Bild: EPA/EFE
Erdrutsch in Guatemala: Zahl der Toten steigt auf 130
Zwei Tage nach dem verheerenden Erdrutsch in Guatemala ist die Zahl der Todesopfer auf 131 gestiegen. Rund 300 Menschen würden noch immer vermisst, sagte Feuerwehrsprecher Julio Sanchez am Sonntag.
Die Rettungskräfte mussten die Sucharbeiten unterdessen wegen neuerlicher Regenfälle unterbrechen. Sie sollten am Montag fortgesetzt werden. Nach 72 Stunden gilt es bei Erdrutschen als unwahrscheinlich, noch Überlebende zu finden. Präsident Alejandro Maldonado ordnete allerdings an, die Bergungsarbeiten auch nach Ablauf der Frist am späten Sonntagabend (Ortszeit) fortzusetzen.
Nach heftigen Regenfällen war in der Nacht zum Freitag eine Schlamm- und Gerölllawine über das Dorf El Cambray II niedergegangen und hatte 125 Häuser zerstört oder beschädigt.
Die Behörden hatten die Verwaltung des an Hügeln gelegenen Dorfs wegen Erdrutschgefahr mehrfach aufgefordert, das Dorf zu verlegen, was aber nie geschah. Die letzte derartige Aufforderung gab es im vergangenen November. Die Regenzeit in dem mittelamerikanischen Land dauert von Mai bis November. (dwi/sda/afp/dpa)
