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Australien brennt weiter: «Wir sind weit entfernt vom Ende dieser Krise»



Durch eine erneute Hitzewelle und starken Wind drohen die ohnehin verheerenden Buschfeuer in Australien noch einmal angefacht zu werden. Premierminister Scott Morrison sagte am Freitag, in den östlichen Bundesstaaten werde ein schwieriger Tag erwartet. «Wir sind weit entfernt vom Ende der Krise und dieser Katastrophe.»

epa08115463 Firefighters rest at Kingscote oval after fighting fires through the night, on Kangaroo Island, southwest of Adelaide, Australia, 10 January 2020. Country Fire Service volunteers along with over 100 Army Reservists and self-sustainment supplies, are on Kangaroo Island as part of Operation Bushfire Assist at the request of the South Australian Government.  EPA/DAVID MARIUZ  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Erschöpfte Feuerwehrmänner am Freitag auf Kangaroo Island bei Adelaide. Bild: EPA

Vorhergesagt wurden für Freitag Höchsttemperaturen von 40 Grad und mehr, dazu wurde Wind mit Geschwindigkeiten von 90 Kilometern pro Stunde erwartet. Betroffen davon sollen vor allem ländliche Gebiete sein, wo die Brände bereist seit Weihnachten wüten.

Seit Beginn der grossen Buschfeuer im Oktober verbrannten mehr als zehn Millionen Hektaren Land, zweieinhalb Mal die Grösse der Schweiz. Mindestens 26 Menschen kamen ums Leben.

Morrison sagte, vor der Küste des am schlimmsten betroffenen Bundesstaates New South Wales würden zwei Schiffe bleiben, um bei der Evakuierung von Städten helfen zu können, falls dies nötig werde. In dem Staat wurden alleine am Freitagmorgen 134 Brände registriert, von denen 53 nicht eingedämmt waren. Mehrere Abschnitte der fünf Autobahnen des Bundesstaates waren gesperrt.

epa08115474 Firefighters rest at Kingscote oval after fighting fires through the night, on Kangaroo Island, southwest of Adelaide, Australia, 10 January 2020. Country Fire Service volunteers along with over 100 Army Reservists and self-sustainment supplies, are on Kangaroo Island as part of Operation Bushfire Assist at the request of the South Australian Government.  EPA/DAVID MARIUZ  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA

In grossen Gebieten im Nordosten des Bundesstaates Victoria wurden die Bewohner unterdessen aufgefordert, ihre Häuser angesichts der nahenden Brände zu verlassen. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass sie von den Flammen eingeschlossen würden. In dem Staat mussten bereits in der vergangenen Woche 67'000 Menschen ihre Häuser verlassen.

Es besteht zudem die Sorge, dass sich an der Grenze der Bundesstaaten New South Wales und Victoria zwei Grossbrände zu einem «Mega-Feuer» vereinen könnten.

epa08115465 Firefighters rest at Kingscote oval after fighting fires through the night, on Kangaroo Island, southwest of Adelaide, Australia, 10 January 2020. Country Fire Service volunteers along with over 100 Army Reservists and self-sustainment supplies, are on Kangaroo Island as part of Operation Bushfire Assist at the request of the South Australian Government.  EPA/DAVID MARIUZ  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA

Demonstration für bessere Klimapolitik

In Victorias Hauptstadt Melbourne und mehreren anderen Städten wollten am Freitagabend Studenten für eine bessere Klimapolitik demonstrieren – trotz Appellen der Polizei und des Premierministers, diese Veranstaltungen angesichts der Brände zu verschieben.

Das Amt für Wetterkunde hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass es nie auf dem Kontinent wärmer und trockener gewesen gewesen sei als im vergangenen Jahr. Dabei reicht der Vergleichszeitraum bis 1910 zurück. Der Zusammenhang zwischen den Bränden, den geringen Niederschlägen und den hohen Temperaturen sei deutlich. (sda/dpa)

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Australiens Premierminister wird öffentlich beschimpft

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    Alle Leser-Kommentare
  • Auric 10.01.2020 16:31
    Highlight Highlight Ist schon erstaunlich was der

    "Retired Monash University researcher David Packham"

    schon 2013 dazu gesagt hat
    https://www.spectator.com.au/2019/11/sbs-missing-bushfire-story/

  • Name_nicht_relevant 10.01.2020 10:29
    Highlight Highlight Mich macht das so traurig das niemand das beenden kann, da die Feuerwehr ihr Leben riskiert um Mensch und Tier zu helfen und die Natur zu Retten. Wo sind alle Länder die helfen könnten und nicht helfen? Wiso kann man dies nicht zu einem Weltproblem machen und statt die Kriege zu unterstützen, dieses Problem als wirkliches Problem zu bekämpfen.
  • LaPalomaOhe 10.01.2020 09:50
    Highlight Highlight Ist mir jetzt schon ein Rätsel warum die nicht den Notstand ausrufen und das Ganze zur Cefsache erklären, soweit ich lesen konnte werden die freiwilligen Feuerbekämpfer noch nicht einmal bezahlt. Auch von internationaler Hilfe hört man wenig. Die Russen sind wohl die einzigen die gleich eine ganze Flotte von Löschflugzeugen haben:
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    oder hier:
    Play Icon
  • Jawolaufensiedenn 10.01.2020 08:42
    Highlight Highlight Hoffentlich wird der nicht nur beschimpft, sondern abgesetzt. Und in Australien eine fortschrittliche Regierung gewählt, die Politik im Sinne des Klimawandels macht.
    Damit könnte Australien eine Vorreiterrolle in der Welt übernehmen
    • bruuslii 10.01.2020 21:00
      Highlight Highlight gute idee lokutus, aber die vorreiterrolle sollten wir 🇨🇭 uns erkämpfen 💪

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