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Früherer Aussenminister Boris Johnson will Tory-Parteichef werden



Gegen EU, Thatcher und Ordnung im Haarschopf: der frühere britische Aussenminister Boris Johnson will Parteichef der Konservativen werden und damit auch Kandidat für den Posten des Premierministers (in einer Aufnahme vom Oktober 2018).

Boris Johnson Bild: AP PA

Nach langem Schweigen hat der frühere britische Aussenminister Boris Johnson bekräftigt, dass er Theresa May als Chefin der Konservativen Partei ablösen will. Am Rande einer Rede in Manchester sagte Johnson am Donnerstag: «Natürlich werde ich mich bewerben.»

In der Partei ist es üblich, dass der Parteichef immer auch Anspruch auf den Posten des Premierministers hat, sofern die Konservativen wie momentan die Regierung stellen.

Die wegen der chaotischen Brexit-Politik von allen Seiten attackierte May hat ihren Rückzug für den Fall in Aussicht gestellt, dass das Parlament sie mit dem zwischen ihrer Regierung und der EU vereinbarten Austrittsabkommen verabschiedet. Mit entsprechenden Abstimmungen ist sie bislang dreimal gescheitert. Die Frist für den geplanten EU-Austritt wurde daher bis zum 31. Oktober verlängert.

Ausser Johnson haben auch andere Politiker der Konservativen Partei ihr Interesse am höchsten Parteiamt bekundet. May musste am Donnerstag vor der Führung des einflussreichen 1922-Komitees von konservativen Abgeordneten antreten. Diese verlangen von May einen klaren Zeitplan für ihren Rücktritt. (aeg/sda/dpa/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Baron Minshew 16.05.2019 22:32
    Highlight Highlight Ehm, eifach nei. Imfau...
    Aber locker lässt er nicht. Ähnlich wie sein Vorbild Churchill. Der hat jedoch 10 Jahre als Hinterbänkler Dreck gefressen und hart gearbeitet
    • Hans Jürg 17.05.2019 08:56
      Highlight Highlight Aber das ist eben der Unterschied. Churchill hat hart gearbeitet. Ich glauben nicht, dass Johnson überhaupt je gearbeitet hat.
  • Hans Jürg 16.05.2019 18:43
    Highlight Highlight Das wäre dann das Ende der Tories, wenn er tatsächlich Boss von denen würde. Toi toi toi.

«Wollte ihm in den Arsch treten» – Churchills Enkel rechnet mit Boris Johnson und Co. ab

Sir Nicholas Soames ist ein in der Wolle gefärbter Konservativer. Doch weil er sich gegen Boris Johnons No-Deal-Brexit stellte, warfen ihn die Tories aus der Partei. Nun findet der Enkel des legendären Kriegspremiers Winston Churchill deutliche Worte.

Der 71-Jährige galt als graue Eminenz der Konservativen Partei: Seit 37 Jahren vertrat Nicholas Soames die Tories im britischen Unterhaus. Er hat die Eliteschule Eton absolviert, diente in der Armee und war in den neunziger Jahren Staatssekretär im Verteidigungsministerium.

Doch weil er und 20 andere Tory-Abgeordnete am vergangenen Dienstag gemeinsam mit der Opposition für ein Gesetz gestimmt hatten, das Premierminister Boris Johnson einen No-Deal-Brexit verbietet, entzog ihm die Parteileitung …

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