mine im Kongo

Mindestens 200 Tote bei Einsturz einer Mine im Kongo

Bei einem Einsturz in einer Coltan-Mine im Osten der Demokratischen Republik Kongo sollen mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen sein.
05.03.2026, 06:5705.03.2026, 06:57

Der Einsturz ereignete sich am Dienstag in den Rubaya-Minen, die von der Rebellengruppe M23 kontrolliert werden, wie das Bergbauministerium am Mittwoch mitteilte. Die M23 bestreiten die Angaben der kongolesischen Behörden. Fanny Kaj, eine führende Vertreterin der Rebellen, erklärte, es seien nur fünf Menschen getötet worden. «Es gab keinen Erdrutsch; es gab Bombardierungen, und die Zahl der Toten entspricht nicht dem, was die Leute sagen», sagte Kaj.

Ibrahim Taluseke, ein Bergarbeiter vor Ort, sagte der AP, er habe über 200 Leichen aus der Mine geborgen. «Wir haben Angst, aber hier geht es um Menschenleben, die in Gefahr sind.» Die Eigentümer der Mine wollten nicht, dass die Zahl der Todesopfer bekannt wird, sagte er.

mine kongo
Im Kongo sind bei einem Einsturz einer Coltan-Mine mindestens 200 Menschen umgekommen. Das Land ist ein wichtiger Lieferant von Coltan, das das seltene Metall Tantal enthält, das für Smartphones, Computer und Flugzeugtriebwerke benötigt wird.Bild: AP/chmedia

Metall wird für Smartphones gebraucht

Der Kongo ist ein wichtiger Lieferant von Coltan, das das seltene Metall Tantal enthält, das für Smartphones, Computer und Flugzeugtriebwerke benötigt wird. Das Land produzierte 2023 nach Angaben der US-amerikanischen geologischen Behörde USGS etwa 40 Prozent des weltweiten Coltans. Über 15 Prozent des weltweiten Tantalvorrats stammen aus den Minen von Rubaya.

Im Mai 2024 eroberte die M23 die Stadt und übernahm die Kontrolle über die Minen. Laut einem UN-Bericht haben die Rebellen seit der Übernahme Steuern auf den Handel und Transport von Coltan erhoben und dabei mindestens 800'000 US-Dollar pro Monat eingenommen.

Der Osten des Kongo wird seit Jahrzehnten von Gewalt durch Regierungsstreitkräfte und verschiedene bewaffnete Gruppen, darunter die von Ruanda unterstützten M23, geplagt. (dpa) (aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
4
«Nationale Wiedervereinigung vorantreiben»: China droht Taiwan offen
Chinas Regierung hat den Ton gegenüber der von Peking beanspruchten demokratischen Inselrepublik Taiwan verschärft.
Die Volksrepublik werde «separatistische Kräfte entschieden bekämpfen» und sich äusserer Einmischung widersetzen. Das ging aus dem Arbeitsbericht der Regierung hervor, den Ministerpräsident Li Qiang zu Beginn des jährlich tagenden Nationalen Volkskongresses vorstellte. Weiter hiess es, man werde die «Sache der nationalen Wiedervereinigung vorantreiben».
Zur Story