International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epaselect epa08909605 People and soldiers clean the rubble next to car and buildings damaged in an earthquake in Petrinja, Croatia, 29 December 2020. A 6.4 magnitude earthquake struck around 3km west south west of the town with reports of many injuries and at least one death.  EPA/ANTONIO BAT

Ein zerstörtes Auto in der Stadt Petrinja. Bild: keystone

Schweres Erdbeben in Kroatien: Kleinstädte in Trümmern, Kind getötet



Ein schweres Erdbeben hat am Dienstag in den Mittagsstunden Kroatien getroffen. Die Zentren der Kleinstädte Sisak und Petrinja südöstlich von Zagreb lagen in Trümmern, wie kroatische Medien berichteten. In Petrinja erschlug herabfallendes Gebälk ein zwölfjähriges Mädchen. Seismologen gaben die Stärke mit 6,4 an.

Das Epizentrum des zweiten Bebens in Kroatien innerhalb 30 Stunden lag 45 Kilometer südöstlich von Zagreb. In Petrinja berichtete ein Reporter der Tageszeitung «Jutarnji List» von dramatischen Szenen. Sirenen von Feuerwehr- und Ambulanzwagen hallten durch die Stadt, bald zeigte sich ein Bild der Verwüstung. Aus Angst vor weiteren Erdstössen zogen sich Bewohner in den kleinen Stadtpark zurück. Rettungsmannschaften suchten unter Trümmern nach Verschütteten.

Jede Hilfe zu spät kam für ein kleines Mädchen – herabfallende Trümmer hatten es erschlagen. Bürgermeister Darinko Dumbovic bestätigte den Tod des Kindes: «Es ist schrecklich, es gibt Opfer, es gibt Verletzte. Wir sahen, wie ein Kind auf dem Hauptplatz starb», sagte er dem Nachrichtenportal «24sata.hr». 20 Bewohner der Stadt wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Eingestürzte Gebäude

Auch die nahe Kreishauptstadt Sisak war schwer betroffen. Der Sitz der Stadtverwaltung sei zur Hälfte eingestürzt, sagte Bürgermeisterin Kristina Ikic-Banicek dem kroatischen Fernsehen HRT. Die Gemeindebediensteten konnten sich jedoch alle in Sicherheit bringen, fügte sie hinzu. In ihrer Stadt habe es einige Leichtverletzte gegeben, die ärztlich versorgt wurden.

Petrinja liegt rund 50 km südlich von Zagreb:

In der Hauptstadt Zagreb gab es beträchtliche Sachschäden. Das Beben war in ganz Kroatien, aber auch in Österreich, Ungarn, Italien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, sogar in Tschechien und der Slowakei zu spüren.

Slowenien schaltete wegen des Bebens das Atomkraftwerk Krsko ab, meldete die slowenische Nachrichtenagentur STA. Es liegt unmittelbar an der Grenze zu Kroatien. Eine Abschaltung sei in solchen Situationen ein Standardvorgang, hiess es.

Es war das zweite Beben in Folge innerhalb von 30 Stunden. Am Montag waren im selben Gebiet Erdstösse der Stärke 5,2 und 5,0 verzeichnet worden. Erst im März hatte ein Erdbeben der Stärke 5,4 in Zagreb grosse Schäden angerichtet. Eine Jugendliche war gestorben, mehr als zwei Dutzend Menschen waren verletzt worden.

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Balkanregion immer wieder Erdbebenkatastrophen erlebt. Im Juli 1963 zerstörte ein Beben das Zentrum von Skopje, der Hauptstadt der damaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien und des heutigen Nordmazedoniens. Mehr als 1000 Menschen starben. Im Oktober 1969 verwüstete ein Erdbeben die nordbosnische Stadt Banja Luka, nur 100 Kilometer vom Epizentrum des jüngsten Bebens in Kroatien entfernt: 15 Menschen starben. Im März 1977 suchte ein Beben der Stärke 7,5 die rumänische Hauptstadt Bukarest heim – es gab 1600 Todesopfer. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Starkes Erdbeben erschüttert Japan – drei Tote

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Die Moderna-Zulassung ist erst der Anfang – diese Impfstoffe stehen in den Startlöchern

Swissmedic hat den Moderna-Impfstoff zugelassen. Damit stehen der Schweiz nun zwei Vakzine zur Verfügung. Doch es gibt noch viel mehr Kandidaten – nicht nur von westlichen Herstellern.

Und dann gab Swissmedic grünes Licht: Der Impfstoff des US-Herstellers Moderna wurde für die breite Nutzung in der Schweiz freigegeben. Wenige Tage nachdem die EU selbiges tat.

Die Zulassung dürfte vielerorts für Erleichterung sorgen. Die Schweiz, aber auch so ziemlich jedes andere Land in Europa, wurde in den letzten Wochen scharf dafür kritisiert, den Impfstart angeblich verschlafen zu haben.

Ein Grund für die Kritik war das schlichte Nichtvorhandensein von Impfstoffen. Quer durch den …

Artikel lesen
Link zum Artikel