International
Afrika

Mindestens 80 Tote bei Kämpfen im Südsudan

Mindestens 80 Tote bei Kämpfen im Südsudan

18.05.2020, 16:1018.05.2020, 16:10
FILE - In this Sunday, Jan 12, 2014 file photo, a South Sudanese government soldier chants in celebration after government forces two days earlier retook from rebel forces the provincial capital of Be ...
Ein südsudanesischer Soldat im Jahr 2014.Bild: AP

Bei Zusammenstössen zwischen Bevölkerungsgruppen im Krisenland Südsudan sind Behörden zufolge mindestens 80 Menschen getötet worden. Bewaffnete Mitglieder einer Gruppe hätten mehrere Dörfer im Bezirk Uror im Zentrum des Landes angegriffen, sagte am Montag John Dak Gatluak, ein hochrangiger Beamte des Bezirks.

Bei den Zusammenstössen am Samstag seien auch rund 50 Menschen verletzt worden. Demnach handelte es sich vermutlich um einen Vergeltungsschlag nach einem ähnlichem Vorfall im Februar.

Derartige Angriffe kommen in diesem Teil des Südsudans häufiger vor und fanden auch schon vor dem 2013 ausgebrochenen Bürgerkrieg statt, wie Südsudan-Experte Alan Boswell von der Denkfabrik International Crisis Group (ICG) sagte. Sie werden demnach durch gegenseitige Viehdiebstähle und Vergeltungsangriffe angeheizt.

Nach Jahrzehnten der Konflikte im Südsudan sind etliche Menschen bewaffnet. Der jüngste Bürgerkrieg wurde zwar 2018 mit einem Friedensabkommen formell beendet, die erst im Februar gebildete Übergangsregierung von Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar ist aber sehr fragil. Millionen von Südsudanesen sind auf der Flucht und auf humanitäre Hilfe angewiesen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das Flüchtlingsteam von Rio
1 / 13
Das Flüchtlingsteam von Rio
Am 3. August wurden die zehn Mitglieder des Refugee Olympic Team (ROT) im Olympischen Dorf offiziell empfangen.
quelle: epa/epa epa / tanya zenkovich
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Hier werden Flüchtlinge mit offenen Armen aufgenommen
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5000 Kreuzfahrt-Passagiere sitzen im Nahen Osten fest
Deutsche Feriengäste auf zwei Kreuzfahrtschiffen können den Nahen Osten nicht verlassen – und auch nicht ihre Schiffe. Wann sie nach Hause zurückkehren können, ist nicht absehbar.
Für rund 5'000 Kreuzfahrtpassagiere ist eine Reise in die Sonne zum Horrortrip geworden. Jeweils etwa 2'500 Menschen und 1'000 Besatzungsmitglieder sitzen wegen der Eskalation im Nahen Osten mit der «Mein Schiff 4» und der «Mein Schiff 5» in Abu Dhabi (VAE) sowie Doha (Katar) fest. Sie erleben ein Auf und Ab der Gefühle.
Zur Story