International
Frankreich

Bootsunglück auf den Seychellen: Schweizer weiter vermisst

Seychellen Galatea
Die Galatea sank rund 250 Kilometer von der Hauptinsel der Seychellen entfernt.Bild: Liveabroad

Seychellen: 2 Schweizer weiterhin vermisst – leeres Rettungsfloss gefunden

Noch immer werden auf den Seychellen zwei Schweizer nach einem Bootsunglück vermisst. Der Besitzer des Bootes musste nun in U-Haft. Der Verdacht: fahrlässiges Handeln.
17.03.2026, 10:0817.03.2026, 10:08

Das Tauchboot «Galatea» ist am Freitag vor der Insel Marie Louise gesunken – über 250 Kilometer von der Hauptinsel der Seychellen entfernt. Mit an Bord waren auch sieben Schweizer. Vier konnten sofort gerettet werden, eine Schweizerin wurde nach mehreren Stunden gefunden und ins Spital gebracht.

Hier liegt Marie Louise:

Allen Geretteten gehe es den Umständen entsprechend gut, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Wochenende mit. Sie wurden laut lokalen Behörden zur Hauptinsel gebracht, konnten aber aufgrund ihres Schocks noch nicht befragt werden. Zwei weitere Schweizer werden seit Freitag vermisst.

Die Suche nach den beiden Schweizern und einer weiteren vermissten Person dauert an. Wie die «Seychelles Nation» berichtet, wurden inzwischen ein leeres Rettungsfloss und das Beiboot gefunden. Von den Vermissten fehlt jedoch jede Spur. Zudem konnte das gesunkene Boot noch nicht genauer untersucht werden.

Mittlerweile wurde der Besitzer und Kapitän der «Galatea», ein 61-jähriger Franzose, für 14 Tage in U-Haft genommen, wie lokale Medien berichten. Er war direkt nach dem Unglück in Polizeigewahrsam genommen worden. Der Vorwurf: die Beförderung von Personen auf dem Wasser gegen Bezahlung in einem unsicheren oder überladenen Boot und (grob) fahrlässiges Handeln.

Die 30 Meter lange «Galatea» ist gemäss der Spezifikationsliste für 17 Personen ausgelegt: fünf Crewmitglieder und zwölf Gäste. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren gemäss derzeitigen Informationen 13 Personen an Bord. Das Schiff wurde 1987 gebaut und 2013 komplett renoviert. (vro)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wenn das Schiff fast nicht in den Hafen passt
1 / 19
Wenn das Schiff fast nicht in den Hafen passt
Der britische Flugzeugträger «HMS Queen Elizabeth» ist am 16. August 2017 erstmals in seinen Heimathafen im südenglischen Portsmouth eingelaufen.
quelle: ap/pa / steve parsons
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Schockmoment in Hafen: Über 60 Container stürzen von Schiff
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Von Meloni gedrängt: Italiens Skandal-Ministerin tritt nach Referendum zurück
Italiens Tourismusministerin Daniela Santanchè hat nach dem Scheitern einer von der Regierung geplanten Justizreform in einer Volksabstimmung ihren Rücktritt erklärt.
Die Politikerin der Rechtspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) kam damit einer Aufforderung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nach, die sie offen zum Amtsverzicht gedrängt hatte. Am Montag hatte die in Rom regierende Koalition aus drei rechten und konservativen Parteien mit dem klaren Nein im Referendum eine schwere Schlappe hinnehmen müssen.
Zur Story