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Weiterer Feuerwehrmann bei Bränden in Australien ums Leben gekommen – bisher 27 Todesopfer



Bei den Buschbränden in Australien hat es ein weiteres Todesopfer gegeben. Wie die Feuerwehr im südlichen Bundesstaat Victoria am Sonntag mitteilte, kam dort ein 60-jähriger Feuerwehrmann im Kampf gegen die Flammen ums Leben. Wahrscheinlich wurde er während der Löscharbeiten von einem Baum erschlagen.

Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei den seit Monaten anhalten Buschbränden auf mindestens 27.

epa08119021 A handout photo made available by the Australian Department of Defence shows a New South Wales Rural Fire Service (NSW RFS) member watching on as Australian Army soliders conduct a route clearance in the region near the town of Cobargo, New South Wales, Australia, 10 January 2020 (issued 11 January 2020), during Operation Bushfire Assist.  EPA/SGT BILL SOLOMOU/ ROYAL AUSTRALIAN AIR FORCE HANDOUT -- MANDATORY CREDIT: COMMONWEALTH OF AUSTRALIA --  HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES *** Local Caption *** The Australian Defence Force (ADF) has commenced Operation Bushfire Assist 19-20 and has stood up Joint Task Forces in New South Wales and Victoria to enhance Defence support following devastating bushfires in the South East of Australia.....ADF members are working side by side with emergency services personnel in the State Disaster Coordination Centre (SDCC) of the NSW Rural Fire Service Headquarters and alongside the Victorian Country Fire Service and Metropolitan Fire Brigades to provide best effect of ADF assets.....HMAS Choules and MV Sycamore sailed from Sydney and will operate off the Southern NSW/North East Victorian coast to provide support to communities cut off due to the bushfires.....The ADF is also providing transport and other assistance such as aviation ground support, logistics, engineering and accommodation support to the firefighting effort.

Die Feuerwehr bei ihrem unermüdlichen Einsatz gegen die Buschbrände in Victoria. Bild: EPA

Die Feuerwehr nutzt derzeit eine Phase günstigerer Wetterbedingungen, um die Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Die Behörden warnten aber, dass die Feuer-Krise trotz der etwas besseren Aussichten für die kommenden Tage noch lange nicht vorbei ist.

Der wegen seines Umgangs mit der Katastrophe in der Kritik stehende australische Regierungschef Scott Morrison kündigte am Sonntag an, die Regierung erwäge die Einrichtung einer Untersuchungskommission zu den Bränden. «Ich denke, das wird nötig sein», sagte er dem Sender ABC. Er werde entsprechende Schritte einleiten.

Morrison, ein entschiedener Verfechter fossiler Energien, kündigte auch an, die Emissionsziele würden «sich entwickeln». Eine Verringerung der umfangreichen Kohleexporte seines Landes schloss er aber aus.

epa08113626 Australia's Prime Minister Scott Morrison speaks at a press conference at Parliament House in Canberra, Australia, 09 January 2020. According to media reports, Morrison said that Australian troops and personnel will stay in Iraq to continue their mission, despite rising tension in the region following Iran's retaliation against the US in the aftermath of the killing of an Iranian general in a drone strike.  EPA/MICK TSIKAS AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Scott Morrison ist ein Verfechter fossiler Energien – was ihn nicht nur beliebt macht bei der australischen Bevölkerung. Bild: EPA

«In den kommenden Jahren werden wir unsere Politik auf diesem Gebiet, die Emissionen noch weiter zu reduzieren, weiter entwickeln», sagte Morrison. Dies werde «ohne CO2-Steuer, ohne Strompreiserhöhung und ohne Stilllegung der traditionellen Industrien» geschehen.

Zuletzt hatte es in Australien vermehrt Proteste gegen die Politik Morrisons gegeben. Am Freitag gingen in Sydney und Melbourne erneut zehntausende Menschen auf die Strassen und forderten die Regierung auf, mehr gegen die Klimaerwärmung zu unternehmen und Australiens massiven Kohleexport zurückzufahren. (mim/sda/afp)

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