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Sabine Schmitz ist am 16. März 2021 im Alter von nur 51 Jahren an Krebs gestorben.
Sabine Schmitz ist am 16. März 2021 im Alter von nur 51 Jahren an Krebs gestorben.
Bild: keystone

«Best German» Sabine Schmitz bekommt eine eigene Kurve

Seltene Ehre für eine legendäre Rennfahrerin: «Top Gear»-Star Sabine Schmitz bekommt am Nürburgring eine nach ihr benannte Kurve.
21.06.2021, 11:3721.06.2021, 14:22

Gewinnen kann man im Rennsport auf verschiedene Art und Weise. Man kann ein Rennen gewinnen, etwa. Oder gar eine Meisterschaft gewinnen. Man kann einen Top Gear Award als «Best German of the Year» gewinnen. Man kann Rekorde auf dem Nürburgring aufstellen, wie es noch niemand zuvor gemacht hat und für alle Ewigkeit als «Königin der Nordschleife» geehrt werden. Aber es ist eine einzigartige Ehre, wenn man eine Kurve von besagter legendären Rennstrecke nach sich benannt bekommt. Ladies and Gentlemen:

Rennfahrerin Sabine Schmitz ist am 16. März 2021 im Alter von nur 51 Jahren an Krebs gestorben. Die offizielle Taufe der Sabine-Schmitz-Kurve wird beim Sechs-Stunden-Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie am 11. September sein.

In unmittelbarer Nähe des berühmt-berüchtigten Nürburgrings aufgewachsen, stieg sie früh in den Motorsport ein. Von 1990 bis 2016 war sie aktiv als Rennfahrerin. Unter anderem gewann Schmitz 1996 und 1997 das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring sowie 1998 die VLN Endurance Racing Championship Nürburgring.

«I tell you something, I do that lap time in a van.»
Sabine Schmitz, 1969-2021

Einem internationalen Publikum bekannt wurde sie, als sie in der 2002er BBC-Doku-Serie «Jeremy Clarkson: Meets the Neighbours» auf dem Nürburgring mit Clarkson eine «Ringtaxi»-Fahrt unternahm, was ihr den Übernamen «schnellste Taxifahrerin der Welt» einbrachte. Fernsehgeschichte schrieb sie 2005 in der Kultsendung «Top Gear». Als Clarkson mit einem Jaguar S-Type eine Rundenzeit von knapp unter 10 Minuten hinlegte, quittierte sie dies mit «I tell you something, I do that lap time in a van». In Clarksons S-Type legte sie zunächst eine Zeit von 9 Minuten und 12 Sekunden vor und schlug ihn damit um 47 Sekunden. Ein Jahr später fuhr sie die Runde tatsächlich mit einem Ford-Transit-Van und erzielte eine Zeit von 10 Minuten und 8 Sekunden.

Schmitz hatte über die Jahre weitere Gastauftritte bei der BBC-Sendung. Unter anderem gewann sie einen Top Gear Award in der Kategorie «Best German of the Year». Im März 2015, inmitten der Unsicherheit betreffend der Weiterführung von «Top Gear» nach der Entlassung Jeremy Clarksons, schlug «The Guardian» in einem Kommentar vor, dass Schmitz die neue Moderatorin der Sendung werden solle:

«Sie ist in der Vergangenheit ab und zu bei ‹Top Gear› aufgetreten und hat jedes Mal gezeigt, dass sie genau die richtige Mischung aus Wissen und Ungestüm für den Job besitzt. Ausserdem ist sie sowohl deutsch als auch eine Frau – eine Kombination von Eigenschaften, die der Mehrheit des ‹Top Gear›-Publikums so fremd ist, dass sich die ganze Show wahrscheinlich innerhalb einer Stunde selbst zerstören würde, wenn sie den Job annimmt.»

Und siehe da: Im Februar 2016 wurde sie als Co-Moderatorin von Chris Evans bei der Neuauflage der BBC-Sendung vorgestellt. Ihr und Evans zur Seite standen US-Schauspieler Matt LeBlanc, der ehemalige Formel-1-Teambesitzer Eddie Jordan und die beiden Motorjournalisten Rory Reid und Chris Harris.

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