International

Kim Jong Un liess offenbar seinen Armeechef hinrichten – wegen «Korruption»

Kim Jong Un liess offenbar seinen Armeechef hinrichten – wegen «Korruption»

10.02.2016, 09:5810.02.2016, 13:11

Nordkoreas Armee-Generalstabschef ist Medienberichten zufolge hingerichtet worden. Ri Yong Gil seien Korruption und Verschwörung zur Last gelegt worden, meldete unter anderem die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch ohne Nennung von Quellen.

Sollten die Angaben zutreffen, wäre es die Fortsetzung einer Serie von Exekutionen, politischen Säuberungsaktionen und Fällen plötzlich verschwundener Amtsträger, seit Machthaber Kim Jong Un die Nachfolge seines 2011 verstorbenen Vaters antrat.

Gleichzeitig verschärften sich zuletzt wieder die Spannungen zwischen dem nahezu völlig isolierten Land und der internationalen Gemeinschaft, nachdem Nordkorea innert weniger Wochen einen vierten Atomtest absolvierte und eine Langstreckenrakete aufsteigen liess.

Reuters erfuhr auch von der Exekution von einer mit Nordkoreas Angelegenheiten vertrauten Person, die anonym bleiben wollte. Eine offizielle Bestätigung der Hinrichtung gab es aber wie meistens in solchen Fällen nicht. Unabhängig liessen sich die Berichte nicht überprüfen. Der südkoreanische Geheimdienst lehnte eine Stellungnahme ab. (sda/reu/cma)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Bericht: Auch Ägypten soll Israel vor Hamas-Gefahr gewarnt haben
Kurz vor dem Terrorüberfall am 7. Oktober 2023 soll auch Ägypten Israel vor der Gefahr eines grossen Angriffs der Hamas gewarnt haben. Das berichtet das US-Magazin «The Atlantic» unter Berufung auf Regierungsvertreter in Israel, Ägypten und weiteren arabischen Ländern sowie auf Vertreter in den USA und Europa. Weniger als zwei Wochen vor dem 7. Oktober reiste Ägyptens Geheimdienstchef Abbas Kamel demnach nach Israel und warnte, dass die Hamas offenbar für einen «grossangelegten Angriff mobilisiert», so der Bericht.
Zur Story