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London macht Druck: «Wenn Sie hier illegal sind, werden wir Massnahmen ergreifen»



Mit harten Strafen will die britische Regierung illegale Einwanderer und deren Anstellung durch heimische Unternehmer bekämpfen. In einem Gesetzentwurf ist bis zu sechs Monate Gefängnis für Einwanderer vorgesehen, die illegal in England oder Wales arbeiten.

Migrants gather under trees and light a fire to keep warm, near to the Eurotunnel site in Calais, France, August 4, 2015. Many migrants, each night, wait for darkness prior to heading for the Channel tunnel entrance, where they attempt to illegally jump onto moving freight trains bound for Britain.  REUTERS/Peter Nicholls

Migranten warten vor dem Eurotunnel darauf, nach Grossbritannien zu reisen. Bild: PETER NICHOLLS/REUTERS

Einwanderungsminister James Brokenshire drohte in einer Erklärung, die am Dienstag veröffentlicht wurde, «wenn Sie hier illegal sind, werden wir Massnahmen ergreifen, um sie am Arbeiten, am Mieten einer Wohnung, Eröffnen eines Bankkontos oder Autofahren zu hindern».

Alt Bundesrätin Ruth Dreifuss glaubt, dass das Volk bereit wäre, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Was sagst du, soll die Schweiz mehr Flüchtlinge aufnehmen?

Wer «Illegale» beschäftigt, dem drohen Strafen

Auch die Löhne von illegalen Einwanderern sollen beschlagnahmt werden können. Pubs, Lieferdiensten und Inhabern einer Lizenz für den Verkauf von Alkohol drohen dem Gesetzesentwurf zufolge Geldstrafen, der Entzug ihrer Lizenz oder die Schliessung ihres Geschäfts, wenn sie illegale Einwanderer beschäftigen. 

Wenn sie weiterhin gegen die Vorgaben verstossen, sollen sie auch strafrechtlich verfolgt werden. In diesen Fällen sollen Strafen von bis zu fünf Jahren Haft möglich sein.

Die konservative Regierung von Premierminister David Cameron bemüht sich angesichts des erhöhten Flüchtlingsandrangs in Europa, die Einwanderung zu beschränken. Sein Versprechen, in seiner ersten Amtszeit die Einwanderung zurückzufahren, hatte Cameron nicht eingehalten. Die neue Einwanderungsstatistik, die am Donnerstag veröffentlicht wird, dürfte ihn weiter unter Druck setzen. 

Gejagte Flüchtlinge in Calais

(sda/afp)

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