Seychellen: 2 Schweizer weiterhin vermisst – leeres Rettungsfloss gefunden
Das Tauchboot «Galatea» ist am Freitag vor der Insel Marie Louise gesunken – über 250 Kilometer von der Hauptinsel der Seychellen entfernt. Mit an Bord waren auch sieben Schweizer. Vier konnten sofort gerettet werden, eine Schweizerin wurde nach mehreren Stunden gefunden und ins Spital gebracht.
Hier liegt Marie Louise:
Allen Geretteten gehe es den Umständen entsprechend gut, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Wochenende mit. Sie wurden laut lokalen Behörden zur Hauptinsel gebracht, konnten aber aufgrund ihres Schocks noch nicht befragt werden. Zwei weitere Schweizer werden seit Freitag vermisst.
Die Suche nach den beiden Schweizern und einer weiteren vermissten Person dauert an. Wie die «Seychelles Nation» berichtet, wurden inzwischen ein leeres Rettungsfloss und das Beiboot gefunden. Von den Vermissten fehlt jedoch jede Spur. Zudem konnte das gesunkene Boot noch nicht genauer untersucht werden.
Mittlerweile wurde der Besitzer und Kapitän der «Galatea», ein 61-jähriger Franzose, für 14 Tage in U-Haft genommen, wie lokale Medien berichten. Er war direkt nach dem Unglück in Polizeigewahrsam genommen worden. Der Vorwurf: die Beförderung von Personen auf dem Wasser gegen Bezahlung in einem unsicheren oder überladenen Boot und (grob) fahrlässiges Handeln.
Die 30 Meter lange «Galatea» ist gemäss der Spezifikationsliste für 17 Personen ausgelegt: fünf Crewmitglieder und zwölf Gäste. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren gemäss derzeitigen Informationen 13 Personen an Bord. Das Schiff wurde 1987 gebaut und 2013 komplett renoviert. (vro)
