International

Sohn von Diktator Marcos will Vizepräsident der Philippinen werden

Sohn von Diktator Marcos will Vizepräsident der Philippinen werden

06.10.2015, 07:3306.10.2015, 07:36
Mehr «International»

30 Jahre nach dem Ende der Marcos-Diktatur auf den Philippinen greift dessen Sohn nun nach der Macht. Er bewerbe sich bei den Wahlen 2016 um das Amt des Vizepräsidenten, teilte Ferdinand «Bongbong» Marcos am Montagabend mit.

Ferdinand Marcos hat Ambitionen.
Ferdinand Marcos hat Ambitionen.
Bild: Aaron Favila/AP/KEYSTONE

Präsident und Vizepräsident werden auf den Philippinen separat gewählt. Das kann dazu führen, dass die siegreichen Kandidaten rivalisierenden Parteien angehören.

Marcos gleichnamiger Vater war 1986 durch eine Volksrevolte aus dem Land gejagt worden. Er und seine Frau Imelda, seinerzeit berüchtigt wegen ihrer Schuhsammlung mit mehr als 1000 Paaren, plünderten das Land in 21 Jahren an der Macht massiv aus. Der Staat konnte einige Milliarden Dollar auf Konten im Ausland finden und zurückführen.

Marcos Junior (58) ist seit 1980 in der Politik und ist heute als Senator Mitglied der zweiten Parlamentskammer. Marcos senior starb 1989 im Exil in Hawaii. Imelda Marcos ist 86 und noch als Kongressabgeordnete aktiv. Ungeachtet der Exzesse hat die Familie in einigen Regionen nach wie vor grossen Rückhalt.

(sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Neuer EU-Deal soll syrische Flüchtlinge im Libanon halten
Um die Einreise unerwünschter syrischer Flüchtlinge in der EU zu verhindern, wird nach Angaben von Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis nun auch an einem Abkommen mit dem Libanon gearbeitet.

«Wir wollen dem Libanon helfen, mit den Flüchtlingen umzugehen, damit nicht noch mehr nach Zypern kommen», sagte das Staatsoberhaupt der EU-Inselrepublik im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Sonntag). Er freue sich, am 2. Mai zusammen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in den Libanon zu reisen, um ein konkretes Finanzpaket der Europäischen Union anzukündigen.

Zur Story