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Australien: Die Feuer brennen weiter – «sind weit entfernt vom Ende»

Australien brennt weiter: «Wir sind weit entfernt vom Ende dieser Krise»

10.01.2020, 07:3810.01.2020, 07:38

Durch eine erneute Hitzewelle und starken Wind drohen die ohnehin verheerenden Buschfeuer in Australien noch einmal angefacht zu werden. Premierminister Scott Morrison sagte am Freitag, in den östlichen Bundesstaaten werde ein schwieriger Tag erwartet. «Wir sind weit entfernt vom Ende der Krise und dieser Katastrophe.»

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Erschöpfte Feuerwehrmänner am Freitag auf Kangaroo Island bei Adelaide.Bild: EPA

Vorhergesagt wurden für Freitag Höchsttemperaturen von 40 Grad und mehr, dazu wurde Wind mit Geschwindigkeiten von 90 Kilometern pro Stunde erwartet. Betroffen davon sollen vor allem ländliche Gebiete sein, wo die Brände bereist seit Weihnachten wüten.

Seit Beginn der grossen Buschfeuer im Oktober verbrannten mehr als zehn Millionen Hektaren Land, zweieinhalb Mal die Grösse der Schweiz. Mindestens 26 Menschen kamen ums Leben.

Morrison sagte, vor der Küste des am schlimmsten betroffenen Bundesstaates New South Wales würden zwei Schiffe bleiben, um bei der Evakuierung von Städten helfen zu können, falls dies nötig werde. In dem Staat wurden alleine am Freitagmorgen 134 Brände registriert, von denen 53 nicht eingedämmt waren. Mehrere Abschnitte der fünf Autobahnen des Bundesstaates waren gesperrt.

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Bild: EPA

In grossen Gebieten im Nordosten des Bundesstaates Victoria wurden die Bewohner unterdessen aufgefordert, ihre Häuser angesichts der nahenden Brände zu verlassen. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass sie von den Flammen eingeschlossen würden. In dem Staat mussten bereits in der vergangenen Woche 67'000 Menschen ihre Häuser verlassen.

Es besteht zudem die Sorge, dass sich an der Grenze der Bundesstaaten New South Wales und Victoria zwei Grossbrände zu einem «Mega-Feuer» vereinen könnten.

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Bild: EPA

Demonstration für bessere Klimapolitik

In Victorias Hauptstadt Melbourne und mehreren anderen Städten wollten am Freitagabend Studenten für eine bessere Klimapolitik demonstrieren – trotz Appellen der Polizei und des Premierministers, diese Veranstaltungen angesichts der Brände zu verschieben.

Das Amt für Wetterkunde hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass es nie auf dem Kontinent wärmer und trockener gewesen gewesen sei als im vergangenen Jahr. Dabei reicht der Vergleichszeitraum bis 1910 zurück. Der Zusammenhang zwischen den Bränden, den geringen Niederschlägen und den hohen Temperaturen sei deutlich. (sda/dpa)

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