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Tadschikistan will ausländische Vornamen für Babys verbieten



Die Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan in Zentralasien will Vornamen ausländischer Herkunft für Neugeborene verbieten. Eltern sollen künftig aus einem Register von 4000 bis 5000 modernen und alten tadschikischen Namen wählen können.

Das Parlament in der Hauptstadt Duschanbe soll das Gesetz noch in diesem Jahr ändern. Der autoritäre Staatschef Emomali Rachmon hatte sich schon vor Jahren beschwert über russische Wörter wie Wolk (Wolf) und Topor (Axt) als Vornamen, «die uns und alle anderen verschrecken». Der Vorstoss passt zu Rachmons Bemühungen, die eigene Kultur des armen Gebirgslandes herauszustreichen.

epa03938086 A handout picture provided by the President's Press Service shows Tajik President Emomali Rakhmon casting his vote at a polling station during the presidential elections, in Dushanbe, Tajikistan, 06 November 2013. Tajiks voting in elections were expected to confirm incumbent Emomali Rahmon as president, in the absence of any effective opposition.  EPA/PRESIDENT'S PRESS SERVICE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY

Der Blick scheint zu sagen: Ich glaube, ich weiss schon, wer gewinnt: Tadschikistans starker Mann Emomali Rachmon im November 2013 bei der Stimmabgabe für die Präsidentschaftswahlen.
Bild: EPA

Auch Namen aus dem Arabischen sollen verschwinden, wobei in dem islamischen Land Ausnahmen für Vornamen wie Mohammed, Hassan, Hussein, Fatima oder Suchra gemacht werden.

Derzeit populäre tadschikische Namen sind Sitora (Stern) für Mädchen, Dschachongir oder Bachodur (der Starke) für Jungen. «Die Änderungen sollen den Prozess der Namenswahl für neugeborene Kinder durch die Eltern regeln», sagte die Abgeordnete Chilolbi Kurbonsoda.

Auch Tiere oder Gegenstände dürfen nicht mehr als Namensgeber dienen. Seit in Tadschikistan das Wasserkraftwerk Rogun weitergebaut wird, sind für Jungen Vornamen wie Rogunscho und Schachrogun in Mode gekommen.

(sda/dpa)

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