International
Asien

Mehr Verletzte nach Taifun «Kong-rey» in Taiwan

Mehr Verletzte nach Taifun «Kong-rey» in Taiwan

01.11.2024, 07:37

Nach dem Auftreffen von Taifun «Kong-rey» auf der ostasiatischen Insel Taiwan ist die Zahl der Toten und Verletzten weiter gestiegen. Wie die Behörden mitteilten, starben durch den Tropensturm mindestens zwei Menschen, mehr als 500 Menschen wurden verletzt. «Kong-rey» fegte am Vortag vom Osten kommend über die Insel mit mehr als 23 Millionen Einwohnern und steuerte in Richtung China.

A woman struggles with wind and rain generated by Typhoon Kong-rey in Taipei, Taiwan, Thursday, Oct. 31, 2024. (AP Photo/Chiang Ying-ying)
Eine Bewohnerin Taipeis kämpft sich durch den Sturm.Bild: keystone

In der Hauptstadt Taipeh entwurzelten starke Winde und Regen laut der Stadtverwaltung mehr als 1'000 Bäume, die teilweise auf Autos fielen und schweren Schaden anrichteten. «Wind und Regen hier waren gestern wirklich furchteinflössend», sagte eine Anwohnerin der Deutschen Presse-Agentur, die auf der Suche nach ihrem Wagen war, welchen sie unter einem umgestürzten Baum vermutete. Der Zoo in der Hauptstadt öffnete am Tag nach dem Taifun nach eigenen Angaben wegen Aufräumarbeiten und schweren Schäden nicht.

Taifun mit mehr als 320 Kilometer Radius

Landesweit wurden mehr als 1'400 Zwischenfälle wie Strassenschäden, umgestürzte Bäume oder Schlammlawinen gemeldet. Die Behörden brachten wegen des Taifuns in besonders gefährdeten Gebieten mindestens 11'588 Menschen in Sicherheit. Nach Angaben der Wetterbehörde betrug der Radius «Kong-reys» mehr als 320 Kilometer, was ihn zum grössten Taifun machte, der Taiwan in fast drei Jahrzehnten getroffen hatte. Zuletzt hatte «Herb» im Jahr 1996 einen Radius von 300 Kilometern überschritten.

An der Ostküste Chinas erwarteten die Meteorologen starke Regenfälle durch «Kong-rey». Der Wetterbehörde zufolge dürfte der schwächer gewordene Sturm die Provinz südlich der Metropole Shanghai streifen und dann nach Nordosten in Richtung Japan abdrehen. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Bombenterror ohne Ende: Putins Winterangriff beginnt mit einer neuen Waffe
Russland bombardiert wieder Kraftwerke, Umspannwerke und Stromleitungen. Neuartige Sprengköpfe auf Jet-Drohnen könnten die Energieversorgung der Ukraine zusätzlich gefährden.
Auch im fünften Kriegsjahr verzichtet Russland nicht auf seine inzwischen gewohnten Bombardierungen ukrainischer Energieanlagen. Zwar liefen die Angriffe auf die Strominfrastruktur in diesem Sommer weiter. Nach dem für die Ukraine kältesten Winter seit 20 Jahren legte die russische Armee jedoch eine rund halbjährige Pause bei systematischen Angriffen ein und konzentrierte sich auf andere Ziele.
Zur Story