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SHOREHAM, ENGLAND - AUGUST 23:  A woman lays flowers near the site where a Hawker Hunter fighter jet crashed on August 23, 2015 in Shoreham, England. The aircraft came down while performing at the Shoreham Airshow yesterday, killing at least seven people. The pilot is said to be in a critical condition in hospital.  (Photo by Dan Kitwood/Getty Images)

Eine Frau legt Blumen nahe der Unfallstelle in Shoreham, Südengland nieder. Bild: Getty Images Europe

Tödlicher Hunter-Absturz in England: Ein Kran soll den Kampfjet bergen 

Das ausgebrannte Wrack des in Südengland abgestürzten historischen Kampfjets soll am Montag mit einem Kran angehoben werden. Nach Angaben eines Polizeisprechers ist nicht ausgeschlossen, dass dabei weitere Todesopfer entdeckt werden.



Am Sonntagabend ging die Polizei von elf Toten aus, machte aber noch keine endgültigen Angaben. Experten verschiedener Polizeieinheiten und der Feuerwehr arbeiten zusammen an der Bergung auf einer Strasse nahe Brighton.

Das Militärflugzeug vom Typ Hawker Hunter war am Samstag während einer Flugshow abgestürzt und auf eine vielbefahrene Strasse gekracht, wo es Autos unter sich begrub. Die schwer beschädigte Strasse und das umliegende Gelände bleiben vorerst als Gefahrenzone gesperrt, da sich nach Angaben der Polizei noch Treibstoff im Flugzeugwrack befindet.

Der Pilot, der aus den brennenden Trümmern gerettet worden war, liegt im Spital, sein Zustand ist einem Polizeisprecher zufolge weiterhin kritisch. Nach Informationen der Nachrichtenagentur PA ist er ein 51 Jahre alter, erfahrener Kunstflieger, der regelmässig an Flugschauen teilnimmt. Er hat war bei der britischen Luftwaffe und hat mehr als 12'000 Flugstunden Erfahrung.

Tausende hatten das Schaufliegen im Rahmen der Shoreham Airshow sehen wollen – schockierte Augenzeugen beschrieben einen gewaltigen Feuerball und herumfliegende Trümmer.

Zukunft der Show in Frage gestellt

Experten für zivile Flugzeugunglücke suchen seit Samstag in den Trümmern nach Hinweisen auf die Unfallursache. Die Strasse A27 sollte deshalb noch bis mindestens Montagmorgen gesperrt bleiben.

epa04893630 A 1950s Hawker Hunter fighter jet at the Shoreham Air Show, in Sussex, Britain, 22 August 2015, before it crashed. The 1950s Hawker Hunter crashed into several cars on a nearby road exploding in a huge fireball. Although the pilot was pulled alive from the wreckage, seven others have been confirmed dead.  EPA/PAUL JARRETT best quality available mandatory credit PAUL JARRETT  EDITORIAL USE ONLY/NO SALES  EDITORIAL USE ONLY/NO SALES HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Der Unglücksjet vor dem Absturz Bild: PAUL JARRETT/EPA/KEYSTONE

Premierminister David Cameron sprach den Angehörigen der Toten sein Beileid aus. Aus Respekt wurde die Shoreham Airshow am Sonntag nicht fortgesetzt, wie der Veranstalter, die Royal Air Forces Association, mitteilte. Es sei aber noch zu früh, um über die Zukunft der Airshow zu spekulieren, sagte der Generalsekretär der Organisation, die unter anderem Familien von Luftwaffen-Angehörigen unterstützt.

Im Herbst 2007 war bei der Show in Shoreham ein Stuntman gestorben, der mit einem Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg abgestürzt war. Erst Anfang des Monats war ein ehemaliger Pilot der Luftwaffe bei einer anderen Airshow in England abgestürzt und ums Leben gekommen. 

Schlechte Bilanz in der Schweizer Luftwaffe

Auch in der Schweizer Luftwaffe wurde der Hunter von 1958 bis 1994 eingesetzt. Er galt als sehr anfällig: 160 Maschinen dieses Typ wurden beschafft, deren 28 gingen bei Unfällen verloren. 15 Piloten erlitten den Tod. In der Truppe wurden sie aufgrund dieser schlechten Unfallbilanz zynisch «fliegende Särge» genannt. 

Zum letzen Mal hebt am 16. Dezember 1994 eine Hawker Hunter Maschine der Schweizer Luftwaffe bei einer Vorfuehrung einer Neunerstaffel der Partrouille Suisse auf dem Militaerflugplatz von Duebendorf, Schweiz, ab. Die Hunter werden neu durch F-5E Tiger II Kampfllugzeuge ersetzt. (KEYSTONE/Str)

Letzter Start einer Hawker Hunter der Schweizer Luftwaffe am 16. Dezember 1994 in Dübendorf. Bild: KEYSTONE

(dwi/kri/sda/dpa)

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