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Indonesisches Gericht schmettert Berufungsgesuch von zwei zum Tode verurteilten Australiern ab



Zwei in Indonesien zum Tode verurteilte Australier sind mit einem letzten Versuch gescheitert, ihre bevorstehende Hinrichtung zu verhindern.  Ein Gericht in Jakarta wies am Montag einen erneuten Berufungsantrag von Andrew Chan und Myuran Sukumaran zurück.

Präsident Joko Widodo hatte das Gnadengesuch der beiden zum Tode verurteilten Drogenhändler ohne Begründung abgelehnt. Die Anwälte der beiden Männer legten daraufhin Beschwerde ein und forderten eine Begründung der Entscheidung. Die Justiz wies die Beschwerde im Februar aber ab. 

epa04693361 (FILE) A file picture dated 21 September 2010 shows Australian Andrew Chan (R) and Myuran Sukumaran (L) inside a holding cell  at Denpasar District Court in Bali, Indonesia. Two of the so-called Bali Nine drug smuggling ring on death row for trying to smuggle 8.3 kilograms of heroin,they have both had their last-ditch appeal against the death penalty rejected by Indonesia's State Administrative 6 April 2015.  EPA/MADE NAGI

Andrew Chan (rechts) und Myuran Sukumaran Bild: MADE NAGI/EPA/KEYSTONE

Gegen diese Entscheidung legten die Anwälte Berufung ein, die nun jedoch ebenfalls vom Richter Ujang Abdullah zurückgewiesen wurde. Präsident Joko Widodo habe ihr Gnadengesuch nicht ausreichend geprüft. Damit habe das Gericht keine Handhabe, lautete die Begründung. 

Die beiden Australier waren die Anführer der Drogenbande «Bali Neun», die wegen des Versuchs, Heroin aus Indonesien zu schmuggeln, 2006 zum Tode verurteilt wurden. Es wird erwartet, dass die Australier gemeinsam mit weiteren Drogenhändlern, darunter Bürger Frankreichs, Brasiliens, Nigerias, Ghanas und der Philippinen, hingerichtet werden. 

Der Fall hat zu einem heftigen diplomatischen Streit zwischen Jakarta und Canberra geführt. Auch Frankreich und Brasilien bemühen sich darum, ihre Bürger vor der Hinrichtung zu retten. Mehrere Berufungsanträge von Mitgliedern der Gruppe laufen noch. (sda/afp/dpa)

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