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epa08027841 French President Emmanuel Macron attends the ceremony marking the 80th anniversary of the French National Centre for Scientific Research (CNRS) at the Palais de la Decouverte in Paris, France, 26 November 2019.  EPA/BENOIT TESSIER / POOL  MAXPPP OUT

Emmanuel Macron: Der französische Präsident erteilte Nordmazedonien und Albanien eine Abfuhr. Bild: EPA

Analyse

Nach Macrons Absage an den Westbalkan: Alle zittern vor Russlands Einfluss

Seit dem Veto Emmanuel Macrons gegen die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen sorgen sich europäische Politiker, wie es auf dem Balkan weitergeht. Brechen alte Konflikte wieder auf? Mehrere Mächte profitieren von der Unsicherheit. 

Madeleine Janssen / t-online



Ein Artikel von

T-Online

In Albanien bebte die Erde. Heftige Erdstösse, Stärke 6.4 auf der Richterskala, bringen am Dienstagmorgen Häuser zum Einsturz, mindestens 20 Menschen sterben, Hunderte werden verletzt, Dutzende verschüttet. Es war das schwerste Beben in dem Balkanland seit Jahrzehnten.

Doch auch politisch ist Albanien zuletzt erschüttert worden: vom entschiedenen «Non» des französischen Präsidenten Emmanuel Macron gegen die Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen mit Albanien und dem anderen Kandidaten Nordmazedonien. Macron hatte Zweifel am Fortschritt beider Länder angemeldet und den gesamten EU-Erweiterungsprozess infrage gestellt. Die Entscheidung löste Unsicherheit aus.

Wegen des Erdbebens sagte der albanische Premier Edi Rama kurzfristig seine Teilnahme am hochkarätig besetzten Berliner Forum Aussenpolitik der Körber-Stiftung am Dienstag ab. Wäre er dagewesen, hätte er gespürt, wie sich unter den anwesenden Politikern und Strategen die Sorge breitmacht, wie es jetzt auf dem Balkan weitergeht. 

Blockade bremst Hoffnungen und Wünsche aus

Macrons Veto wurde gestützt von den Niederlanden und Dänemark. Auch der FDP-Aussenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff weist gegenüber t-online.de auf bestehende Probleme hin: «Albanien muss sein Justizsystem reformieren und die organisierte Kriminalität bekämpfen.» Um zu verhindern, dass die Länder des Westbalkans ihre Probleme in die EU importieren, müssten die Länder erst untereinander kooperieren. 

Doch Macrons Blockade bremst Hoffnungen und Wünsche der progressiven Kräfte auf dem Balkan aus, die seit über zehn Jahren auf einen EU-Beitritt hinarbeiten. Die Beitrittsperspektive gilt als der stabilisierende Faktor Nummer eins, um Korruption, Menschenrechtsverletzungen und alte ethnische Konflikte einzudämmen. 

Galt, muss man sagen. Denn seit Macrons Veto dürfte die Motivation, Reformen voranzutreiben, und die Lust, Europa nachzulaufen, drastisch gesunken sein.

Schliesslich müht sich Albanien seit knapp 20 Jahren, dem Bündnis beizutreten. 2003 sicherte die EU Tirana und anderen im «Versprechen von Thessaloniki» zu, mehrere Balkanländer aufzunehmen. Auf dem Weg dahin hat Albanien sein Justizsystem westlichen Standards angepasst und die europäische Menschenrechtskonvention ratifiziert. Die Wirtschaftskraft ist gewachsen. Seit 2009 ist es offiziell Beitrittskandidat. Die Zeichen standen gut, die Bemühungen waren klar zu erkennen. 

Im Beitritt sehen die pro-europäischen Kräfte ein Heilmittel gegen viele Probleme: Viele Albaner verlassen ihr Land und gehen in den Westen. Zurück bleiben die schlechter Ausgebildeten und die Alten, das demografische Problem wird zur Wachstumsbremse.

Ganz andere wirtschaftliche Möglichkeiten

Flösse Geld aus dem EU-Strukturfonds ins Land, hätte Albanien ganz andere Möglichkeiten, seine Infrastruktur auszubauen, bessere Ausbildungen anzubieten, als staatlicher Arbeitgeber höhere Gehälter zu zahlen, den Wandel hin zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft zu vollziehen. Nicht zuletzt ist die Aussicht auf den Beitritt ein wesentlicher Anreiz, ethnische Konflikte zu entschärfen und die Folgen des Kosovokrieges aufzuarbeiten.

Ähnlich sieht es in Albaniens Nachbarländern aus. Mazedonien hatte sogar auf Drängen Griechenlands seinen Landesnamen in Nordmazedonien geändert, um einen alten Gebietsstreit zu entschärfen. Das muss man sich vor Augen führen, wenn man begreifen will, wie sehr diese Länder den Beitritt wollen. 

Bild

Blick auf das Zentrum von Skopje: Neu nicht mehr die Hauptstadt von Mazedonien, sondern von Nordmazedonien.

Für die EU steht viel auf dem Spiel

Für die Beitrittskandidaten steht also viel auf dem Spiel. Für die EU aber auch. Schliesslich formt die Region einen Teil des Verbindungsstücks zwischen Europa und dem Nahen Osten, schliesslich geht es um die Demokratisierung und Stabilisierung am direkten Rand der EU. Macrons Veto hat auch eine verheerende Signalwirkung für alle weiteren Balkanländer, die sich langfristig in der EU sehen, also Serbien, Montenegro, Kosovo , Bosnien und Herzegowina : Wie viel Hoffnungen sollen sie sich machen, wenn schon die Länder abgewatscht werden, die sich gemäss europäischen Standards schon so stark weiterentwickelt hatten? Entsprechend harsch fällt die Kritik an Macrons Blockade aus. Aussenminister Heiko Maas (SPD) nannte sie «den grössten Fehler der EU», der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bezeichnete sie als «historischen Fehler».

Der zweite Grund für diese harten Worte liegt weiter östlich, in Russland. Beim Berliner Forum Aussenpolitik brachte es Olena Zerkal auf den Punkt. Die stellvertretende ukrainische Ministerin für EU-Integration sagte: «Russland hat kein Interesse an Sicherheit und Stabilität in Europa. Das muss man sich vor Augen halten.» Russland dürfte nutzen, dass die Balkanstaaten gerade eines lernen: Die EU hält sich nicht an ihre Versprechen. Das Vakuum, das entsteht, bietet Moskau Raum.

Russian President Vladimir Putin sits during a video call at the Novo-Ogaryovo residence outside Moscow Moscow, Russia, Tuesday, Nov. 26, 2019. Putin spoke in a video call with students taking part in an education forum. (Alexei Druzhinin, Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)

Der Lachende Dritte: Russlands Präsident Wladimir Putin. Bild: AP

Russland war schon immer als Schutzmacht in Serbien aktiv

Gerade in Serbien war Russland schon immer als Schutzmacht aktiv und baut diesen Einfluss jetzt aus. Kürzlich haben Serbien und die von Russland geführte Eurasische Wirtschaftsunion ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Russland ist der wesentliche Partner Serbiens in der Energieversorgung und hilft Belgrad, die internationale Anerkennung des Kosovo zu erschweren – was konträr zu den Bemühungen Brüssels läuft, die Aussöhnung von Serben und Kosovaren voranzutreiben. Ganz offensiv bewirbt Moskau sich als Alternative zur EU. Der EU-Ratspräsident Donald Tusk fand dafür im «Economist» kürzlich deutliche Worte: «Russland ist nicht unser strategischer Partner, sondern unser strategisches Problem.»  

Und Russland ist nicht allein. Auch China und die Türkei investieren Milliarden im Westbalkan. China setzt im Rahmen seiner Initiative « Neue Seidenstrasse » auf Infrastrukturprojekte wie Autobahnen, Brücken, Eisenbahnstrecken und Häfen. Die Türkei ist ebenfalls wirtschaftlich aktiv, fördert etwa in Bosnien Türkischunterricht und versucht, die Ausbildung von Imamen zu beeinflussen. Ankara will die muslimische Bevölkerung auf dem Balkan stärken. Mit dem albanischen Premier Rama ist Recep Tayyip Erdogan persönlich gut befreundet; Rama war auf der Hochzeit von Erdogans Tochter Sümeyye zu Gast. 

 An all dem sieht man: Die Einflussnehmer neben der EU fangen nicht bei Null an. Sie haben sich schon längst in der Region etabliert. Wie Brüssel sich dagegen aufstellt und ob es für den Beitrittsprozess Albaniens und Nordmazedoniens einen neuen Anlauf gibt, zeigt sich erst im Frühjahr. Dann soll das Thema erneut auf die Agenda kommen. Bis dahin haben die anderen Player viel Zeit, ihre Projekte weiter auszubauen. 

Schweiz sendet humanitäre Hilfe nach Albanien

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76Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Töfflifahrer 28.11.2019 22:09
    Highlight Highlight Macron scheint einer der wenigen zu sein, der sich traut die Wahrheit zu sagen.
  • Tony D 28.11.2019 06:21
    Highlight Highlight Aprops korruption und mafiöse strukturen. Ist Italien eigentlich in der EU? :-)
  • p3kko 28.11.2019 01:48
    Highlight Highlight Dass die Menschen in diesen Ländern kein eigenes Verständnis von Recht und Unrecht haben und sich nur auf Druck der EU überwinden können, irgendetwas gegen Korruption zu unternehmen, beweist doch, dass Macron recht hat.
    • Liselote Meier 28.11.2019 13:35
      Highlight Highlight Ja sie können es auch ala Schweiz machen und die Korruption institutionalisieren und es Lobbyismus nennen um einen schönen Schein zu wahren.


    • opwulf 28.11.2019 14:06
      Highlight Highlight Jede Gesellschaft hat ein Verständnis von Recht & Unrecht! Es mag sein dass sie nicht dass gleiche Verständnis wie das Unsrige teilen, ihnen aber ein Solches völlig abzusprechen, finde ich gelinde gesagt ein wenig arrogant! Auch wenn es viele Leute gibt welche unsere Werte, Gesetze und Normen als Konsequenz einer freien, gebildeten Gesellschaft sehen, lassen sie die kulturellen, politischen & geopolitischen Einflüsse darauf, völlig ausser acht! Die alten Griechen nannten die Nichtgriechen Barbaren! Daraus wurde ein allgemeiner Begriff für Unzivilisierte! Tausende Jahre später, still the same
    • P. Silie 28.11.2019 15:50
      Highlight Highlight @ Liselotte: Richtig, Korruption haben Sie überall und in jedem Land. Die Frage ist, ob diese Systemisch ist oder nicht, d.h. ab welcher Ebene diese anfängt und wie weit es sich in das Alltagsleben erstreckt und welche Auswirkungen es hat.

      Systemische Korruption gab/gibt es vorallem in sozialistischen/kommunistischen Staaten oder denen, die bis vor kurzem dieses System kannten. Da sind sie der kompletten Willkür ausgeliefert. Schmerzmittel im Spital gibts nur bei Schmiergeld. Ihre Lieferung am Zoll wird zurückbehalten bis sie was unterm Tisch bezahlen etc. etc. etc.
  • flausch 28.11.2019 01:24
    Highlight Highlight "Auch der FDP-Aussenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff weist gegenüber t-online.de auf bestehende Probleme hin:"

    Lieber Herr Graf, weshalb sollte irgend ein Land irgend etwas tun solange sie noch einen Adelstitel zur schau tragen? Herr Freiherr von der Wenge Graf Lambsdorff, sie verkörpern das Mittelalter, werden sie erwachsen und sehen sie endlich ein das sie durch ihr unreflektiertes Verhältniss ihrer Familiengeschichte gegenüber bei jeglicher Diskussion zu den Themen Demokratie, Justiz und Fortschritt absolut disqualifiziert sind.
    • P. Silie 28.11.2019 09:58
      Highlight Highlight ..und was meinen Sie zur Kritik gegenüber den genannten Staaten?

      Sie versuchen den Parlamentär zu töten, der eigentlich nur die Nachricht überbringt. Frei nach dem Motto eine Kindes welches sich die Augen mit den Händen verdeckt und sagt: "Wenn ich dich nicht sehe, siehst du auch mich nicht".

      Leider ein probates Mittel der Linken geworden, berechtigte Zweifel bzw. Kritik im Keim zu ersticken.. wenn man nicht darüber redet, existiert das Problem ja irgendwie auch nicht..
  • passescribe 28.11.2019 01:04
    Highlight Highlight Es ist ein bereits ewiger Prozess diese Beitritte der beiden Länder. Die EU hat klare und harte Kriterien gesetzt, um nur mit den Verhandlungen zu beginnen, dies bedeutet also noch lange keinen Beitritt. Die EU hat eigens eine Kommission gebildet, die die Fortschritte der beiden Länder prüft, und grünes Licht gibt, wenn Kriterien erreicht wurden. Beide Länder haben all diese Kriterien laut EU-Kommision erfüllt. Wenn das erreicht wird, versprach die EU den Beginn der Verhandlungen.Trotzdem sagt die EU nein. Was sollen diese Länder von künftigen Versprechen der EU halten?
  • Aniki 28.11.2019 00:21
    Highlight Highlight Ein wenig kann ich Macron verstehen. Jedoch hat er hier nicht gerade Weitsicht bewiesen.
    Mit Beginn von Beitrittsgesprächen hätte man Albanien signalisiert „hey, ihr seid auf dem richtigen Weg. Macht weiter so“! Beitrittsgespräche heissen nicht ihr seid morgen in der EU, sondern wir gehen gemeinsam in eine (richtige) Richtung und unterstützen euch auf euren (langen) Weg.
    Betreffend den Russland, China oder Türkei muss man sich keine Sorgen machen (zumindest bei Albanien nicht). 95% der Albaner sind klar pro Europa resp. pro Westen.
  • Jabberwocky 28.11.2019 00:17
    Highlight Highlight Durchaus nachvollziehbar. Aber nun eine andere Frage: Warum hat die EU eigentlich der Türkei noch keine definitive Abfuhr erteilt ?
    • Kupetzky 28.11.2019 10:43
      Highlight Highlight ...weil "vor den Kopf stossen" nichts mit Diplomatie zu tun hat.
    • sephiran 28.11.2019 11:07
      Highlight Highlight Hinhaltetaktik auch Politik genannt. Die EU will die Türken nicht wütend machen. Bestes Beispiel sind die Drohungen der Türkei die syrischen Flüchtlinge in die EU durchzulassen. Darum zahlt die EU auch Milliarden an die Türkei.
    • Scenario 28.11.2019 12:58
      Highlight Highlight Hast du Bock 2 Mio Flüchtlinge in Europa aufzunehmen?
  • The_real_Zippy 28.11.2019 00:16
    Highlight Highlight Mein Nachbar (Kosovare) ist der Meinung, dass 30% seiner Landsleute in den Knast gehören wegen solcher Sachen.. Aber wie sollen sie weiter kommen wenn sie ständig blockiert werden? Schwierige Frage, wie ich ihm auch immer sage, ich habe leider kein Antwort darauf. Ich kann lediglich darauf antworten, dass sie dieses Problem selber lösen müssen.. Ja Korruption und mafiöse Verbindungen scheinen in der Region ein grosses Problem zu sein. Können wir aus Aussenstehende überhaupt Einfluss darauf nehmen oder liegt es doch letztendlich nicht auch an ihnen?
    • michiOW 28.11.2019 07:15
      Highlight Highlight In einigen Ländern fördern bekanntlich u. a. westliche Unternehmen die Korruption um an gewisse Rohstoffe zu gelangen.

      Da diese Länder weder wohlhabend noch (meines Wissens nach) rohstoffreich sind, glaube ich eher an ein internes Problem, denn dort ist für Ausländer kaum etwas zu holen.
    • Bruuslii 28.11.2019 09:07
      Highlight Highlight wenn das da wirklich ein problem ist, dann müssen sie das selber lösen. als ausenstehende haben wir die verantwortung uns entsprechend vor korrupten geschäften zurückzuhalten (auch wenn es noch kein gesetzt gibt, wie die konzernverantwortungsintitiative, so gibt es doch eine moralische verpflichtung).
      echte und faire geschäfte mit win-win für beiden seiten, sind hingegen zu begrüssen und können helfen.
      nur darauf hoffen, dass die hilfe von aussen kommt, ist keine gute motivation und ist imho nur bei katastrophenhilfe angebracht.
    • Team Insomnia 28.11.2019 15:35
      Highlight Highlight Nur 30%?
      Ich glaube er meinte etwa 50%.
  • Hierundjetzt 27.11.2019 23:57
    Highlight Highlight Klar. „Bereit“. Weil man ein Papier im Parlament zur Abstimmung gebracht hat.

    Serbien, dass Bosnien besetzt hält

    Kosovo und Albanien der Hotspot des Menschen- uns Sklavenhandels. Drehscheibe der Zwangsprostitution, Heroin- und Kulturgüterhandel.

    Siehe dazu Berichte von Europol oder des NDB.

    Und all das wird padabum besser wenn ein Beitritt erfolgt?

    Rumänien und Bulgarien mit Ihrer extremen Korruption und dem kompletten Staatsversagen zeigens wunderbar dass Macron aber sowas von recht hat, wenn er auf die Bremse tritt.
    • Ferd Blu 28.11.2019 00:29
      Highlight Highlight Man sieht das du wirklich wenig Ahnung hast in solchen Dingen, letztens meintest du das Assad nur noch Damaskus hat und jetzt behauptest du das Serbien Bosnien besetzt hält. Sorry aber das ist völliger Quatsch.
    • MaliMali 28.11.2019 09:00
      Highlight Highlight Serbien besetzt Bosnien? Seit wann? Oder meinten Sie etwa, dass 45% der Bevölkerung in Bosnien serbisch ist? Muss man diese jetzt vertreiben, um der "Besetzung" entgegen zu wirken.
    • Hierundjetzt 28.11.2019 14:22
      Highlight Highlight Ferd: 😂😂😂😂 Ok.

      Ich habe vor mir die Lageberichte des Bundes. Aber ok. Bleib auf Youtube 😌

      Assad hat ohne Russland absolut keine Macht im Staat. Es herrscht immer noch Bürgerkrieg.

      Ob jetzt ein Assad Panzer an der Türkischen Grenze steht oder nicht ist absolut unerheblich

      Mali: Die „Republik Sprska“ ist a) bosnisch und wird b) durch Serbien am Leben gehalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Emperor 27.11.2019 23:51
    Highlight Highlight Mit einem Beitritt zur EU und der Personenfreizügigkeit sollen also die jungen, gut ausgebildeten Leute im Land gehalten werden? In 50 Jahren dann vielleicht, wenn man eine Wirtschaft und Infrastruktur aufgebaut hat. Mittelfristig würden wohl noch mehr Leute auswandern, was dann zur Frage führt, wer denn überhaupt diese Strukturen aufbauen sollte. Dieser Denkansatz geht nicht auf.
    Das Problem haben auch Ostländer wie die Slowakei, die nun ihrerseits qualifizierte Personen aus der Ukraine importieren muss, obwohl sich die Löhne seit dem Beitritt stark verbessert haben. Zynism at its best...
  • zimtlisme 27.11.2019 23:39
    Highlight Highlight Wenigstens ggü. Nordmazedonien hätte die EU weitere Perspektiven geben sollen (ggb. aus den angestrengten Bemühungen der Namensänderung sowie des Schutzes der Diversität). Ein möglicher EU-Beitritt kann dem Balkan nicht jahrzehntelang wie eine Karotte vor dem Esel vorgebambelt werden; irgendwann müssen Versprechen eingehalten werden. Wenn sogar ein Staat wie Ungarn in der EU sein kann, wieso nicht ein Miniland aus dem Balkan, dass sich dreimal so sehr angestrengt hat? Dass sich diese Länder nun wohl gen China und Russland orientieren werden (müssen!), darf niemanden mehr überraschen.
  • anundpfirsich 27.11.2019 23:38
    Highlight Highlight Schön das wir Schweizer uns darüber auslassen, wer in die EU gehört und wer nicht, als Nicht-EU-Mitglied! 🙄
    • The Emperor 27.11.2019 23:45
      Highlight Highlight Betrifft uns ja trotzdem, wenn dann die Personenfreizügigkeit auf diese Staaten erweitert wird.
    • Team Insomnia 28.11.2019 00:33
      Highlight Highlight Darüber zu debattieren isr nicht verboten.
    • Micus Pintus 28.11.2019 00:56
      Highlight Highlight Bei unseren bilateralen, klar trifft jede EU Entscheidung auch uns. Mal mehr mal weniger.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Team Insomnia 27.11.2019 23:20
    Highlight Highlight In Frankreichs Untergrund ist die Albaner Mafia Nr1, darum richtig so Herr Macron.
    • Aniki 28.11.2019 00:04
      Highlight Highlight Billige Polemik. Das es dafür noch Herze gibt ist beschämend.
    • Team Insomnia 28.11.2019 08:34
      Highlight Highlight @Aniki: Die Wahrheit tut weh.
    • Enzasa 28.11.2019 10:12
      Highlight Highlight Mafia = albanische Bevölkerung
      Oder
      Mafia = Verbrecher mit albanischer Herkunft
      ???
  • MaxHeiri 27.11.2019 23:14
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht wieso die Länder im Westbalkan sich Russland anschliessen sollen aus einer wirtschaftlichen Perspektive?
    Ich meine das BIP von Russland ist knapp 3mal grösser als das der Schweiz. Zudem scheint es, dass eine grosse Anzahl der jungen Russen lieber in den Westen emigrieren würden.
    • The Emperor 27.11.2019 23:45
      Highlight Highlight Die albanischen Nationen werden auch nie mit Russland zusammenarbeiten wollen - und umgekehrt.
    • Jättelattejaterö 28.11.2019 01:29
      Highlight Highlight Rohstoffe! Holz, Erdöl, Diamanten, Gold, Wasser, vodka, Erdgas... mit dem emigrieren würde es ich es nicht übertreiben.
    • Kupetzky 28.11.2019 10:51
      Highlight Highlight Die Rohstoffe gehören den jungen Russen? Das habe ich gar nicht gewusst Jättelattejaterö. Und Vodka ist kein Rohstoff - eher eine Art schleichender Suizid.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Smacun 27.11.2019 23:08
    Highlight Highlight Schwieriges Thema, aus politischer Sicht müssten diese Länder und auch andere am Rand Europas unbedingt stärker an die EU gebunden werden. Doch aus wirtschaftlicher Sicht war schon die Osterweiterung fragwürdig.
  • Finöggeli 27.11.2019 22:48
    Highlight Highlight Ich bin mit den Fahrrad durch Osteuropa gefahren. Vor allem in Rumänien ist die 'Pflästerlipolitik' unausstehlich: in einer Ortschaft stehen nigelnagelneue Verwaltungsgebäude mit rieisigen Strassen (leer, dafür mit Schildern 'sponsered by EU') und ein paar Kilometer weiter hat es Ortschaften ohne Kanalisation, die von weitem stinken. Ich war immer sehr für die Entwicklungshilfe der EU aber seitdem ich mit eigenen Augen gesehen habe, dass das Geld sinnlos verpulvert wird statt den Leuten zu helfen, macht es mich einfach nur traurig
    • Raphael Stein 28.11.2019 08:53
      Highlight Highlight Traurig?
      Mich macht so Zeugs wütend.
  • imposselbee 27.11.2019 22:41
    Highlight Highlight Ein Land sollte sich aus Überzeugung auf den EU-Kurs begeben, anstelle lediglich die ‚Bücher zu frisieren‘, damit die Minimalanforderungen erfüllt werden. Die EU lernt aus dem Brexit-Desaster, dass eine Vergrösserung um jedem Preis auch nicht im Sinne der Erfinder ist.
  • Ferd Blu 27.11.2019 22:39
    Highlight Highlight Wieso wurde mein Kommentar gelöscht? Ich habe nur festgestellt das es Probleme gibt wenn man gewisse Länder in die EU aufnimmt.
  • Sherlock_Holmes 27.11.2019 22:11
    Highlight Highlight Eine nachvollziehbare Analyse.

    Sie verdeutlicht auch das Dilemma zwischen den berechtigten Ansprüchen der EU und den geostrategischen Machtbestrebungen und kulturellen Einflüssen.

    Es gibt selten eindeutig klar gangbare Wege.

    Es nützt jedoch der EU nichts, in Reinheit und Schönheit zwischen den weltpolitischen Blöcken aufgerieben zu werden.

    Abgesehen vom drohenden Verlust einer jungen, zukunftsgerichteten, Generation, die sich – durch die zunehmend erfolgreiche Emigration – stark verändert.

    Sie wird zum desillusionierten Spielball der antieuropäischen, nationalistischen Kräfte.
  • Bruuslii 27.11.2019 22:03
    Highlight Highlight auch wenn das für den balkan problematisch ist, die eu ist viel zu stark zerfledert und innerlich zerrissen.
    das hat man mit dem lauen lüftchen der empörung gegen die türkei gemerkt. auch der brexit ist ein zeichen dafür.

    die eu muss sich erstmal innerlich finden und zum funktionieren bringen, bevor sie an expansion denken.

    gemeinsame entwicklungsprojekte sind auch ohne beitritt möglich.

    und mit dem argument, dass die balkanstaaten nur mit eu-investitionen ihre probleme lösen könnten, verbaut man die mögl., dass sie autonom ihre probleme lösen und wäre entwickl.psy.logisch ein hinderniss.
  • Majoras Maske 27.11.2019 22:02
    Highlight Highlight Wenn die EU die Balkanländer nicht aufnimmt, dann wird der Balkan zum geopolitischen Spielball werden, wobei die Migranten so oder so nach Westeuropa und sicher nicht in die wirtschaftlich absteigenden Länder Russland oder die Türkei auswandern.
    Ich halte diesen Entscheid Macrons ebenfalls für einen historischen Fehler.
    • Ferd Blu 27.11.2019 22:37
      Highlight Highlight Nein denn wenn man diese Staaten jetzt aufnimmt könnte dies eine massive Migrationswelle auslösen in die Westlichen Staaten, das könnte einen grösseren Demographischen Niedergang auslösen als jetzt.
    • Scenario 27.11.2019 22:43
      Highlight Highlight @Ferd Blu: Ach kommschon... immer mit diesem Migrationstsunami Ängste schüren hilft nicht. Du weisst schon, dass bereits Heute die Menschen in diesen Ländern in die EU einreisen können und sogar eine Aufenthaltsbewilligung erhalten, wenn Sie einen Job haben?
    • passescribe 28.11.2019 01:14
      Highlight Highlight @Fred Blu: Es geht nicht um die Aufnahme in die EU sondern lediglich um den Beginn von Verhandlungen für eine zukünftige Aufnahme! Informiert euch besser bevor ihr irgend einen Stuss raushaut! Serbien hat zum Beispiel schon seit Jahren mit den Verhandlungen begonnen und es wird wahrscheinlich trotzdem noch ein Jahrzehnt wenn nicht länger gehen, bis Serbien EU Mitglied wird, wenn überhaupt. Der Prozess kann auch eingefroren werden. Man hätte mit einem Ja lediglich den Menschen der Länder Hoffnung geben. Das Nein hat der Glaubwürdigkeit der EU geschadet.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 27.11.2019 22:02
    Highlight Highlight Die Frage ist doch, als was man die EU sieht?
    Als Werte-Union, dann wird man sie wohl auf die Nord- und Mitteleuropäischen Länder zusammenschmelzen müssen, oder doch eher als Machtprojekt, um als grosser Block am besten in Zusammenarbeit mit den USA und weiteren Verbündeten den Chinesen und Russen die Stirn zu bieten?
    Daraus leiteten sich jeweils völlig unterschiedliche langfristige Ziele und Strategien ab.
    Wenn es um Werte geht, können solche Länder wohl kaum aufgenommen werden, geopolitische sieht es dann wieder anders aus.
    • passescribe 28.11.2019 01:31
      Highlight Highlight In wiefern haben Nord- und Mitteleuropa andere Wertvorstellungen als das restliche Europa? Ist das ihre Meinung oder können Sie belegen, dass die anderen Länder andere Werte haben? Welche Werte haben den Länder in Südeuropa wie Italien, Spanien und Portugal? Oder Griechenland? Ich bin ein überzeugter Europäer (nicht EU) und finde, dass jedes europäische Land gemeinsame Grundwerte teilt. Zu sagen, dass gewisse europäische Länder aus Sicht der Werte nicht eine gemeinsame Union bilden können, halte ich für falsch und es zeigt, dass man diese Länder nicht gut kennt und mit Vorurteilen betrachtet.
  • Dong 27.11.2019 21:43
    Highlight Highlight Ohne einen gemeinsamen Nenner macht die EU irgendwann keinen Sinn mehr - gleichzeitig würde ich auch diesen Ländern unbedingt zu Skepsis auch gegenüber der EU raten: die EU-Millionen kommen auch mit Kleingedrucktem.

    Ich mag Macron ja eigentlich gar nicht, aber fähig ist er und hat Eier.
  • Ferd Blu 27.11.2019 21:24
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Varanasi 27.11.2019 21:39
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Varanasi 27.11.2019 22:03
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • felixJongleur 27.11.2019 22:05
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scenario 27.11.2019 21:08
    Highlight Highlight Die Albaner auf dem Balkan wissen nicht erst seit heute, dass kein Verlass auf Europa ist.
    -> Berliner Kongress, Londoner Vertrag... es gibt einige solcher Blüten in Geschichte Europas... Mit den richtigen Entscheidungen, wäre viel Blutvergiessen auf dem Balkan verhindert worden.
    • Mario S 28.11.2019 10:50
      Highlight Highlight Ich glaube eher die richtigen Entscheidungen wurden getroffen nicht nur auf den Balkan bezogen.
      Nur waren es meisten Entscheidungen für Profit!!!
      Wir haben internationale Rechte nur werden dies wöchentlich missachtet.
  • Kant 27.11.2019 21:03
    Highlight Highlight Sehr interessanter und informativer Artikel! Leider wurde aber die innenpolitische Situation in Frankreich nicht beleuchtet, damit wäre erklärt worden, weshalb Macron sich so geäussert hatte. Macrons politische Lage in Frankreich ist nicht gemütlich, er hat die Gelbwesten am Hals und die Probleme rund um die Banlieues am Hals. Da würde es vermutlich schlecht ankommen, wenn man den Balkan unterstützen wollte. Wie auch immer, ob die Unterstützung des Balkans eine gute Sache wäre oder nicht - das ist sehr schwer vorherzusehen. Ob Griechenland schon gerettet ist, muss man sich ebenfalls fragen.
  • Eight5 aka Zäme aka Erklärbart 27.11.2019 20:49
    Highlight Highlight Oh je, klassisches Eigentor von Macron und er hat der EU einen Bärendienst erwiesen.

    Putin und Erdi sagen schön Danke, China natürlich auch. Und die EU? Die jammert dann, dass Putin, Erdi und China zu viel Einfluss haben in Osteuropa. 🤷🏻‍♂️
  • Glenn Quagmire 27.11.2019 20:40
    Highlight Highlight Macron hat hier richtig entschieden. Auch Rumänien, Ungarn, Polen oder Bulgarien gehören nicht in die EU.

    Korrupte Staaten, die offen rassistisch agieren, haben in einem Bündnis nichts verloren.
    • sidi77 27.11.2019 21:06
      Highlight Highlight Wenn die EU ein Bündnis der Selbstgerechten ist, dann magst du Recht haben und all jene Völker davon ausschließen, die aufgrund eines momentanen Mangels nicht in deinen politischen Kram passen. Mit dieser Einstellung gründet man vielleicht einen Political Correctness Club, aber schafft sicher nicht eine Zukunft für Europa!
    • Scenario 27.11.2019 21:13
      Highlight Highlight @glenn... ich gebe dir Recht. Diese Staaten haben riesige Probleme, aber hier muss die EU ihre eigenen Regeln verschärfen und hart durchgreifen. Es kann jedoch nicht sein, dass Versprechen gebrochen werden und nachher heulen, dass Putin, Erdogan und co. zu viel Einfluss auf dem Balkan haben.
    • pamayer 27.11.2019 21:25
      Highlight Highlight OK.
      Gilt.
      Aber:
      Was ist mit Spanien mit undemokratischem Vorgehensweisen gegen Separatisten vorgegangen wird?
      Was ist mit Deutschland, wo ganze Bundesländer unter unverholener Nazi Herrschaft stehen?
      Was ist mit der Schweiz, wo die SVP als rassistische Partei die grösste Partei der Schweiz ist?
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Deutsches Versuchslabor lässt Tiere qualvoll verenden – Spuren führen in die Schweiz

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Ein Mitarbeiter der Tierschutzorganisation Soko Tierschutz und Cruelty Free International hat sich als Pfleger in das Tierversuchslabor LPT nahe Hamburg eingeschleust. Von Dezember 2018 bis März 2019 dokumentierte der Tierschützer die zahlreichen brutalen Tierversuche an jungen Hunden, Katzen, Affen und Kaninchen.

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