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Crash mit Baum: Zwei australische Feuerwehrleute sterben beim Kampf gegen die Brände



Im Kampf gegen die verheerenden Buschbrände in Australien sind zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Bei ihrem Einsatz in Buxton rund hundert Kilometer südwestlich der Metropole Sydney war ihr Fahrzeug am Donnerstag gegen einen Baum gefahren.

Wie die Feuerwehr des Bundesstaates New South Wales mitteilte, wurden drei weitere Feuerwehrleute bei dem Unfall verletzt.

epa08082743 Flowers and the helmets of volunteer firefighters Andrew O'Dwyer and Geoffrey Keaton rest at a memorial at the Horsley Park Rural Fire Brigade in Horsley Park, New South Wales, Australia, 20 December 2019. Horsley Park brigade volunteer firefighters Geoffrey Keaton, 32, and Andrew O'Dwyer, 36, died on 19 December when their truck overturned after a tree fell into their path as they were battling to contain a bushfire near the town of Buxton.  EPA/BIANCA DE MARCHI AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Eine Gedenkstätte für die beiden Feuerwehrmänner in Horsley Park, New South Wales. Bild: EPA

Die Feuerwehrleute waren auf dem Weg zu einem Brand, der rund 90 Kilometer südwestlich der Metropole Sydney ausser Kontrolle geraten war. Dort kämpften Einsatzkräfte gegen 60 Meter hohe Feuerfronten, wie es weiter hiess. Der Sauerstoff in der Luft sei knapp geworden. Dazu seien Böen mit Windgeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern gekommen.

Premierminister Scott Morrison würdigte die Todesopfer für ihren «tapferen» und «beispiellosen» Einsatz. Sie ragten dadurch «für immer unter den mutigsten Australiern heraus», erklärte er.

Ferienreise nach Kritik abgebrochen

Der Premier entschuldigte sich zudem für eine Reise auf Hawaii, zu der er in der vergangenen Woche aufgebrochen war. «Ich bedauere zutiefst, dass der Urlaub mit meiner Familie in dieser Zeit bei vielen von den schrecklichen Buschfeuern betroffenen Australiern Ärger verursacht hat», teilte er am Freitag mit.

epa08048146 Australian Prime Minister Scott Morrison speaks to the media during an announcement to increase counter-terrorism measures at Canberra Airport, in Canberra, Australia, 06 December 2019. Morrison announced that the government would be increasing counter-terrorism measures across nine airports in Australia. The measures included the deployment of 135 additional police officers.  EPA/LUKAS COCH  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Scott Morrison, Australiens Premierminister. Bild: EPA

Er werde nun so schnell wie möglich nach Sydney zurückreisen. Seine Frau und seine beiden Töchter würden auf Hawaii bleiben. Morrison war in der Öffentlichkeit wegen der Reise stark in die Kritik geraten.

Die Behörden hatten wegen der Brände am Donnerstag einen siebentägigen Ausnahmezustand in New South Wales ausgerufen. In dem Bundesstaat wüten seit Wochen rund hundert Buschbrände, von denen bislang nur etwa die Hälfte unter Kontrolle gebracht werden konnte. Zugleich herrscht eine Rekordhitze. Grosse Landstriche sowie die Millionenmetropole Sydney leiden weiter unter giftigen Rauchschwaden.

Hunderte Häuser zerstört

Auch andere Teile Australiens werden von weitflächigen Bränden heimgesucht. Mit den jetzigen Opfern in der Feuerwehr kamen bislang landesweit mindestens acht Menschen als Folge der Feuer ums Leben. Mehr als 800 Häuser wurden zerstört und eine Gesamtfläche von mindestens drei Millionen Hektar niedergebrannt. Das entspricht in etwa zwei Dritteln der Fläche der Schweiz.

In den vergangenen Tagen war in Australien ein Temperaturrekord auf den nächsten gefolgt: Nachdem am Dienstag auf dem fünften Kontinent ein landesweiter Temperaturrekord von 40.9 Grad erreicht worden war, wurde dieser bereits am Mittwoch mit einem neuen Rekord von 41.9 Grad überschritten. Bisher hatte der landesweite Rekord bei 40.3 Grad im Januar 2013 gelegen.

In der Region Sydney sollen die Temperaturen ab Samstag auf 46 Grad steigen. Nördlich der grössten Stadt Australiens wütet weiter ein besonders grosses Feuer. Seine Rauchschwaden hüllen die Metropole von mehr als fünf Millionen Einwohnern seit Wochen ein. (sda/afp/dpa)

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Die Buschbrände in Australien

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