International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05534578 A hotel ship is seen under two bridges at the scene of an accident on the Main-Danube Canal in Erlangen, Bayern, Germany, early 11 September 2016. The hotel ship with Budapest as its destination with around 180 passengers on board collided in the early morning with a bridge. At least two people died in the accident.  EPA/NICOLAS ARMER

Das Flusskreuzfahrtschiff nach der Kollision (11.09.2016). Bild: EPA/DPA

Flusskreuzfahrtschiff in Bayern rammt Brücke – zwei Menschen sterben

11.09.16, 12:35 11.09.16, 14:22


Beim Aufprall ihres Kreuzfahrtschiffes auf eine Eisenbahnbrücke sind im bayerischen Erlangen zwei Crewmitglieder ums Leben gekommen. In einer aufwendigen Bergungsaktion auf dem Main-Donau-Kanal holten Rettungskräfte die Opfer aus dem völlig zerstörten Führerhaus.

«Bei den Toten handelt es sich um zwei 33 und 49 Jahre alte Männer», sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Während der Ältere in Vertretung des Kapitäns der verantwortliche Schiffsführer war, handelt es sich bei dem Jüngeren um einen Matrosen.

Das Schiff hatte erst kurz vor dem Unglück seine Reise von Erlangen in die ungarische Hauptstadt Budapest angetreten. Nach der Kollision mussten etwa 180 Fahrgäste sowie die aus 49 Seeleuten bestehende Besatzung noch mehrere Stunden auf dem Unglücksboot verbringen, bis sie am Morgen an Land gebracht werden konnten.

Rettungskräfte bauten dafür eigens einen Notsteg. Die Passagiere kamen zunächst mit Bussen in ein nahes Gemeindezentrum und wurden von Notfallseelsorgern betreut. Ausser den beiden Todesopfern wurden keine Menschen verletzt.

Führerhaus zerstört

Mehr als 200 Rettungskräfte waren an dem Einsatz beteiligt. Sie fanden einen katastrophalen Anblick vor: Das Führerhaus wurde bei dem Aufprall völlig zerstört, die beiden aus Ungarn stammenden Crewmitglieder waren eingeklemmt und starben in den Trümmern.

Wie es zu dem Unglück kam, blieb zunächst völlig offen. «Zur Unglücksursache kann man momentan noch gar nichts sagen, ob es rein menschliches Versagen oder ein technisches Problem oder eine Kombination von beidem ist», erläuterte ein Polizeisprecher.

Gutachter, die Wasserschutzpolizei sowie die Staatsanwaltschaft seien vor Ort. Die Reederei des unter Schweizer Flagge fahrenden Schiffes war zunächst nicht zu erreichen.

Schiffsverkehr eingestellt

Der Schiffsverkehr auf dem Main-Donau-Kanal wurde bei Erlangen für zunächst unbestimmte Zeit eingestellt. Wann das Schiff abgeschleppt werden sollte, war noch unklar. Die betroffene Eisenbahnbrücke, auf der nur gelegentlich unter der Woche Güterzüge fahren, wurde nach Angaben der Stadt nach einer Prüfung wieder freigegeben.

Bereits im Juni waren an einem Wochenende zwei Passagierschiffe in Bayern havariert. Nahe Bad Abbach stiess ein Flusskreuzfahrtschiff auf der Donau bei starker Strömung gegen einen Brückenpfeiler, in der Nähe des ebenfalls in Niederbayern gelegenen Riedenburg krachte ein Kabinenschiff auf dem Main-Donau-Kanal gegen ein Baugerüst. Die insgesamt knapp 500 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden damals unverletzt in Sicherheit gebracht. (sda/dpa)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

«Alles daran gesetzt, die Reise zu verhindern» – das sagt Küblböcks Familie zum Todesfall

Nachdem die Familie von Daniel Kaiser-Küblböck gestern bereits auf der Website des Sängers eine Abschiedserklärung veröffentlicht hat, folgt heute ein neues Statement. Darin gehen die Angehörigen auf die Umstände des mutmasslichen Suizids des Sängers und Schauspielers ein.

Küblböck war am Sonntagmorgen vor der Küste Kanadas vom Deck des Kreuzfahrtschiffes Aidaluna gesprungen. Am Montagmittag wurde die Suche nach ihm eingestellt.

«Entgegen allen Gerüchten ist Daniel alleine und ohne Begleitung …

Artikel lesen