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epa08242198 Democratic presidential candidate Senator Bernie Sanders speaks at a rally inside the University of Houston Fertitta Center in Houston, Texas, USA, 23 February 2020.  EPA/LARRY W. SMITH

Bernie Sanders bei einem Auftritt am Sonntag in Houston. In Texas wird am Super Tuesday gewählt. Bild: EPA

Analyse

Sanders 2020 marschiert wie Trump 2016: Aber kann er auch gewinnen?

Bernie Sanders hält nach seinem klaren Sieg bei der Vorwahl in Nevada die Konkurrenz zunehmend auf Distanz. Dies erinnert an den Siegeszug von Donald Trump vor vier Jahren. Selbst das Weisse Haus ist in Reichweite.



Bei den US-Demokraten zeichnet sich ein Szenario ab, das bis vor einigen Wochen schwer vorstellbar war: Bernie Sanders ist auf dem besten Weg, sich die Nomination als Herausforderer von Präsident Donald Trump bei den Wahlen im November zu sichern. Ein 78-Jähriger, der im letzten Herbst einen Herzinfarkt erlitten hat und mit seinem linken Programm «unwählbar» schien.

Am Samstag gewann Sanders nach New Hampshire auch die Vorwahl in Nevada, und das deutlich. Verblüffend wirkte der hohe Stimmenanteil bei Latinos und Schwarzen. Dies zeige das Potenzial, «seine Koalition weit über die maximal 25 bis 30 Prozent auszudehnen, die viele Establishment-Figuren und Kommentatoren für möglich hielten», anerkennt die «Washington Post».

Der Vormarsch des Senators aus Vermont, der offiziell nicht einmal Parteimitglied ist, erinnert an den Siegeszug eines gewissen Donald Trump vor vier Jahren. Als Aussenseiter und «Eindringling» räumte er mit einer schrillen Kampagne und einer ihm treu ergebenen Anhängerschaft die Kandidaten des Parteiestablishments reihenweise aus dem Weg.

Super Tuesday als Vorentscheidung?

Wohin das bei Trump führte, weiss man. Bernie Sanders ist noch nicht soweit, aber der Weg scheint vorgezeichnet. Für Elizabeth Warren, seine einzige Rivalin im linken Lager, kam der fulminante Auftritt in der letzten Fernsehdebatte wohl tatsächlich zu spät. Die «Moderaten» stehen sich gegenseitig im Weg und haben alle mehr oder weniger gravierende Schwächen.

Schon nach dem Super Tuesday in einer Woche könnte Sanders dem Rest des Feldes enteilt sein. Ein Unsicherheitsfaktor ist einzig Mike Bloomberg, der erst an diesem Grosskampftag ins Rennen einsteigen wird und schon jetzt absurde Summen in Werbung investiert. Aber der Milliardär und ehemalige Bürgermeister von New York stösst aus diversen Gründen auf grossen Widerstand.

Selbst das Schreckgespenst einer «Brokered Convention» im Juli, zu der keiner der Kandidierenden mit einer Mehrheit der Delegiertenstimmen anreisen würde, könnte sich in Luft auflösen. Solche Befürchtungen gab es auch 2016 bei den Republikanern, am Ende aber war Trump die klare Nummer eins. Im Fall von Bernie Sanders könnte sich ein ähnliches Momentum entwickeln.

epa08239072 A US senator Bernie Sanders supporter brandishes his ballot during the Nevada Caucus Day in Las Vegas, Nevada, USA, 22 February 2020.  EPA/CHRISTIAN MONTERROSA

Ein Sanders-Anhänger präsentiert seinen Wahlzettel bei der Vorwahl in Nevada. Bild: EPA

Seine treuen Fans sind ohnehin überzeugt, dass nur Bernie gegen den Präsidenten gewinnen kann. Womöglich nicht einmal zu Unrecht. In der Querschnittsumfrage von Real Clear Politics liegt Sanders 4,4 Prozent vor Trump. Das ist der grösste Vorsprung im demokratischen Bewerberfeld. Umfragen sind Momentaufnahmen, doch Sanders' Potenzial gegen Trump ist offensichtlich.

Ein Überzeugungstäter

Den Vertretern der Partei-Elite hingegen treibt die Aussicht eines Durchmarschs des selbst ernannten «demokratischen Sozialisten» den Angstschweiss auf die Stirne. Sie lassen sich durch die positiven Umfragewerte keineswegs beruhigen, sondern verweisen darauf, dass die linken «Sanders-Demokraten» bei den Midterms 2018 in allen umkämpften Wahlkreisen verloren hatten.

In der Tat gibt es einen grossen Unterschied zwischen Sanders und Trump. Der Altlinke aus Brooklyn ist ein Überzeugungstäter. «Er hat sich nie verändert», rühmt ihn der Filmemacher Michael Moore. Der Präsident aus Queens hingegen ist ideologisch gelinde gesagt flexibel. Trump ist ein rechtspopulistischer Polterer, agiert in manchen Bereichen aber wie ein Linker.

So hat er Social Security – die «amerikanische AHV» – und die Rentnerkrankenkasse Medicare nicht angetastet. Beide sind den Senioren lieb und im wahrsten Sinne des Wortes teuer. Auch in den USA befinden sich die Sozialwerke zunehmend in finanzieller Schieflage. In der Handelspolitik unterscheidet er sich mit seinen Strafzöllen klar von einem klassischen Freihandels-Republikaner.

Dies trug dazu bei, dass Trump vor vier Jahren bis weit in die Mitte hinein punkten und die Wahl gewinnen konnte. Ob Bernie Sanders dies gelingen kann, fragen sich nicht nur notorische Defätisten. So drohen Gewerkschafter – ein wichtiger Teil der demokratischen Basis – ihn in Swing States wie Pennsylvania nicht zu unterstützen, wenn er am Fracking-Verbot festhalten sollte.

Kann er in der Mitte punkten?

Sanders' Versprechen von zahlreichen neuen Arbeitsplätzen durch einen Green New Deal ist ihnen zu wolkig. Gleiches gilt für die staatliche Einheitskrankenkasse (Medicare for all), ein zentrales Wahlversprechen des Senators. Viele Amerikaner sind mit ihrer privaten Versicherung, die sie häufig über den Arbeitgeber erhalten, zufrieden und skeptisch gegenüber solchen Ideen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, er hängt am (vermeintlich) Bewährten. Donald Trump hat dies verstanden. Gelingt dies auch Bernie Sanders? Viele junge Amerikaner sehen den Sozialismus – oder vielmehr eine Sozialdemokratie nach europäischem Vorbild – positiv, dennoch müsse Sanders auch Wähler aus der Mitte gewinnen, mahnt der «New York Times»-Kolumnist David Leonhardt.

Breite Koalition angestrebt

Allerdings erwähnt er selber Beispiele aus der Vergangenheit, die illustrieren, dass Sanders dies schon gelungen ist. So punktete er bei der Arbeiterschaft in Vermont mit moderaten Positionen zur Waffenkontrolle. Ausserdem kritisierte er noch 2007 die Einwanderung von «Millionen Leuten, die bereit sind, die Löhne der amerikanischen Arbeiter zu unterbieten».

Der linke Kongressabgeordnete Ro Khanna aus Kalifornien, Co-Vorsitzender von Sanders' Wahlkampfteam, betonte in der «Washington Post» die Bereitschaft, sämtliche Flügel der Demokratischen Partei an Bord zu holen. Sein Kandidat wolle eine Koalition bilden wie Bobby Kennedy oder Franklin D. Roosevelt – «eine, die ethnisch vielfältig ist und alle einbeziehen will».

Ein Präsident Bernard Sanders ist definitiv nicht unmöglich. Donald Trump freut sich jetzt schon auf das Duell mit «Crazy Bernie». Er glaubt wohl, den «Kommunisten» leicht besiegen zu können. Trump könnte sich täuschen. Und dieses Wahljahr dürfte noch die eine oder andere Überraschung bringen.

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98Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 26.02.2020 07:39
    Highlight Highlight Müssen wir uns diese Frage im Jahr 4 nach dem Trump-Schock wirklich noch stellen?
    Wenn selbst der offensichtlich unfähigste, korrupteste, verlogenste und aufgeblasenste Hochstapler Präsident der USA werden kann, dann kann grundsätzlich Jeder und Jede Präsident der USA werden!
    Na gut, ein paar Dollars für den Wahlkampf sollte diese Person schon investieren können...
  • Hamlet_HRH 25.02.2020 11:03
    Highlight Highlight Es ist immer interessant diese Stereotypen zu sehen: von den 3 Marktteilnehmern, Staat, Unternehmen und Haushalte, wurde in der Schweiz 2018 vom Staat 33,7% vom BIP ausgegeben, in den aber USA 37.8%. Seit die sogenannte "Staatsquote" als ein Massstab gilt wie "sozialistisch" ein Land ist, ist die USA heute schon mehr sozialistisch als die Schweiz (Quelle: OECD Data). Fakten und Gefühle gehen oft auseinander, besonders in der Politik.
    • *klippklapp* 25.02.2020 12:24
      Highlight Highlight Das ist ja das Perfide am Neoliberalismus in Amerika. Laut Doktrin soll der Staat möglichst klein gehalten werden. Dies setzt man dann auch in Bereichen wie der Bildung oder dem Gesundheitssystem durch.
      Es gibt jedoch andere Bereiche, in denen der Staat bitte mächtig in die Tasche greifen soll (Waffenindustrie, Bankenrettung).
      Der Staat soll also nicht möglichst klein sein, sondern einfach die Interessen der Grossen befriedigen.
    • tagomago 25.02.2020 22:08
      Highlight Highlight Das Militär ist vielleicht sozialistisch, bzw. vom Steuerzahler finanziert. Der Rest nicht.
    • *klippklapp* 25.02.2020 23:18
      Highlight Highlight "Massgeblich sind jetzt in erster Linie jene Bereiche der Gesellschaft, die ohnehin schon über geballte Privilegien verfügen. Gefragt ist ein Staat, der Forschung und Entwicklung subventioniert, Unternehmen bei Schwierigkeiten aus der Patsche hilft und sie notfalls auch vor dem Konkurs rettet, sowie ein schlagkräftiges Militär, das überall auf der Welt die Kontrolle übernehmen kann." Noam Chomsky

    Weitere Antworten anzeigen
  • Triumvir 25.02.2020 10:12
    Highlight Highlight Bernie wäre ein Segen für die USA und die Welt. Hoffen wir, dass sie ihm nicht schon wieder so ein Bein stellen, wie vor 4 Jahren. Nochmals 4 Jahre Trump wäre beinahe nicht auszuhalten...Ich würde eigentlich schon gerne bald wieder in dieses schöne Land reisen können. Solange aber Trump am Ruder ist, boykottiere ich die USA.
  • Therealmonti 25.02.2020 02:44
    Highlight Highlight Je schneller sich die Demokraten darauf einigen, wer ihr Kandidat ist, desto grösser ist ihre Chance, im November den Gauner aus dem Weissen Haus zu jagen, der jetzt dort residiert.
  • Therealmonti 25.02.2020 02:20
    Highlight Highlight Schon vor vier Jahren hätten viele demokratische und unabhängige Wähler viel lieber Bernie Sanders anstatt Hillary Clinton als Gegenkandidaten von Trump gesehen. (Die Super-Delegierten der demokratischen Partei haben dieses Szenario erfolgreich verhindert.) Gut möglich, dass Trump dann gar nie Präsident geworden wäre.
    • tagomago 25.02.2020 22:09
      Highlight Highlight Und gut möglich, dass die Super-Delegierten Bernie wieder verhindern.
  • G. Schmidt 24.02.2020 23:09
    Highlight Highlight Wenn ich eines 2016 gelernt habe, ist es den Umfragen zu misstrauen!
  • stevemosi 24.02.2020 22:35
    Highlight Highlight Super Artikel, aber eingangs wird erwähnt/suggeriert der Erfolg und vorallem die Nominationsaussichten von Sanders seien völlig unerwartet.
    Er hatte schon vor 4 Jahren riesen Erfolg und wurde nachweislich von DNC ausgebremst und als Bedrohung für die Kanditatur von Hillary Clinton eingestuft (E-Mail Affäre) also ist das Dillema den Demokraten durchaus bewusst und sogar für Aussenstehende nachvollzierbar.
    Sanders ist der verheiasungsvollste. Hat er eine Chance gegen Trump? Wohl eher nicht. Cool wäre es würde er gegen Ende der DNC ans Bein pinkelt und einfach als unabhängiger kandidiert 😁
  • Rabbi Jussuf 24.02.2020 22:16
    Highlight Highlight Wenn Sanders die Vorwahlen gewinnt, bleibt Trump im Weissen Haus.
    Wer heute Sanders unterstützt, unterstützt damit Trump.
    • BVB 25.02.2020 16:12
      Highlight Highlight Und das korrupte Establishment ist besser? Hat es wirklich mehr Unterstützer? mMn hatte Trump überhaupt erst so viel Wähler weil er nicht vom Establishment war, im Gegensatz zu Hillary.
    • tagomago 25.02.2020 22:11
      Highlight Highlight Lieber Rabbi. Wenn du die Wahl hast zwischen einem korrupten Demokraten und einem korrupten Republikaner, wen wählst du? Richtig. Den Republikaner. Da er "wenigstens" ehrlich ist. Deshalb kann Trump nur von Bernie geschlagen werden.
  • Huckleberry 24.02.2020 22:04
    Highlight Highlight Wenns ums eingemachte geht, sprich Finanzierung, ist er nicht mehr so sattelfest der Herr Sanders!

    https://edition.cnn.com/2020/02/24/politics/bernie-sanders-donald-trump-2020/index.html
  • Bynaus 24.02.2020 20:45
    Highlight Highlight Er braucht etwa 2000 Delegiertenstimmen für seinen Sieg und hat jetzt etwa 40. Vielleicht etwas früh, ihn jetzt schon zum Sieger zu erklären...
    • blobb 24.02.2020 22:30
      Highlight Highlight https://projects.fivethirtyeight.com/2020-primary-forecast/

      Die Mehrheit der Delegierten wird er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewinnen.
    • Schlumpfinchen #notmeus 25.02.2020 08:40
      Highlight Highlight Ich glaube du unterschätzt die Dynamik des Wahlkampfs und dass bisher nur in drei "Kleinstaaten" abgestimmt wurde. Am 3. März ist der Super Tuesday und die Umfragen sehen gut aus. Ausserdem ist Sanders fähig jegliche Umfragen noch zu übertreffen, da er Menschen an die Urnen bringt, die sonst nicht zu Wahlen gehen und deshalb auch nicht in den Polls erscheinen.
    • -thomi- 26.02.2020 06:36
      Highlight Highlight @blobb. Nein. 43% grenzen nicht an Sicherheit und genauso wahrscheinlich ist, dass gar niemand die Mehrheit gewinnt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dominik Treier 24.02.2020 19:56
    Highlight Highlight Wir leben in einer anderen Zeit. Die Bändigung des Kapitalismus durch die Nationalstaaten ist in Zeiten des Neoliberalismus noch schwerer geworden und statt mit neuen Lösungen und Zusammenarbeit, setzten die meisten Staaten auf Ausweichen und Kuschen vor der wirtschaftlichen Macht.

    Dieser Kontrollverlust macht es möglich, dass Verantwortungslosigkeit mehr denn je belohnt wird und solche Akteure am Markt gewinnen. Der 3. Weg mit welchem dann dem assozialsten System des Kapitalismus soziale Funktionen zugedacht wurden, setzt dem Ganzen die Krone auf. Die USA sind nur Extrembeispiel...
  • Huckleberry 24.02.2020 18:41
    Highlight Highlight Bei allem Sanders gepushe, bei diesem Interwiew hat er nicht gerade geglänzt.
    Trump wird es so nicht allzu schwer haben gegen einen möglichen Präsidentschaftskandidaten Sanders zu Punkten!

    https://edition.cnn.com/2020/02/24/politics/bernie-sanders-donald-trump-2020/index.html
    • Majoras Maske 24.02.2020 23:26
      Highlight Highlight Vermutlich würde sogar ein lebloser Stein gegen Trump punkten, da Trump von sich aus einen negativen Saldo hat.
    • Wiedergabe 25.02.2020 00:40
      Highlight Highlight Es gibt immer 2 Wege: Der ehrliche, zu sagen, dass eine Kostenschätzung für ein komplett neues Gesundheitssystem beinahe unmöglich ist oder der Trump Weg, indem man lügt und behauptet Canada würde dafür bezahlen.
      Was man bei Trump vs. Hillary schon gesehen hat, ausser Beleidigungen ("lock her up") ist Trump nicht in der Lage etwas inhaltliches zu einer Diskussion beizufügen. Trump kann ausschliesslich mit Beleidigungen und Fremdenhass punkten. Mal eine Rally von ihm gesehen?
    • tagomago 25.02.2020 22:13
      Highlight Highlight Vergiss CNN. Das ist reine Propaganda fürs Establishment und die CIA.
  • Kontrovers 24.02.2020 18:05
    Highlight Highlight Der grosse Unterschied zu Trumps und Sanders Durchmarsch: Trump musste nicht gegen einen Bisherigen mit „Bisherigen-Bonus“antreten. Der Schlussgang wird für Sanders ungleich schwerer!
    • BVB 25.02.2020 16:15
      Highlight Highlight Der grosse Unterschied ist dass Sanders nicht zum korrupten Establishment gehört. Es würden wahrscheinlich viele die im 2016 niemanden gewählt haben, weil Trump und Hillary unwählbar waren, jetzt für Sanders wählen.
  • Brawler97 24.02.2020 17:22
    Highlight Highlight Egal wer die Vorwahlen gewinnt, gegen Trump hat niemand eine Chance. 2016 gewann Trump noch als Underdog, doch jetzt ist der grosse Favorit und hat auch noch den Bisherigen-Bonus auf seiner Seite. Sanders würde der US-Politik sicher gut tun, doch er muss auch moderate Wähler überzeugen und nicht nur seine Basis und ein paar Z-Generation Studenten, das bezweifle in vor allem in den Swing-States.
    • satyros 24.02.2020 19:30
      Highlight Highlight Bernie schneidet übrigens bei Menschen ohne Hochschulabschluss besser ab als bei solchen mit. Im Gegensatz zu allen anderen Demokraten schafft er es tatsächlich, Leute aus der Arbeiterklasse abzuholen.
    • Wiedergabe 24.02.2020 20:54
      Highlight Highlight Trump war 2016 unter den gemässigten Wählern eine Protestwahl oder man glaubte er würde sich als benehmen.
      Da er in den 3 Jahren eindrücklich gezeigt hat, was für ein Vollpfoste er ist, wird er abseits der Radikalrechten viele Stimmen verlieren.
  • d10 24.02.2020 16:59
    Highlight Highlight Bernie muss dem amerikanischen Wähler glaubwürdig erklären, wie er all seine Pläne finanzieren will, um in der General Election eine Chance zu haben.
    • milkdefeater 24.02.2020 17:23
      Highlight Highlight Musste Trump mit seiner blöden Mauer ja auch nicht.
    • Bruno S.1988 24.02.2020 17:24
      Highlight Highlight Hat er. Gefühlte 30x!
      Und wie oft wurde die Finanzierung der astronomischen Militärausgaben erklärt?
    • Laut_bis_10 24.02.2020 18:14
      Highlight Highlight Die Mexikaner werden schon dafür aufkommen ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gipfeligeist 24.02.2020 16:54
    Highlight Highlight Sollte ein 'Moderater' Corporate-Demokrat aufgestellt werden, liegen die Chancen gut, dass viele Demokraten der Wahl fernbleiben werden. Dieses Szenario gab es mit Hillary Clinton.

    Vorallem Minderheiten & Junge stehen hinter Bernie. Und offensichtlich begeistert Bernie mit seiner Kampagne wie kein Zweiter
    • PC Principal 24.02.2020 17:09
      Highlight Highlight Wie wärs mit einem Moderaten ohne Emailskandal wie Obama, welcher deshalb viel besser mobilisieren konnte. Bernie ist für viele nicht wählbar und die anfängliche Sympathie wird nichts bringen.
    • häxxebäse 24.02.2020 18:47
      Highlight Highlight Emailskandal wie obama??? Du meinst wohl clinton.
    • PC Principal 24.02.2020 22:43
      Highlight Highlight @häxxebäse: Ziemlich blöd formuliert von mir. Ich meinte natürlich, dass man jemanden wie Obama nominieren sollten, also einen Moderaten ohne Emailskandal und nicht jemanden wie Clinton.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dummbatz Immerklug 24.02.2020 16:46
    Highlight Highlight Wenn es soweit kommen sollte, braucht es viel Popcorn für die TV-Debatten 😁 Nur leider werden die Demokraten dem guten Bernie schon noch Steine in den Weg legen.
  • Amadeus 24.02.2020 16:37
    Highlight Highlight " In der Querschnittsumfrage von Real Clear Politics liegt Sanders 4,4 Prozent vor Trump. "

    Die entscheidene Frage ist, ob Sanders es schafft, Trump in den swing states zu schlagen. Die nationalen Umfragewerte sind nicht von grosser Bedeutung (siehe Trump vs Hillary)
    • Padel 24.02.2020 18:14
      Highlight Highlight Gemäss Real Clear Politics liegt Sanders in vielen Swing States vorn (Michigan, Ohio, Pennsylvania, New Hampshire, Colorado, Minnesota, Nevada, North Carolina, Virginia) oder es steht unentschieden (Florida, Wisconsin). Trump liegt nur in Iowa vorn.
      Es gibt zum Teil nur wenige Daten. Die Vorhersagen sollten also mit Vorsicht behandelt werden.
    • Therealmonti 25.02.2020 02:28
      Highlight Highlight Was solche Umfragen wert sind, hat das Resultat der letzten Präsidnentschaftswahl eindeutig gezeigt. Nämlich nichts.
  • Relativist 24.02.2020 16:29
    Highlight Highlight Zuerst vorneweg: Trump hat sehr wohl mit der Streichung der Sozialwerke begonnen. Im kürzlichen Budget gleich mal 64 Milliarden Dollar: https://thehill.com/blogs/pundits-blog/economy-budget/335618-the-trump-budget-cuts-social-security-plain-and-simple

    Persönlich bin ich nach wie vor skeptisch, ob die Amis bereit sind für einen Sozialdemokraten. Allerdings muss man Bernie zu gut halten, dass er keine persönliche Angriffsfläche bietet. Jeder andere Kandidat und Kandidatin hat eine Vergangenheit, welche Trump schamlos ausschlachten wird. Bernie kann 50 Jahre Wertetreue aufweisen.
    • Normal 24.02.2020 18:39
      Highlight Highlight "Bernie kann 50 Jahre Wertetreue aufweisen." Ws ich super finde und Achtung verdient. Aber es sind eben auch 50 Jahre.

      Eigentlich ist Bernie zu alt, vorallem da die USA zwingend einen 8 Jahres Präsident braucht um etwas Stabilität zu bekommen. In den ersten 4 Jahren kann Bernie nur das Rückgängig machen was Trump von Obama rückgängig gemacht hat ;).

      Und in 8 Jahren ist Bernie halt einfach. 86 Jahre alt was schon sehr sehr alt ist, egal wie fit er für sein Alter ist.

      Aber dazu würde es kaum kommen, da Bernie in 4 Jahren kaum wiedergewählt wird, des Alters wegen.
    • Wiedergabe 24.02.2020 21:00
      Highlight Highlight Da Trump etwa gleich alt ist wie Sanders wäre das Alter in einer Wahl der beiden unerheblich. Nichtsdestotrotz sehe ich die mentalen Fähigkeiten von Trump stärker abgebaut (ihm zu liebe nehmen wir mal an die waren mal höher).
    • Normal 24.02.2020 21:15
      Highlight Highlight Trump ist 4 Jahre jünger als Sanders. Das heisst bei der Wiederwahl wäre Sanders 8 Jahre älter. Und Trump ist schon der älteste Präsident und zeigt Anzeichen von "Altersschwäche". 8 Jahre machen in dem Alter halt doch noch einiges aus.

      Ich liebe alte Leute aber ich kenne niemand über 80 den ich als gleich belastbar wie ein 50 Jährigen oder jünger wahrnehme.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Psipsina 24.02.2020 16:28
    Highlight Highlight Wenn er nur 10 Jahre jünger wäre!
    • Gipfeligeist 24.02.2020 17:26
      Highlight Highlight @Psipsina

      Häufiges Argument. Aber Sanders ist der einzige Kandidat, welcher gegen den Vietnamkrieg und Segregation (Bild 1963) demonstriert hat. Welcher Bewerber kann das schon von dich behaupten?
    • Wiedergabe 24.02.2020 21:01
      Highlight Highlight Da er etwa gleich alt ist wie Trump ist dieser Faktor egal.
  • der_senf_istda 24.02.2020 16:21
    Highlight Highlight Die Vergleiche zwischen Trump und Sandern hinken, die beiden bemühen sich um völlig unterschiedliche Wählerschichten.
    Trump ist zwar extrem, er vertritt jedoch keine Positionen, die ihn für republikanische Wähler völlig unwählbar machen.
    Die demokratische Kandidatur hat eine Chance, wenn sie/er für möglichst viele wählbar ist. Damit kann man Leute gewinnen, die 2016 noch ihre Stimme Trump gaben und nun wechselwillig sind. Solche Leute wählen sicher keinen selbsternannten Sozialisten, sondern maximal einen moderaten Demokraten.
    • Normal 24.02.2020 18:42
      Highlight Highlight Naja, Bernie hat gerade gegen Trump eine Chance. Eine die er sonnst nie. hätte haben können.
      Für. ca 90% der Bevölkerung ist es es eine reine Trump oder nicht Trump Wahl. Die Meinungen zu Trump polarisieren so stark, dass man entweder für ihn ist oder gegen ihn. Der Gegner ist deshalb einiges weniger wichtig als sonnst. Die Frage ist nur, wer gut mobilisieren kann.
    • Wiedergabe 24.02.2020 21:03
      Highlight Highlight Naja, Trumps Art macht ihn eigentlich für die breite Menge von anständigen Menschen unwählbar.
      Nicht jeder möchte einen Präsidenten der Leute vor der Kamera als "H****nsohn* bezeichnet, oder jedesmal lügt wenn er den Mund aufmacht.
      Würden wir von unseren Bundesräten auch nicht wollen.
    • Schlumpfinchen #notmeus 25.02.2020 08:59
      Highlight Highlight Jeder demokratische Wähler wird auch Sanders wählen, da es für sie nur darum geht Trump zu verhindern. Wo es viele Stimmen zu holen gibt ist nicht in der moderaten Mitte, sondern bei den Indepenants, die die grösste Wählergruppe ausmachen und da hat Sanders sehr gute Chancen. Auch in Midwest hat er bessere Chancen als man meint, da er bei den Arbeitern sehr gut ankommt, da sie entgegen der landläufigen Meinung gar nicht zufrieden sind mit der Gesundheitsvorsorge, sie nehmen einfach das, was sie kriegen. Bernie hat für sie sehr gute Argumente, warum sein Plan besser ist. Das sah man in Nevada.
  • Me, my shelf and I 24.02.2020 16:13
    Highlight Highlight Bernie Sanders!
    • Me, my shelf and I 24.02.2020 19:03
      Highlight Highlight Das ist wohl das meistgeblitzte "Bernie Sanders" in der Geschichte von Watson lel.
    • Vanessa_2107 24.02.2020 21:11
      Highlight Highlight Die Watsonleser lieben Bernie und viele hassen Hillary, z.B.
  • tzhkuda7 24.02.2020 16:08
    Highlight Highlight Ich hoffe es kommt zum Bruch bei den Demokraten. Nur zwei Parteien tun einer Demokratie einfach nicht gut wie man sieht
    • Shabaqa 24.02.2020 17:11
      Highlight Highlight Es gibt in den USA unzählige Parteien. Das Problem ist das Winner-Takes-All-Prinzip.

      Eine Spaltung der Demoktaraten bedeutet deshalb: Die Republikaner gewinnen auf Jahre hinaus jeden Swing State, bauen die Mehrheit im Senat aus und erobern das Repräsentantenhaus.
    • PC Principal 24.02.2020 17:11
      Highlight Highlight Das System lässt praktisch nur zwei Parteien bei der Präsidentschaft zu, da der Gewinner eines Staates alle Stimmen in diesem Staat kriegt. Wenn sich die Demokraten aufspalten, dann gewinnen halt in Zukunft immer die Republikaner.
    • tzhkuda7 24.02.2020 20:57
      Highlight Highlight Shit nein dann lieber nicht. Aber das ist ja ein Witz vom feinsten
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutzli 24.02.2020 16:00
    Highlight Highlight Nur zu dieser Passage im Artikel:"So hat er Social Security – die «amerikanische AHV» – und die Rentnerkrankenkasse Medicare nicht angetastet."

    Gibt zwar auch in der Vergangenheit Raum zum debattieren, ob man das so stehen lassen kann, aber seit letztem Monat stimmt das so nicht:"His last budget proposal called for a total of $1.9 trillion in cost savings from mandatory safety-net programs, like Medicaid and Medicare. It also called for spending $26 billion less on Social Security programs[...]" Q:https://www.nytimes.com/2020/01/22/us/politics/medicare-trump.html

  • Swisslord 24.02.2020 15:56
    Highlight Highlight Bei einige Aussage, wie das die Amis mit privaten Versicherungen "zufrieden" sind, hoffe ich, dass dies wirklich recherchiert wurde und glaube ich nun einfach mal.

    Das allerdings die Partei-Elite Angst hat, weil sie von einer Niederlage Sanders vs. Trump ausgehen, stimmt aber sicher nicht. Sie haben Angst, dass wenn Sanders Präsident wird und damit faktisch Leader der Demokraten, die reichen Spendern den Geldhahn zudrehen und sie somit nicht mehr von Korruption profitieren.
    Die Partei-Elite verliert lieber mit einem Moderaten gegen Trump als mit einem Ptogressiven zu gewinnen.
  • blueberry muffin 24.02.2020 15:41
    Highlight Highlight Er hätte schon in 2016 gewonnen. Er füllt ganze Stadien. Und Sanders Demokraten wie AOC zählen zu den beliebtesten.

    Auch mag niemand seine US Healthcare - das ist ein Gewerkschaftsbossen gelabber. Nevada hat deutlich gezeigt das die Gewerkschaftsmitglieder ihre Teppich Etage ignorieren.
  • Bruno S.1988 24.02.2020 15:39
    Highlight Highlight Eine Reuters Umfrage besagt das 70% aller Amerikaner Medicare for all unterstützen.
    https://www.reuters.com/investigates/special-report/usa-election-progressives/

    Gemäss einer kürzlich veröffentlichten Studie, kann M4A jährlich 68'000 leben reten und das sogar bei einer Ersparnis von 450 Milliarden USD im Vergleich zum jetzigen System.
    https://www.newsweek.com/medicare-all-would-save-450-billion-annually-while-preventing-68000-deaths-new-study-shows-1487862

    Er ist der einzige Kandidat der zu 100% hinter M4A steht. Deswegen ist er auch der einzige Kandidat der Trump schlagen kann!
    • insert_brain_here 24.02.2020 16:29
      Highlight Highlight Ich denke mit dieser Haltung gewinnt er die Vorwahlen, beim Shutdown gegen Trump geht es aber leider noch um andere Themen. Absurderweise scheinen vielen konservativen Wählern die Abtreibungsfrage und Waffengesetze wichtiger zu sein als Health Care, obwohl sie die auch gerne hätten.
    • Bruno S.1988 24.02.2020 16:43
      Highlight Highlight @Insert
      Hast du Studien oder Umfragen die deine Aussage belegen?

      Wie gesagt, 70% aller Amerikaner, also Republikaner und Demokraten, unterstützen M4A.
      Viele Amerikaner sterben, weil sie sich ihre Medikamente nicht mehr leisten können.
      https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-08/us-gesundheitssystem-bernie-sanders-medikamente-kosten-usa-kanada
      Diese Situation kennen sowohl Republikaner wie auch Demokraten. Medicare 4 all ist aus diesem Grund das Schlüsselthema und ein wichtiger Grund, weshalb viele aus der Arbeiterklasse für Bernie stimmen!
    • insert_brain_here 24.02.2020 19:01
      Highlight Highlight Der Punkt ist, dass sich die Kandidaten nicht bloss in einer Fragestellung unterscheiden. Nehmen wir zur Vereinfachung an es sind nur zwei: M4A und Recht auf Abtreibung. Kandidat A unterstützt beides, B lehnt beides ab. Ein evangelikaler Wähler wünscht sich M4A, lehnt aber Abtreibungen strikt ab, er muss sich nun entscheiden was ihm wichtiger ist.

      Eine konkrete Umfrage dazu kenn ich nicht, deswegen kennzeichne ich meine subjektive Meinung auch mit „Ich denke“

      Btw: Ich drücke Bernie beide Daumen, bin aber von Haus aus Pessimist was Politik angeht.
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  • Picker 24.02.2020 15:39
    Highlight Highlight Die Social Security ist nicht die "AHV Amerikas" sondern mehr AHV, IV, Wittwenrenten und Erwerbsausfall zusammen.
  • WhatATimeToBeAlive 24.02.2020 15:20
    Highlight Highlight Schwer vorstellbar war ein Sieg von Bernie hauptsächlich, weil er von den meisten Medien unterschätzt oder bewusst kleingeredet wurde. Wer sich aber vertieft mit der amerikanischen Politik und den Gründen, warum ein Trump gewinnen konnte, auseinandersetzt, versteht auch, weshalb Bernie der Favorit für die demokratische Nomination und womöglich auch für das Weisse Haus ist. Die Arbeiter und vor allem die Jungen haben realisiert, dass sie in der neoliberalen Ära vernachlässigt wurden und verlangen eine Politik, welche nicht bloss die Reichen reicher und die Armen ärmer macht.
  • Count Suduku 24.02.2020 15:17
    Highlight Highlight ich hoffe wir sehen Trump vs. Sanders
  • Der Buchstabe I 24.02.2020 15:15
    Highlight Highlight Die Demokraten können ihn nicht wieser wegignorieren! Das wäre ihr eigenes Todesurteil.

Kann ich das noch essen oder muss ich's wegwerfen? Mit diesen Tipps bist du safe

Die Norweger minimieren die Lebensmittelverschwendung mit einem eleganten Trick. Neu heisst die Haltbarkeitsangabe: «Mindestens haltbar bis, aber nicht schlecht nach».

Kann man das noch essen? Die Frage, ob kürzlich abgelaufene Milch, Joghurts oder Eier noch geniessbar sind oder sofort in den Abfall gehören, sorgt in den besten Familien für heftige Diskussionen. Manche glauben, dass sofort das passiert, wenn man mit abgelaufenen Lebensmitteln in Berührung kommt.

Dabei ist es ganz einfach: Mit Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums werden Lebensmittel nicht automatisch schlecht.

Es heisst eben «Mindestens haltbar bis» und nicht «Sofort tödlich ab», wie …

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