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Argentinien

Argentinien wählt Nachfolger Cristina Kirchners

Argentinien wählt Nachfolger Cristina Kirchners

25.10.2015, 07:4525.10.2015, 07:45

In Argentinien wird am Sonntag der Nachfolger von Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner gewählt. Als Favorit gilt Daniel Scioli (58), Kandidat der Regierungskoalition Frente para la Victoria (Siegesfront, FpV) und Gouverneur der Provinz Buenos Aires.

Sein stärkster Rivale ist der konservative Bürgermeister der Hauptstadt Buenos Aires, Mauricio Macri (56). Kirchner darf sich laut Verfassung nicht um eine dritte Amtszeit in Folge bewerben.

Bereit für die Wahlen: Wahlzettel in Buenos Aires.
Bereit für die Wahlen: Wahlzettel in Buenos Aires.
Bild: EPA/EFE

Zur Wahl sind rund 32 Millionen Bürger aufgerufen. In Argentinien gilt Wahlpflicht. Die Wahllokale sind von 8.00 Uhr (12.00 Uhr MEZ) bis 18.00 Uhr (22.00 Uhr MEZ) geöffnet. Erste aussagestarke Ergebnisse sollen erst am frühen Montag bekanntgegeben werden.

Nach den Umfragen kann Scioli auf rund 40 Prozent der Stimmen hoffen, während knapp 30 Prozent sich für Macri aussprechen dürften. Auf dem dritten Platz würde demnach mit knapp über 20 Prozent Sergio Massa (43), ein ehemaliger Kabinettschef Kirchners, landen. Er steht der Regierung heute kritisch gegenüber.

Diese Zahlen lassen offen, ob es zu einer Stichwahl am 22. November kommt. In Argentinien muss ein Kandidat auf 45 Prozent der Stimmen oder auf 40 Prozent mit 10 Prozentpunkten Vorsprung vor dem Zweiten kommen, um in der ersten Runde zu gewinnen.

Bei den allgemeinen Vorwahlen vom August hatte Scioli 38.6 Prozent der Stimmen erreicht, während die Koalition Cambiemos (Lasst uns verändern) von Macri auf 30.1 Prozent kam. Die Vorwahlen, an denen alle Parteien simultan teilnehmen und für die ebenfalls Wahlpflicht besteht, gelten als Testwahl.

Es werden auch 130 der 257 Abgeordneten und ein Drittel der 72 Senatsmitglieder sowie die Gouverneure von elf der 24 Provinzen gewählt. Der nächste Präsident wird nach allen Umfragen über keine eigene Mehrheit in der Abgeordnetenkammer verfügen. Der Streit mit den Hedgefonds um unbezahlte Auslandsschulden, die hohe Inflation und eine drohende Rezession gehören zu den Problemen, die alle Kandidaten angehen wollen. (sda/dpa)

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