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epa05140255 A worker of the Guatemalan Ministry of Health fumigates a street as part of efforts to prevent the spread of Zika virus in the country, in Guatemala City, Guatemala, 02 February 2016.  EPA/Esteban Biba

Ein Beamter versucht einen Baum vom Virus zu befreien.
Bild: EPA/EFE

Nicht nur Mückenstiche: Das Zika-Virus kann auch durch Sex übertragen werden



US-Behörden haben erstmals eine durch ungeschützten Sex erfolgte Infektion mit dem Zika-Virus gemeldet. Die infizierte Person habe Sex mit jemandem gehabt, der nach Venezuela gereist sei, sich aber selbst nicht in dem südamerikanischen Land aufgehalten. Das Gesundheitsamt des Bundesstaates Texas zeigte sich zunächst etwas zurückhaltender. Eine sexuelle Übertragung sei in diesem Fall wahrscheinlich, hiess es in einer Erklärung.

«Jetzt wissen wir, dass das Zika-Virus durch Sex übertragen werden kann», sagte Zachary Thompson, Direktor der texanischen Gesundheitsbehörde. Das Land oder Geschlecht der Betroffenen nannte Thompson nicht. In der medizinischen Forschung ist bisher weltweit nur ein Fall bekannt, bei dem das Virus von Mensch zu Mensch übertragen worden sein könnte.

Neue Fälle von Schädelfehlbildungen in Brasilien

Die Zahl bestätigter Schädelfehlbildungen bei Babys ist in Brasilien innerhalb einer Woche deutlich angestiegen. Sie stieg von 270 auf 404. In 17 Fällen ist nachgewiesen, dass sich Schwangere zuvor mit dem Zika-Virus infiziert hatten. Zuvor waren es sechs Fälle. Zudem werden derzeit noch 3670 Fälle mit einem Verdacht auf Schädelfehlbildungen (Mikrozephalie) untersucht, wie das Gesundheitsministerium am Dienstagabend mitteilte. 76 (Vorwoche: 68) Babys seien daran bereits gestorben. (kad/sda/dpa)

In Texas waren zuvor mehrere Zika-Fälle festgestellt worden, bei denen sich die Erkrankten auf Auslandsreisen infiziert hatten. Eine Übertragung über Mücken ist den Behörden zufolge in der Region um Dallas nicht bekannt.

Im Sperma nachgewiesen

Die US-Seuchenschutzbehörde CDC geht zwei weiteren Zika-Fällen nach, die mit Sexualkontakten zu tun haben könnten. In einem Fall wurde das Virus laut der Zeitung «New York Times» von einem US-Forscher, der sich in Afrika aufgehalten hatte, auf seine Frau übertragen. In einem anderen Fall wurde das Virus im Sperma eines Mannes nachgewiesen, während es im Rest des Körpers nicht nachweisbar war.

Am Montag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Das von Stechmücken übertragene Virus steht im Verdacht, durch eine Infektion von Schwangeren bei Neugeborenen Schädelfehlbildungen zu verursachen.

Ein WHO-Sprecher sagte am Dienstag in Genf, eines der Hauptprobleme beim Zika-Virus sei das Fehlen eines zuverlässigen Tests. «Wir wissen nicht, wann ein Mensch infiziert ist.»

Inzwischen weisen Mediziner auch darauf hin, dass das Zika-Virus auch das Guillain-Barré-Syndrom – eine Nervenkrankheit – auslösen kann. Vor allem Kolumbien, das mehr als 20'000 Zika-Fälle gemeldet hat, scheint davon betroffen. Die Zahl der Kranken mit Guillain-Barré-Syndrom sei «explosionsartig» angestiegen, sagte Gesundheitsminister Alejandro Gaviria. Derzeit kommen demnach auf 1000 Zika-Fälle 2,3 Patienten mit dem Syndrom, das zu Lähmungserscheinungen führen kann. (kad/jas/sda/dpa/reu/afp)

So bekämpft Südamerika das Zika-Virus

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So bekämpft Südamerika das Zika-Virus
quelle: epa/efe / miguel gutierrez
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