«Kann ich nicht unterstützen»: Chef der US-Antiterror-Zentrale kündigt wegen Iran-Krieg
Joe Kent, Direktor des National Counterterrorism Center in den USA, hat seinen Posten aufgegeben. Der 45-Jährige begründete seinen Entscheid damit, dass er den laufenden Iran-Krieg, welcher von Präsident Donald Trump verursacht wurde, nicht befürwortet.
«Ich kann diesen Krieg nicht mit gutem Gewissen unterstützen», schreibt Kent auf X. «Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar.» In seien Augen sei es «offensichtlich», dass die USA auf Druck von Israel und dessen «einflussreicher Lobby in den Vereinigten Staaten» den Krieg begonnen hätten.
After much reflection, I have decided to resign from my position as Director of the National Counterterrorism Center, effective today.
— Joe Kent (@joekent16jan19) March 17, 2026
I cannot in good conscience support the ongoing war in Iran. Iran posed no imminent threat to our nation, and it is clear that we started this… pic.twitter.com/prtu86DpEr
Dennoch bedankt er sich bei Donald Trump und DNI-Chefin Tulsi Gabbard für seine Zeit im Amt. «Es war eine Ehre, unter ihnen zu dienen. Gott schütze Amerika», schliesst Kent seine Botschaft.
Der 45-Jährige wurde im Februar 2025 von Trump zum Chef des National Counterterrorism Center ernannt. Zuvor machte er sich als Gegner von Antiterror-Einsätzen der USA einen Namen. Kents erste Ehefrau, Shannon Smith, verstarb 2019 bei einem Einsatz in der syrischen Stadt Manbij bei einem Selbstmordattentat. Anschliessend engagierte er sich unter anderem für die Organisation «Veterans for Trump».
Der Rücktritt Kents ist sinnbildlich für die aktuelle Lage bei den US-Republikanern. Diese sind von Trumps Handlungen im Nahen Osten gespalten: Während einige den Krieg des Präsidenten unterstützen, werden immer mehr kritische Stimmen auch im eigenen Lager laut. (dab)
