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PALEMBANG, SOUTH SUMATRA, INDONESIA - OCTOBER 03: A man carries a bucket of water as they try to extinguish the fire on burned peatland and fields near his house at Ogan Ilir district on October 3, 2015 in Palembang, South Sumatra, Indonesia. The air pollution or haze has been an annual problem for the past 18 years in Indonesia. It's caused by the illegal burning of forest and peat fires on the islands of Sumatra and Borneo to clear new land for the production of pulp, paper and palm oil. Singapore and Malaysia have offered to help the Indonesian government to fight against the fires, as infants and their mothers are evacuated to escape the record pollution levels. (Photo by Ulet Ifansasti/Getty Images)

Kaum Unterstützung von den Behörden: Über Wochen kämpften Anwohner mit einfachsten Mitteln gegen die Flammen.
Bild: Getty Images AsiaPac

Waldbrände und heftiger Qualm: Behörden in Südostasien: «Nur der Regen kann uns jetzt noch helfen»



Die schweren Waldbrände in Indonesien könnten laut dem malaysischen Umweltminister noch wochenlang andauern. Auch die internationale Unterstützung werde dem Land nicht erlauben, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.

Dies werde wohl erst das Einsetzen der Regenzeit Mitte November ermöglichen. «Wenn kein Regen kommt, gibt es keine Möglichkeit, durch menschliche Intervention die Feuer zu löschen», sagte Wan Junaidi Tuanku Jaafar am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Die Brände seien über ein «riesiges Gebiet» in Indonesien verteilt, sagte Wan Junaidi.

Indonesien hatte Anfang Oktober auf Druck seiner Nachbarn akzeptiert, internationale Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um die Brände unter Kontrolle zu bringen.

Illegale Brandrodungen als Ursache

Die Feuer, die auf den Inseln Sumatra und Borneo durch illegale Brandrodungen durch Plantagenbesitzer ausgelöst wurden, überziehen die Nachbarstaaten Malaysia und Singapur seit Wochen mit beissendem Rauch.

A fireman works to contain a wildfire on a field in Ogan Ilir, South Sumatra, Indonesia, Saturday, Sept. 12, 2015. Wildfires caused by illegal land clearing in Indonesia's Sumatra and Borneo islands often spread choking haze to neighboring countries such as Malaysia and Singapore. (AP Photo)

Kampf gegen die Feuersbrunst: Erst auf internationalen Druck hin, haben Indonesiens Behörden eine Gross-Offensive in Sachen Brandbekämpfung angeordnet.
Bild: /AP/KEYSTONE

Am Freitag startete die indonesische Regierung ihre bislang grösste Offensive gegen die Flammen. Dabei wurden 32 Flugzeuge und Helikopter, darunter sechs Flugzeuge aus Singapur, Malaysia und Australien, sowie mehr als 22'000 Soldaten eingesetzt.

Dennoch waren die Brände noch nicht unter Kontrolle, wie ein Sprecher des indonesischen Katastrophenschutzes am Montag sagte. Demnach wurden 1500 «Hotspots» gezählt. Dies sind Orte, an denen es Brände gibt, oder an denen wegen der akuten Trockenheit Feuer drohen. Der Sprecher sagte aber, wegen des dichten Rauchs seien viele Brände von Satelliten nicht einzeln zu erkennen.

Schulen geschlossen, Flüge abgesagt

Wegen der Waldbrände wurden in Malaysia zum wiederholten Mal die Schulen geschlossen. Betroffen waren mehrere Bundesstaaten und die Hauptstadt Kuala Lumpur. Wegen der Feuer mussten bereits dutzende Flüge abgesagt werden, tausende Menschen wurden in der Region wegen Atembeschwerden im Spital behandelt. Die Brände treten jedes Jahr während der Trockenzeit auf, sind dieses Jahr aber besonders verbreitet.

Auf der indonesischen Insel Java kamen am Sonntag sieben Bergsteiger bei einem Waldbrand ums Leben. Zwei weitere Menschen erlitten lebensgefährliche Verbrennungen, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Die Gruppe wollte den Berg Lawu besteigen, als das Feuer ausbrach.

Die Behörden vermuten, dass sich der Grossbrand aus einem Lagerfeuer einer anderen Wandergruppe entwickelte. Die Unglücksregion ist derzeit wegen erhöhter Brandgefahr eigentlich für Wanderer gesperrt. (tat/sda/afp)

Brand-Inferno in Indonesiens Wäldern: Jetzt hilft nur noch Regen

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