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Eine Million Exemplare: Sonderausgabe von «Charlie Hebdo» zum Jahrestag des Anschlags



Ein Jahr nach dem islamistischen Anschlag auf «Charlie Hebdo» will die französische Satire-Zeitung eine Sonderausgabe mit einer Auflage von knapp einer Million Exemplaren herausbringen. Die Doppelausgabe, die 32 statt der üblichen 16 Seiten umfasse, soll am 6. Januar erscheinen.

ZUM 1. JAHRESTAG DER ANSCHLAEGE AUF DIE REDAKTION DER SATIREZEITSCHRIFT CHARLIE HEBDO AM DONNERSTAG, 7. JANUAR 2016, SOWIE DER ERMORDUNG EINER POLIZISTIN UND DEM UEBERFALL AUF DEN SUPERMARKT HYPERCACHE AM FREITAG, 8. JANUAR 2016, IN PARIS, FRANKREICH, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - epa04557691 A handout image released on 12 January 2015 in Paris by French newspaper Charlie Hebdo shows the frontpage of the upcoming 'survivors' edition of the French satirical weekly with a cartoon of the Prophet Mohammed holding up a 'Je suis Charlie' ('I am Charlie') sign under the words: 'Tout est pardonne' ('All is forgiven'). The frontpage was released to media ahead of the newspaper's publication on 14 January 2015. The country is still reeling after three men were killed by police on 08 Januray 2015 in two separate raids that ended days of terror in France. One operation targeted two brothers - Cherif and Said Kouachi, 32 and 34 years old - believed to be responsible for a 07 January 2015 shooting at Charlie Hebdo satirical magazine that killed 12 people. (KEYSTONE/EPA/CHARLIE HEBDO)

Bild: EPA CHARLIE HEBDO

Dies verlautete am Mittwoch aus der Redaktion in Paris. Die Sonderausgabe kommt damit einen Tag vor dem Jahrestag des Attentats auf den Markt, bei dem zwölf Mitarbeiter von «Charlie Hebdo» getötet worden waren.

Die übliche in Zeitungsläden verkaufte Auflage der wöchentlich erscheinenden Satire-Zeitung liegt derzeit bei etwa 100'000 Stück, davon werden etwa 10'000 ins Ausland geliefert. Zusätzlich hat «Charlie Hebdo» 183'000 Abonnenten.

Die Ausgabe soll Zeichnungen der getöteten «Charlie Hebdo»-Zeichner Charb, Honoré, Cabu, Wolinski und Tignous enthalten, aber auch Karikaturen der gegenwärtigen Zeichner sowie Unterstützungsbotschaften bekannter Persönlichkeiten.

Eine Woche nach dem Anschlag vom 7. Januar 2015 hatte «Charlie Hebdo» als Zeichen der Standhaftigkeit eine «Ausgabe der Überlebenden» veröffentlicht, von der in Frankreich und im Rest der Welt insgesamt 7,5 Millionen Exemplare verkauft wurden.

Die Zeitung, die auch wegen ihrer Mohammed-Karikaturen ins Visier der Islamisten geraten war, wählte damals eine Zeichnung für die Titelseite, die den islamischen Propheten mit einem Plakat mit der Solidaritätsbekundung «Je suis Charlie» (Ich bin Charlie) zeigt. Über der Zeichnung des weinenden, weiss gekleideten Mohammed, stand die Zeile «Alles ist vergeben». (jas/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 31.12.2015 10:05
    Highlight Highlight Freiheit verteidigen! Nicht nur auf Sonntagsreden!
    Nach vorne hin verteidigt der Westen seine Freiheit, hintenrum aber wird das Zeigen von Karikaturen eingeschränkt oder gar verboten. Ist das die Freiheit, die vor einem Jahr Millionen von Menschen in Paris mit einem Marsch verteidigten?
    Wen "provozieren" denn diese Karikaturen? Die 95% friedliebende Muslime die laut Politik angeblich gut integriert sind?
    Wer solche Karikaturen nicht aushalten kann, ist nicht integriert in die Werteordung Europas!

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