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epa07973919 Leaders of Brazilian indigenous communities (L-R) Nara Bare, Celia Xacriaba and Kreta Kaingang pose with protest banners and a portrait of Paulo Paulino Guajajara in front of the European Commission headquarter in Brussels, Belgium, 05 November 2019. Paulo Paulino Guajajara was a member of the Guardians of the Forest group, who, according to authorities, was killed in an ambush by illegal loggers in Brazil's Amazon forest on 01 November 2019. Leaders of Brazilian indigenous communities on the day plan to demonstrate outside the Berlaymont building in Brussels, in face paint and headdresses, with a giant flaming tree trunk asking the EU to stop driving deforestation.  EPA/OLIVIER HOSLET

Proteste in Brüssel gegen die Ermordung indigener Stammesanführer in Brasilien. Bild: EPA

Erneut indigener Anführer in Amazonien erschossen



Im brasilianischen Amazonas-Gebiet ist ein weiterer indigener Anführer ermordet worden. In den vergangenen fünf Monaten seien fünf indigene Führer vom Stamme der Guajajara getötet worden, teilte die Grünen-Europaabgeordnete Anna Cavazzini am Donnerstag mit.

Die Indigenen-Behörde Funai hatte den Tod von Zezico Rodrigues Guajajara aus dem Indigenen-Gebiet Araribóia im nördlichen Bundesstaat Maranhão bestätigt. Seine Leiche wurde nach Medienberichten in einem Zugang zu einem Dorf mit Einschusswunden gefunden. Der Mord an Zezico ist der jüngste in einer Welle von Gewalt gegen die Indigenen im Maranhão.

Im November war dabei der Anführer Paulo Paulino Guajajara getötet worden. Er war Mitglied der «Guardiões da Floresta» (Hüter des Waldes), einer Gruppe der Urbevölkerung, die sich selbst organisiert haben, um ihr Gebiet vor Eindringlingen wie illegalen Holzfällern zu schützen.

Nach seinem Tod war Zezico zu einer der wichtigsten Stimmen geworden, der die Bedrohungen und Angriffe der Holzfäller anklagte. Sein Dorf war zu einem der Hauptziele für Brandrodung geworden. Dem Portal «UOL» zufolge war die Funai aber auch im Januar informiert worden, dass andere Indigene Zezico bedroht hätten. Über einen Grund für die Bedrohungen wurde nichts bekannt.

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, keine Gebiete der Ureinwohner mehr auszuweisen, bestehende Gebiete zu reduzieren und für die wirtschaftliche Nutzung freizugeben.

Indigene klagen, dass sein Diskurs über die Ausbeutung der Reichtümer Amazoniens Holzfäller, Goldsucher und andere Invasoren ermutigt, in ihre Gebiete einzudringen, den Regenwald dort abzuholzen oder brandzuroden. Die Eindringlinge gehen davon aus, dass sie ungestraft davonkommen oder ihnen die Gebiete nachträglich zugeschrieben werden. (sda/dpa)

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