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epa08229495 Democratic Presidential candidates (L-R) former NYC Mayor Michael R. Bloomberg, Massachusetts Senator Elizabeth Warren, Vermont Senator Bernie Sanders, former Vice President Joe Biden, former South Bend Mayor Pete Buttigieg and Minnesota Senator Amy Klobuchar stand together on stage at the start of the ninth Democratic presidential debate at the Paris Theater in Las Vegas, Nevada, USA, 19 February 2020.  EPA/ETIENNE LAURENT

Mike Bloomberg (l.) wirkt nicht nur auf diesem Foto ziemlich verloren. Bild: EPA

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Ein guter Abend für die Linken, ein schlechter für den Milliardär

Mike Bloomberg kam bei seiner ersten Teilnahme an einer Fernsehdebatte der Demokraten ziemlich unter die Räder. Als Sieger fühlen durften sich Elizabeth Warren und Bernie Sanders, für den es gerade bestens läuft.



In einem Punkt sind sich die US-Medien einig: Die Präsidentschafts-Debatte der Demokraten am Mittwoch in Las Vegas war die bislang heftigste. Das erstaunt nicht. Nach den beiden ersten Vorwahlen in Iowa und New Hampshire ist noch immer kein klarer Favorit oder eine Favoritin in Sicht, der oder die Donald Trump im Herbst herausfordern könnte. Das Rennen ist völlig offen.

Das ursprünglich sehr grosse Bewerberfeld ist auf acht Namen geschrumpft. Sechs von ihnen traten im Bundesstaat Nevada, wo am Samstag die nächste Vorwahl stattfinden wird, vor die Kameras des Fernsehsenders NBC. Die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard aus Hawaii und der Milliardär Tom Steyer sind wohl nur noch pro forma im Rennen. Chancen auf die Nomination haben sie nicht.

Dafür war in Las Vegas ein neues Gesicht zu sehen: Mike Bloomberg, der schwerreiche Medienunternehmer und ehemalige Bürgermeister von New York. Er nahm an der Debatte teil, obwohl er am Samstag in Nevada gar nicht antreten wird. Bloomberg will am Super Tuesday durchstarten, er hat schon 400 Millionen Dollar in Fernseh- und Onlinewerbung gesteckt.

Dank dieser beinahe unerschöpflichen Feuerkraft ist er in den nationalen Umfragen bereits auf den dritten Platz vorgerückt, was ihm die Teilnahme am TV-Schlagabtausch ermöglichte. Für Politico hat es sich gelohnt: Bloomberg habe «die Debatte gerettet», indem er seine Rivalen «zu ihrem bislang besten Auftritt angespornt hat», so das Online-Magazin. Wie aber lautet die Bilanz?

Die Gewinner

Elizabeth Warren brauchte dringend einen starken Auftritt. Sie hat in Iowa und New Hampshire schlecht abgeschnitten. Der Senatorin aus Massachusetts, die im letzten Jahr einen Höhenflug erlebte und kurzzeitig an die Spitze der Umfragen vorgerückt war, drohte das schnelle Aus. In Las Vegas hat sie nach Ansicht der meisten US-Kommentatoren geliefert und sich zurückgemeldet.

Sie nahm sich vor allem Bloomberg zur Brust und prügelte heftig auf ihn ein. Dabei half ihr die Kontroverse um Fälle von Sexismus in seinem Unternehmen. Mehrere Frauen sollen mit Schweigegeld abgefunden worden sein. Auch ihre eigenen Positionen verteidigte Warren kraftvoll. Fragt sich nur, ob der furiose Auftritt nicht zu spät gekommen ist, um ihre Kampagne zu retten.

Für die Linken war es aber generell ein guter Abend im Spielerparadies, denn auch Bernie Sanders wird zu den Gewinnern gezählt. Für den Senator aus Vermont läuft es ohnehin rund, er ist auf Platz eins in den nationalen Umfragen vorgerückt. Auch in Nevada am Samstag ist er Favorit. Für die «New York Times» deutet wenig darauf hin, dass Sanders «aus dem Tritt gebracht wurde».

Der 78-Jährige profitierte vom Fokus auf Bloomberg und der Tatsache, dass seine Schwachpunkte nur ansatzweise thematisiert wurden. Dazu gehört Sanders Weigerung, umfassende Auskunft über seinen Gesundheitszustand zu geben – er hat im letzten Herbst einen Herzinfarkt erlitten. Oder die Frage, ob er sein ambitioniertes «sozialistisches» Programm durch den Kongress bringen könnte.

Die Unentschiedenen

Pete Buttigieg gehört zu den Gewinnern der ersten Vorwahlen. Der Bürgermeister von South Bend gilt als bester Debattierer im Feld. Am Mittwoch aber war seine Performance nach Ansicht der US-Medien durchzogen. So warnte er davor, dass nach dem Super Tuesday nur noch Bloomberg und Sanders im Rennen sein könnten, «die beiden polarisierendsten Figuren auf dieser Bühne».

Für Joe Biden geht es langsam ans Eingemachte. Lange lag der frühere Vizepräsident in den Umfragen klar vorne, doch in Iowa und New Hampshire ist er abgestürzt. In Las Vegas äusserte sich dies auf brutale Weise: Noch vor kurzem war er die Hauptzielscheibe in den Debatten. Nun sei er «von allen anderen auf der Bühne ignoriert worden», bilanziert CNN.

Nun setzt Pokerspieler Biden alles auf die Karte South Carolina, wo am übernächsten Samstag die letzte Vorwahl vor dem Super Tuesday stattfinden wird. Dort stellen die Schwarzen die Mehrheit der demokratischen Wählerschaft, bei ihnen geniesst Biden viel Rückhalt. Allerdings holt Sanders auf. Gewinnt Joe Biden in South Carolina nicht, ist es für den einstigen Favoriten wohl vorbei.

Die Verlierer

Für Mike Bloomberg sei die erste Stunde «ein absolutes und vollkommenes Desaster» gewesen, schreibt CNN. Er habe wie ein einzelner Wrestler gewirkt, der von einer ganzen Bande angegriffen wird, «und dieser Wrestler war erst noch völlig unvorbereitet». Bloomberg war praktisch nur damit beschäftigt, sich zu verteidigen, etwa für die «Stop and frisk»-Methode der New Yorker Polizei.

Allerdings gilt Bloomberg ohnehin nicht als begnadeter Debattierer, und abschreiben darf man ihn keineswegs, wegen seiner monetären Potenz. Der frühere demokratische Parteivorsitzende Terry McAuliffe verwies darauf, dass wesentlich mehr Menschen Werbung von Bloomberg gesehen hätten als die Debatte vom Mittwoch oder auch nur die Berichterstattung darüber.

Schwierig dürfte es hingegen für Amy Klobuchar werden. Die Senatorin aus Minnesota war die Gewinnerin der letzten TV-Debatte und erreichte in New Hampshire prompt den dritten Platz. Am Mittwoch aber kam sie flach heraus. Zu schaffen macht ihr, dass sie in einem Interview den Namen des mexikanischen Präsidenten Andres Manuel Lopez Obrador nicht nennen konnte. Und bei Minderheiten hat Klobuchar ohnehin Mühe.

Die nächste Fernsehdebatte findet bereits am kommenden Dienstag in Charleston (South Carolina) statt. Es ist die letzte vor dem Super Tuesday am 3. März und deshalb wohl auch die letzte Chance für den einen oder die andere im Bewerberfeld.

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88Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wiedergabe 20.02.2020 23:55
    Highlight Highlight Eine spannender Prozess, in welchen sich hoffentlich der beste Kandidat durchsetzen wird um den 46. POTUS zu finden.
    Denn jeder von denen ist Trump um Längen überlegen, resp. kann selber einen Regenschirm schliessen...
    Benutzer Bild
  • Locutus70 20.02.2020 21:15
    Highlight Highlight Je tiefer die Umfragen fallen, desto mehr erinnern mich Sleepy Joe und Pocahontas an Donald Trump.
    Ein Glück haben die Demokraten noch Sanders und Buttigieg.
    Und was Mini Mike angeht: Der wäre wohl besser bei den Republikanern geblieben ^^
    • Juliet Bravo 20.02.2020 22:48
      Highlight Highlight Hast du für Sanders und Buttigieg auch noch despektierliche Übernahmen?
    • Vanessa_2107 20.02.2020 23:23
      Highlight Highlight Locutus wieso nennst du die blöden Übernamen, die ihnen Trump gab?
    • Wiedergabe 20.02.2020 23:40
      Highlight Highlight Locutus, kannst du dir auch selber (Übernamen aus)denken oder zitierst du immer Trump?
  • Vanessa_2107 20.02.2020 21:15
    Highlight Highlight Sanders Gesundheit und auch Alter sind wirklich ein Risiko. (Bei Biden auch das Alter). Man sagt, nach einem Herzinfarkt muss man sich Ruhe gönnen. Und Ruhe liegt als Präsidentschaftskandidat wohl kaum drin. Andererseits kann er (auch Biden) interesssante Vizepräsidenten wie z.B. verzeiht mir und her mit den Blitzen Hillary, Stacey Abrams, Kamala Harris oder AOC ernennen. Falls ihnen etwas passieren sollte wären alle sicher valable Präsidentinnen. Die toughe Kamala Harris sähe ich aber auch als Justizministerin.
    • Chrigi-B 21.02.2020 00:51
      Highlight Highlight Soso, Kamala Harris als Justizministerin?

      Judihui!

      Ein paar dunkelhäutige für Gras wegsperren, während sie die Bong bedient 👍🏻😂
  • stevemosi 20.02.2020 18:47
    Highlight Highlight "Allerdings gilt Bloomberg ohnehin nicht als begnadeter Debattierer, und abschreiben darf man ihn keineswegs, WEGEN SEINER MONÄTEREN POTENZ."
    Das sagt ja schon alles... Die alten Griechen würden sich im Grabe umdrehen ob dieser entwicklung der "Demokratie"
    • Walter Sahli 21.02.2020 05:35
      Highlight Highlight ...und den alten Römern würde die Brust vor Stolz anschwellen, weil in den USA nur Reiche Zugang zu politischen Ämter haben.
  • joevanbeeck 20.02.2020 18:09
    Highlight Highlight Die US-Demokraten Linke? Dann sind unsere strammen CVP'ler aber Linksextreme. J. Edgar Hoover, wenn er noch lebte, würde vielleicht ein paar linke Demokraten finden.

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2012-10/usa-amerikaner-linke
  • Black Cat in a Sink 20.02.2020 17:30
    Highlight Highlight Hätte die Dems 2016 nicht Hillary aufgestellt, wären die USA heute nicht auf dem Weg zu einer Bananenrepublik. Ich sehe keinen Kandidaten der Demokraten, dem Bernie das Wasser reichen kann und Trump schon gar nicht! Hätte, wäre, wenn; Let‘s see what happens!
    • Wiedergabe 20.02.2020 23:42
      Highlight Highlight Die Hillary-Theorie ist Quatsch. Wie erklären sie sich so denn den Gewinn der republikanischen Vorwahlen durch Trump? Die gabs eben auch!
    • Chrigi-B 21.02.2020 00:53
      Highlight Highlight Erklärt als 1. mal die Millionen Obamawähler, die für Trump gestimmt haben.

      Ich kenn die Antwort: Alles Rassisten
    • Wiedergabe 21.02.2020 09:59
      Highlight Highlight Chrigi-B, das nennt man Wechselwähler.
      Bitteschön... 😉
  • Wiedergabe 20.02.2020 16:55
    Highlight Highlight Letzten Endes kann es jeder der Kandidaten werden, da alle eine sprunghafte Verbesserung gegenüber dem Status Quo darstellen.
    • akaschulz 20.02.2020 17:13
      Highlight Highlight Ausser Bernie und Warren sind die restlichen Demokratischen Kandidaten der Inbegriff des Status Quo.
    • Wiedergabe 20.02.2020 23:45
      Highlight Highlight Ohne Worte...
      Sie wollen doch kaum einen normaldenken Menschen mit Trump vergleichen!?
      Ein eloquenter, homosexueller Mitdreissiger vergleichen sie mit einem rassistischen, dementen alten Lüstling..?
      Wohl sehr kurz gedachter Kommentar.
  • Chrigi-B 20.02.2020 16:53
    Highlight Highlight Der eigentliche Gewinner ist die Orange....

    Es hat sich gezeigt, dass die Demokraten absolut zerstritten sind und Trump nicht besiegen können. An diesem Punkt sind es praktisch 2 Parteien.

    Die Szenarien:

    Sanders ist am Start:
    Moderate Demokraten und Independents werden nicht für ihn stimmen. Viele bleiben zu Hause und andere stimmen zähneknirschend in der Anonymität der Wahlbox für Trump oder eine 3. Partei.

    Indianerin/Pete/Joe/Mike/ Amy ist am Start:
    Etwa 1/2 der Berniebros werden nicht auftauchen und die ganz verrückten stimmen wie im '16 für Trump.

    Ob 1 oder 2: Sieg für Trump.
  • Turicum04 20.02.2020 16:13
    Highlight Highlight Auch für die USA wünsche ich mir eine ultralinke Regierung, welche u.a. Flüchtlinge aus Mexico aufnimmt. In Zentral- und Südamerica hat es noch viele arme Leute. Zudem muss die USA nun endlich ihre Klimaverantwortungen übernehmen.
  • ravendark 20.02.2020 16:06
    Highlight Highlight Bloomberg: Also ... falls die Zahlen korrekt sind.
    Wie kann man 400 Millionen USD in Fernseh- und Onlinewerbung investieren????
    Heisst für mich im Voraus schon, der Bloomberg, der kann nix.
  • Bert der Geologe 20.02.2020 15:55
    Highlight Highlight Die Primaries der Dems verlaufen optimal für Trump. Sanders und Bloomberg bringen nie die gesamten Dems auf Ihre Seite und auch nicht entscheidende Teile der unentschlossenen und der gemässigten Rep's. Ich wiederhole mich: sie sollten eine(n) der beiden "jungen" gemässigten vorlassen und sie volle Kanne unterstützen. Tattergreise despotieren schon zur Genüge die Welt.
  • goldmandli 20.02.2020 15:54
    Highlight Highlight "Pete Buttigieg gehört zu den Gewinnern der ersten Vorwahlen. Der Bürgermeister von South Bend gilt als bester Debattierer im Feld."

    Pete redet viel und sagt dabei gar nichts. Es ist unglaublich, wie er sich aus jeglichen klaren Antworten rauswindet. So viel wischi waschi kann sonst nur Trump.
    • PC Principal 20.02.2020 16:30
      Highlight Highlight Ich weiss nicht ob wir dieselbe Person meinen, aber Pete Buttigieg ist genau derjenige, der Antworten klar mit ja und nein beantwortet. Differenzierte aber klare Positionen.

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  • PrivatePyle 20.02.2020 15:47
    Highlight Highlight Dass Bloomberg und Biden bis anhin die grössten Verlierer sind, ist wohl Trumps "grösster Sieg".

    Ich hoffe auf Trump vs. Sanders. Dann wäre Zunder drin und ich kann mich nochmals 4 weitere Jahre amüsieren, wie sich die Linken über Trump aufregen.

    So weit so gut...
  • Bivio 20.02.2020 15:05
    Highlight Highlight Die Frage, welche sich immer alle stellen müssen, ist, wie schlägt sich Kandidate A, B oder C gegen Trump im November. Die Wahl wird in ca. 12 Swing-States entschieden. Diese Staaten sind tendenziell konservativ. Kann ein Bernie oder eine Warren in diesen Staaten Trump schlagen?
    Dazu kommt, dass Trump hat einen amtierenden Bonus von ca. 5% hat und die Republikaner, trotz Differenzen die besseren "Teamplayer" sind. Sie unterstützen ihren Kandidaten, ob er ihrem Flügel/Gusto entspricht oder nicht.
    Im Moment sehe ich Trump klar in Front.
  • Cpt. Jeppesen 20.02.2020 15:00
    Highlight Highlight Nachdem die Angst vor dem (Demokratischen) Sozialismus nicht mehr zieht und Sanders trotz (oder wegen) der konsequenten Missachtung der Corporate Media nun in den National Polls mit >30% führt, wird nun die Gesundheitskeule ausgepackt. "Oh, Sanders hatte einen Herzinfarkt, schafft er das Amt?"
    Bloomberg hatte (gerüchtehalber) schon 3 Herzinfarkte.
    Wie dem auch sei, Sanders hat, nachdem ihm ein Stent eingesetzt wurde, einen Blutdruck von 102/56 mit einem Ruhepuls von 62. Seine Gesundheitswerte wurden veröffentlicht und von 3 unabhängigen Gutachten bestätigt.
    Play Icon
  • PC Principal 20.02.2020 14:54
    Highlight Highlight Wenn man sich heute die Veränderungen bei den Wettmärkten ansieht, dann ist Bloomberg regelrecht abgestürzt während Buttigieg am meisten profitiert hat.
    Benutzer Bild
    • SoullessStone 20.02.2020 21:28
      Highlight Highlight Kannst du die Quelle verlinken? Würde da gerne reinschauen!
    • PC Principal 21.02.2020 08:39
      Highlight Highlight https://electionbettingodds.com/
  • Mutbürgerin 20.02.2020 14:51
    Highlight Highlight Bloomberg ist in der falschen Partei. Als Milliardär ist er das Feindbild der linken Leistungslosigkeitsorientierung. Als Sponsor würde er sich aber super beliebt machen, wie z.b. Wyss in der Schweiz. Als Politiker wird er nie akzeptiert werden. Er ist ja nicht so reich geworden, weil er linken Dogmen nachging.
    • Prügelknabe 20.02.2020 15:21
      Highlight Highlight Was ist eine Leistungslosigkeitsorientierung?

      Ach so, dass sind allso alle Milliardäre rechte Politiker und alle Penner und Sozialschmarozer linke Politiker?

      Was für ein klägliches, verschobenes und krankes Weltbild haben Sie denn.

    • neoliberaler Raubtierkapitalist 20.02.2020 15:22
      Highlight Highlight Das hat etwas, aber er wäre fähig gegen Trump zu gewinnen und Brücken zwischen den Lagern zu bauen. Sanders oder seine weibliche Form Warren sind viel zu sozialistisch (links).
    • saukaibli 20.02.2020 15:58
      Highlight Highlight Ja klar, die einzige Leistung, die ein Mensch erbringen kann, ist möglichst viel Geld zu verdienen. Wissenschaftler? Erbringen keine Leistung. (Alleinerziehende) Mütter? Erbringen keine Leistung. Ärzte, Bauarbeiter, Naturschützer usw. erbringen alle keine Leistung. Aber reiche Söhne, die ihr geerbtes Geld durch Aktienspielchen oder Immobilienspekulationen vermehren, die erbringen eine gewaltige Leistung. Geiles Weltbild, das du hast, momoll.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lokutus 20.02.2020 14:43
    Highlight Highlight Nennt doch diese Dems nicht Immer die „Linken“, sie sind einfach nicht links. Es ist die „Mitte Rechts“, wenn‘s hoch kommt.
    Links ist nicht einmal Bernie. Der gehört zur Mitte mit einem verwaschen rosa Unterhemd.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 20.02.2020 15:28
      Highlight Highlight Sanders und Warren wollen alle Reichen enteignen. Für mich ist dies sehr links. Ab wann ist man deiner Meinung nach links? Waren Stalin, Honecker, Mao, Pol Pot auch „Mitte Rechts“?
    • Pana 20.02.2020 15:35
      Highlight Highlight Reiche enteignen? WTF. Sie wollen höhere Steuern für die Reichen. Das war in den "good old days" in den USA völlig normal.
    • insert_brain_here 20.02.2020 15:36
      Highlight Highlight Es ist verstörend wie sich das Narrativ, dass eine staatliche Krankenversicherung und die Aufhebung des obszönen Systems der Studienkrediten eine kommunistische Revolution seien, sich unterdessen auch bei europäischen Medien eingeschlichen hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Max Dick 20.02.2020 14:32
    Highlight Highlight Nun, für Sanders war es insofern eher ein schlechter Abend, weil Warren einen guten hatte. Denn mit ihr konkurriert er hautpsächlich um Wähler, nicht mit Bloomberg. Hauptsieger des Abends war Biden - und dazu musste er gar nichts beitragen.
    • ridega 20.02.2020 15:43
      Highlight Highlight @Max Dick: Nein. Du gehst davon aus, dass Wähler Ahnung haben.

      Weisst du wo Biden Supporter hin gehen falls Biden nicht mehr weiter macht? Zu Bernie Sanders... ja... das macht nicht viel Sinn - trotzdem die zweite Wahl nach Biden.
    • Max Dick 20.02.2020 16:23
      Highlight Highlight Ridega: Natürlich gehe ich davon aus, dass die Wähler eine Ahnung haben.

      Falsch. In Iowa gab es ja bekanntlich zwei Wahlgänge. Die Biden-Stimmen gingen dann hauptsächlich zu Buttigieg. Sanders kriegte nur wenig mehr im 2. Wahlgang. Und die kamen wohl nicht von den Biden-Wählern. Ich sehe keinen Grund zur Annahme, dass die Biden-Wähler scharenweise zu Sanders laufen würden.
    • ridega 21.02.2020 12:52
      Highlight Highlight @Max Dick: Was heisst da falsch? Das war nicht meine "Meinung"... Ich beziehe mich auf Umfragen...
      https://fivethirtyeight.com/wp-content/uploads/2019/12/rakich-secondchoice-1205-1.png
      https://thehill.com/hilltv/what-americas-thinking/430261-sanders-biden-seen-as-most-popular-second-choices-for-dem


      Auf was basierst du deine Theorie? Iowa?
      Iowa... bekanntlich 99.9% Weiss. Ältere Schwarze Menschen wählen Biden - dann als zweites eher Sanders.

      Anscheinend bist du auch so einer ohne Ahnung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pana 20.02.2020 14:32
    Highlight Highlight "Nach den beiden ersten Vorwahlen in Iowa und New Hampshire ist noch immer kein klarer Favorit in Sicht"

    Seh ich nicht so. Aktuell ist Sanders der klare Favorit. Er hat in den letzten nationalen Umfragen über 10% Vorsprung auf den Rest und ist der einzige Kandidat, der seine Events mittlerweile in ausverkauften Stadien durchführt.

    Die Debatte war interessant. Ein Republikaner war dabei. Ernsthaft, Bloomberg ist eine leicht verbesserte Version von Trump. Pro Klimaschutz und Waffenkontrolle aber sonst.. Ähnliche Skandale und Ausstrahlung wie DT. Er wäre eine wahre Bankrotterklärung der Dems.
    • insert_brain_here 20.02.2020 15:32
      Highlight Highlight Bloombergs Kandidatur ist der Versuch eine "Wahl" zu veranstalten bei dem beide Kandidaten Vertreter der exakt selben Eliten darstellen. Kang oder Kodos?
    • ravendark 20.02.2020 16:15
      Highlight Highlight Wer mehr Kohle als Hirn hat, sollte eh nicht gewinnen.
    • Max Dick 20.02.2020 16:34
      Highlight Highlight Sanders führt genau deshalb die Umfragen an, weil sich im Mittelager gleich vier Kandidaten tummeln (und sich die Stimmen wegnehmen) und im Linken Lager genau zwei, wovon die eine schwächelt. Dass er eine Anhängerschaft hat, die in wie ein Idol verehrt, nützt ihm an den Wahltagen nicht viel. Denn die haben genauso nur eine Stimme wie der, der sich erst am Wahltag entscheidet ob jetzt Biden, Buttigieg, Amy oder Bloomberg auf den Zettel soll.
  • Sapere Aude 20.02.2020 14:06
    Highlight Highlight "Dazu gehört Sanders Weigerung, umfassende Auskunft über seinen Gesundheitszustand zu geben – er hat im letzten Herbst einen Herzinfarkt erlitten. "

    Sanders hat drei ärztliche Berichte von drei unterschiedlichen Ärzten veröffentlicht und damit umfassend Auskunft gegeben über seinen Gesundheitszustand.

    Play Icon


    "Oder die Frage, ob er sein ambitioniertes «sozialistisches» Programm durch den Kongress bringen könnte."

    Vielleicht solltet ihr euch einmal über den Kongresswahlkampf informieren.




    • Cpt. Jeppesen 20.02.2020 15:06
      Highlight Highlight Merci Sapere, wenn ich gewusst hätte, dass du das selbe schreibst, hätte ich mir meinen (jetzt) noch nicht veröffentlichten Kommentar sparen können.
      Habe sogar das gleiche Video verlinkt, was ein Zufall :-)
    • insert_brain_here 20.02.2020 16:13
      Highlight Highlight Tjo, wie Trump immer wieder eindrücklich beweist, ist selbst eine überprüfbare Wahrheit komplett irrelevant wenn die Lüge nur oft genug wiederholt wird.
    • Crecas 20.02.2020 16:49
      Highlight Highlight Zudem: Sollte Sanders Kandidat werden ist die Frage, Präsident mit kürzlichem Herzinfarkt (Sanders) oder erneut Präsident, der offensichtlich dement ist (Trump).
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