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Polizei erschiesst 8-Jährige in Favela in Rio – jetzt reicht's den Anwohnern



epa07862104 Residents of the Alemas favela complex protest, a day after the killing of eight year old Agatha Felix during a police operation in a favela in Rio de Janeiro, Brazil, 22 September 2019.  EPA/Antonio Lacerda

Trauermarsch nach dem Tod des Mädchens in Rio de Janeiro. Bild: EPA

Als Reaktion auf den dramatischen Tod eines Kindes haben hunderte Menschen in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro am Sonntag gegen Polizeigewalt protestiert. Das Mädchen war von einem Militärpolizisten erschossen worden.

Die Achtjährige war mit ihrer Mutter mit einem Kleintransporter in einem Armenviertel unterwegs, als ein Militärpolizist das Kind versehentlich von hinten in den Rücken schoss, wie brasilianische Medien berichten.

Nach Polizeiangaben ereignete sich das Unglück am Freitagabend während einer Auseinandersetzung mit Kriminellen. Der Beamte habe auf einen Angriff reagiert und dabei das Mädchen getroffen. Augenzeugen sagten dagegen, der Polizist habe auf einen vorbeifahrenden Motorradfahrer gezielt.

epa07862505 Neighbors, relatives and friends carry Agatha Felix's coffin during her burial in Rio de Janeiro, Brazil, 22 September 2019.The eight-year-old girl was inside a vehicle in the Alemao Complex, a group of favelas in the northern part of Rio, and was returning home Friday night when she was shot in the back by a stray bullet during a police operation.  EPA/Antonio Lacerda

Grosse Trauer bei der Beisetzung des Mädchens. Bild: EPA

Die Achtjährige wurde am Sonntag in Rio beigesetzt. Der Fall wird von den Behörden untersucht. Die Militärpolizisten, die an dem Einsatz am Freitag beteiligt waren, sollten am Montag von Ermittlern vernommen werden.

Den Berichten zufolge ist das Mädchen bereits das fünfte Kind, das in diesem Jahr in Rio als Folge von Polizeigewalt starb. Im Zeitraum von Januar bis August sind demnach bereits 1249 Menschen in der Metropole bei ähnlichen Polizeieinsätzen ums Leben gekommen.

Kritiker machen Rios Gouverneur Wilson Witzel für die Polizeigewalt verantwortlich, weil er mit harter Hand gegen die Kriminalität in den Armenvierteln vorgeht. (sda/dpa)

Die Ästhetik des Elends

Rio ist quasi pleite. Drogengangs machen sich dies zu nutze

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Victor Paulsen 23.09.2019 15:45
    Highlight Highlight Sowas darf nicht mehr passieren
    • Peter Li 23.09.2019 17:02
      Highlight Highlight In Brasilien ist das leider nur ein Wunsch. In unserem Viertel, einem wirklich ruhigen Vorort in Brasilia DF gab es einmal eine Schiesserei zwischen einem Drogendealer (14 Jahre alt) und der Militärpolizei. 94 Schüsse wurden abgegeben, 6 vom Dealer Kaliber .38 und der ganze Rest von der Polizei im Kaliber .40. Fazit: Der Dealer hatte einen Streifschuss am Bein, der Rest ging alles in die Botanik oder eben in die Nachbarschaft. Ein Wunder gab es da keine Kollateralschäden. Mein Haus hat auch schon 4 Löcher im Kaliber .40 innert 6 Jahren abbekommen. Anm. Militärpolizei ist keine Sondereinheit.
  • Ganesh LXIX 23.09.2019 14:22
    Highlight Highlight Das geht schon Jahrzehnte so, in allen Grossstädten Brasilien's das gleiche Gemetzel, egal ob Banditen oder Sondereinsatzkräte, alle haben den Finger sehr locker am Abzug, kein grosses Wunder trifft es immer wieder mal Unbeteiligte. Die normale Bevölkerung hätte echt was besseres verdient, so viele tolle Menschen trotz all der Unabwägbarkeiten.
  • Peter Li 23.09.2019 13:14
    Highlight Highlight Die Spezialeinheit BOPE ist die Einzige auf der Welt, welche quasi jedes Mal wenn sie ausrückt in ein Feuergefecht verwickelt wird mit den Drogendealern in den Favelas von Rio. Diese Polizisten gehören zu den härtesten der Welt und jeden Tag machen sie in Sekundenbruchteilen Entscheidungen welche über Leben und Tod entscheiden, über eigenes und das anderer. Da können auch tragische Fehler passieren, wie hier beschrieben. Aber aufhören und zuschauen ist keine Option. (Alle selber gesehen, die Tante meiner Frau und ihr Mann waren beide bei der Sondereinheit, Helikopterpilot und Scharfschützin)
    • Bits_and_More 23.09.2019 13:48
      Highlight Highlight Oder wir müssen grundlegend den "War on Drugs" überdenken...
      Die heutige "Strategie" scheint ja nicht wirklich zu funktionieren
    • Peter Li 23.09.2019 14:06
      Highlight Highlight @Bits_and_More: Das ist absolut korrekt. Heute haben die Dealer das Verkaufsmonopol, welches hart umkämpft ist. Wenn man dieses Monopol umstossen würde, dann wäre auch deren Reichtum und die Macht nicht mehr gegeben.
      Nur ein Denkanstoss: Drogen auf Rezept in der Apotheke zum Selbstkostenpreis für Abhängige, danach Entzug. Leider gibt es auch spottbilige und brandgefährliche Drogen, aber mit denen werden auch die Dealer nicht reich.
    • nine 23.09.2019 14:46
      Highlight Highlight Ich schliesse mich hier gerne Bits_and_More an, es müssen dringend die "War on Drugs" gestoppt werden. Das diese seit Jahrzehnten nichts bringen, ist offensichtlich.
      Des Weiteren baut Fascho Bolsonaro die Kämpfe eher aus, in dem er auch noch Waffen legalisiert. Unglaublich..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter Li 23.09.2019 13:04
    Highlight Highlight Das ist zwar sehr traurig, aber wieviele derjenigen die jetzt gegen die Polizei protestieren, schauen weg wenn Überfälle, Drogendeals etc. passieren und haben dann nichts zu sagen, wenn es darum geht der Polizei zu helfen die Banditen zu fassen? Wieviele Eltern lassen ihre Kinder gewähren und verteidigen sie sogar, obwohl sie bereits im Schulalter im Drogenhandel tätig sind? Die Dealer haben das Leben der Leute in den Favelas komplett im Griff. 2011 waren die Favelas befriedet und die Drogenbosse vertrieben, danach hat man es wieder schleifen lassen und jetzt ist es schlimmer als zuvor.
  • Auric 23.09.2019 12:17
    Highlight Highlight Sowas nennt man Kolateralschaden, bei bestätigen 700! Feuergefechten im Jahr ist dass das traurige Resultat.

    Nur in Rio sind letztes Jahr 95 Polizisten erschossen worden.
    • Peter Li 23.09.2019 13:59
      Highlight Highlight Es gibt eine App die heisst Fogo Cruzado und zeigt in Echtzeit Schiessereien in Rio an, inklusive Statistik. Diese ist seit 1. Januar 2019 bis heute 6851 Schiessereien, 1794 Tote, davon 59 Polizisten und 1235 Verletzte, bei 1795 Ereignissen war die Polizei vor Ort. Die App ist verlässlich und viele Bewohner von Rio benutzen sie live um einen "sicheren" Arbeitsweg zu wählen, tagtäglich.
    • Auric 23.09.2019 15:44
      Highlight Highlight Wird Zeit dass die Regierung weg kommt, das ist ja nicht zum anschauen

      Ironie off
    • öpfeli 23.09.2019 19:27
      Highlight Highlight Peter Li
      Weisst du, wie das möglich ist? Können z.B Zeugen einer Schiesserei die Infos in der App posten?
    Weitere Antworten anzeigen

Zahl der Toten bei Christchurch-Anschlag steigt auf 50 – Welle der Solidarität

Bei einem Anschlag auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind am Freitag mindestens 50 Menschen getötet worden.

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