International
Belarus

Inhaftierte belarussische Oppositionelle Kolesnikowa auf Intensivstation

Inhaftierte belarussische Oppositionelle Maria Kolesnikowa auf Intensivstation

30.11.2022, 13:3630.11.2022, 15:26
Mehr «International»
FILE - Maria Kolesnikova, one of Belarus' opposition leaders, gestures during a rally in Minsk, Belarus, on Aug. 30, 2020. Kolesnikova, a prominent member of the Belarusian opposition serving an  ...
Maria Kolesnikowa.Bild: keystone

Die zu einer langen Haftstrafe verurteilte belarussische Oppositionelle Maria Kolesnikowa ist nach Angaben eines anderen inhaftierten Politikers auf der Intensivstation ihres Gefängnisses. «Mascha ist auf der Intensiv, Ursache unbekannt», twitterte Viktor Babariko am Dienstag. Sie sei am Vortag operiert worden, schrieb er, ohne Details zu nennen. «Sie ist gegenwärtig in einem stabilen, ernsten Zustand, bei Besserung.» Offizielle Erklärungen zu dem Ereignis gibt es nicht.

Kolesnikowa gilt zusammen mit Swetlana Tichanowskaja als Galionsfigur der belarussischen Opposition gegen Langzeit-Machthaber Alexander Lukaschenko. Die beiden führten 2020 die landesweiten Proteste gegen die umstrittene Präsidentenwahl an, bei der sich Lukaschenko zum Sieger erklärt hatte. Er liess Polizei und Justiz hart gegen die Demonstranten vorgehen.

Tichanowskaja ging nach Litauen ins Exil, Kolesnikowa wurde dagegen verhaftet und wegen Verschwörung zum Umsturz zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Babariko, der 2020 als aussichtsreicher Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen galt, wurde noch vor der Abstimmung mit diversen Anklagen überzogen und schliesslich im Vorjahr wegen Bestechung, Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu 14 Jahren Haft verurteilt. Die Prozesse gelten als politische Inszenierung. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
NATO-Truppen in der Ukraine? Macron-Vorschlag gewinnt wohl an Zustimmung
Zunächst war die Reaktion auf Macrons Vorschlag für NATO-Truppen in der Ukraine verhalten. Mittlerweile ändert sich die Stimmungslage offenbar.

Der von Emmanuel Macron vorgebrachte Vorschlag, NATO-Truppen in die Ukraine zu entsenden, gewinnt offenbar immer mehr Zustimmung unter den Mitgliedsländern. So wachse die Zustimmung ein umfassenderes NATO-Engagement, einschliesslich der Stationierung von Truppen, in der Ukraine «eindeutig», erklärte Benjamin Haddad, Parlamentsabgeordneter von Macrons Renaissance-Partei und Sprecher für aussenpolitische Themen, gegenüber «Newsweek».

Zur Story