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#PortesOuvertes: Hat der Hashtag Leben gerettet oder gefährdet? Das sagt sein Schöpfer

Der Pariser Journalist und Community-Manager Sylvain Lapoix hat kurz nach den ersten Anschlägen auf Twitter angeboten, Leute bei sich in der Wohnung aufzunehmen. Alle, die nicht wissen, wohin sie im allgemeinen Chaos hin sollen. Nachdem er gemerkt hatte, dass andere seinem Beispiel folgten, kreierte er den Hashtag #PortesOuvertes und kurz darauf fanden sich erste Karten auf Twitter, in denen User die Wohnungen und Häuser markierten, wo man sich über Nacht einquartieren konnte, wenn man gestrandet war. 

Such-Tweet

Angebot-Tweet

Die Anfeindungen liessen nicht auf sich warten. Aufgeregte Twitter-User warfen Lapoix vor, auch allfällig überlebende Terroristen zu den Unterschlüpfen zu leiten. 

Gegenüber Bento.de wehrt sich Lapoix gegen die Vorwürfe. «Ehrlich gesagt hatte ich nicht lange überlegt, bevor ich mit #PorteOuverte loslegte. Aber auch im Nachhinein bin ich überzeugt, dass es richtig war», sagt Lapoix. Er habe auch selbst in Tweets die Leute darauf hingewiesen, die Geolokalisierungs-Funktion von Twitter einzuschalten und keine Adressen oder Klarnamen öffentlich zu posten. 

Lapoix ist überzeugt, dass seine Aktion mehr genützt als geschadet hat: «Ich weiß zwar nicht, ob der Hashtag Menschenleben rettete. Aber ich weiß, dass Gestrandete Wohnungen fanden, in denen sie in Sicherheit waren und abwarten konnten, bis das größte Chaos vorbei war.» (thi)

Eine gewaltige Anschlagsserie erschüttert Paris

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