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Unheimliche Bilder und Videos aus der Geisterstadt Wuhan



Die Zahl der Krankheitsfälle durch das neuartige Coronavirus in China ist inzwischen höher als seinerzeit bei der Sars-Epidemie. Laut neuen Zahlen der chinesischen Regierung vom Mittwoch stieg die Zahl der durch den Coronavirus infizierten Personen auf knapp 6000. Das waren mehr als 1400 bestätigte neue Fälle seit Dienstag. Durch den Sars-Virus waren in den Jahren 2002 und 2003 in Festlandchina laut der offiziellen Bilanz 5327 Menschen erkrankt.

Als Ursprungsort der Epidemie gilt ein Fischmarkt in Wuhan. In der chinesischen Metropole ist seither nichts mehr, wie es war.

Das Drohnenvideo

Die Nachrichtenagentur AFP veröffentlichte diese Bilder aus der Millionen-Metropole Wuhan. Eine Drohne überflog die beinahe menschenleeren Strassen. Der erste Eindruck: Wuhan gleicht einer Geisterstadt. Kein Auto fährt, kaum Menschen sind zu sehen – und das trotz aller Hochhäuser, die dort zu sehen sind.

Die singenden Menschen

Auf einem anderen Video ist zu hören, wie offenbar hunderte Menschen aus den Hochhäusern einander zurufen und singen. Die Menschen sind seit Tagen in ihren Häusern «gefangen». Durch das Singen und Zurufen machen sie einander Mut und sorgen für etwas Nähe.

Diese Bilder sind das Ergebnis drastischer Massnahmen, die China in den vergangenen Tagen ergreifen musste: In der Provinz Hubei wurden 45 Millionen Menschen in mehr als einem Dutzend Städten weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet. Flüge sowie Fern- und Nahverkehr wurden gestoppt. Auch andere Regionen haben den Überlandverkehr von Bussen und einige Zugverbindungen gestrichen. Die Regierung verlängerte zudem die Ferien über das laufende Neujahrsfest hinaus.

Leere Strassen

Aus der Millionen-Metropole Wuhan ist eine Geisterstadt geworden. Die Menschen wagen sich kaum mehr aus den Häusern. Ohne Maske sowieso nicht.

People wearing face masks walk down a deserted street in Wuhan in central China's Hubei Province, Tuesday, Jan. 28, 2020. China's death toll from a new viral disease that is causing a  global concern rose by 25 to at least 106 on Tuesday as the United States and other governments prepared to fly their citizens out of the locked-down city at center of the outbreak. (AP Photo/Arek Rataj)

Bild: AP

Apokalyptische Stimmung

Der britische Journalist und China-Korrespondent Stephen McDonell wagte sich bereits am Sonntag nach Wuhan. Das trübe Licht, der grau verhangene Himmel, die maskierten Menschen in ihren Schutzanzügen – das alles erweckt den Eindruck einer bevorstehenden Apokalypse.

Die grosse Flucht

Die Europäische Union will Hunderte von EU-Bürgern aus China herausholen. Die erste Maschine soll nach Angaben der EU-Kommission am Mittwochmorgen in Frankreich starten und etwa 250 Franzosen nach Hause fliegen. Das zweite Flugzeug solle im Laufe der Woche folgen und mehr als 100 Europäer aus anderen EU-Ländern heimbringen.

Japan und die USA flogen am Mittwoch Bürger ihrer Länder aus der Millionenmetropole Wuhan in der Provinz Hubei aus. In der Stadt war das Virus erstmals bei Menschen festgestellt worden. Eine aus Wuhan kommende Maschine mit rund 200 Japanern an Bord landete am Morgen am Flughafen von Tokio, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

epa08174201 Tokyo quarantine officers wearing full protective gear prepare near a charted flight, believed to be carrying Japanese nationals repatriated from Wuhan, at Haneda airport in Tokyo, Japan, 29 January 2020. Some 200 Japanese nationals were repatriated following the coronavirus outbreak in Wuhan, central China.  EPA/KIMIMASA MAYAMA BEST QUALITY AVAILABLE

Spezialisten in Schutzanzügen warten auf dem Flughafen Tokyo auf die rund 200 Passagiere aus Wuhan. Bild: EPA

Zuvor hatte das japanische Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass in dem Flugzeug mitreisendes Gesundheitspersonal medizinische Checks bei den Passagieren vornehmen würde. Es gebe jedoch keine Pläne, die Reisenden nach ihrer Ankunft in Quarantäne zu nehmen.

Ein Flugzeug mit US-Bürgern an Bord hob am Mittwoch aus Wuhan ab, wie das Aussenministerium in Washington mitteilte. Nach Angaben des Verkehrsministeriums des US-Bundesstaats Alaska, wo die Maschine einen Tankstopp einlegen sollte, waren 240 Bürger an Bord. Australien will ebenfalls seine Bürger aus der chinesischen Region Wuhan ausfliegen

Auch in Hongkong geht die Angst um. Dort stehen die Menschen Schlange, um Schutzmasken und Desinfektions-Gel zu kaufen.

(meg/sda)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MartinZH 29.01.2020 12:42
    Highlight Highlight Ich verstehe die Chinesen nicht... 😔 Wenn ich jetzt in Wuhan wäre, dann würde ich jeden Tag ausgedehnte Spaziergänge machen und wandernd die gesamte Stadt erkunden. Es ist für die allgemeine physische Gesundheit sicher vorteilhafter, sich öfters 'mal an der frischen Luft aufzuhalten, als permanent innerhalb des Hauses nur die stickige Luft zu atmen. Frische Luft und Bewegung stärkt zudem nachweislich das Immunsystem. Und so viel frische Luft gab es in Wuhan sicher seit Jahren nicht mehr. Da auch fast der gesamte Verkehr ruht, wären jetzt Routen möglich, die sonst viel zu gefährlich wären.😉👍
    • Pupsi 29.01.2020 13:08
      Highlight Highlight Vielleicht dürfen ja die Leute Ihre Wohnung gar nicht verlassen? Würde mich nicht wundern wenn es Sperrzeiten gibt...
  • R. Klärer 29.01.2020 11:56
    Highlight Highlight Möglicherweise muss man sich mit dem Gedanken anfreunden, dass man zur Beurteilung der Gefährlichkeit des Virus weniger auf die offiziellen Verlautbarungen schaut und mehr auf die ergriffenen Massnahmen. China setzt gegen 50 Millionen Leute unter Quarantäne und fährt praktisch Teile seiner Wirtschaft runter. Die machen sowas wohl nicht zum Spass.
  • Normal 29.01.2020 10:07
    Highlight Highlight Ich verstehe es noch immer nicht. Der Virus ist für gesunde Leutw ja anscheinend total ungefährlich, so wie eine Grippe. Was hindert die gesunden jungen Einwohner von Wuhan daran, normal den Altag fortzuführen? Und wenn die Arbeitgeber geschlossen haben halt "Urlaub" zuhause zu machen?

    Entweder wird der Virus in Europa heruntergespielt, oder in China extrem übertrieben dargestellt.
    • Garp 29.01.2020 15:42
      Highlight Highlight Alte und Kranke kann man getrost sterben lassen? Wie alt diese Älteren sind, darüber wird übrigens nicht gesprochen.
      Es hat sich sogar ein Arzt angesteckt, der erst um die 60 war, war, weil er gestorben ist und der wusste sich zu schützen Coronaviren sind sehr wandlungsfähig, die können jederzeit gefährlicher werden.
      Am häufigsten vom Virus betroffen, sollen 45 - 55 Jährige sein (Las ich auf SRF). Ja das ist schon etwas älter, aber nicht steinalt.
  • maga84 29.01.2020 08:57
    Highlight Highlight Sehe ich das falsch oder ist Panik nicht ganz angebracht?
    Benutzer Bild
    • Der Tom 29.01.2020 11:29
      Highlight Highlight Panikmache weil Chinabashing.
    • Firefly 29.01.2020 13:32
      Highlight Highlight Naja die Grippewelle 17/18 ist zu Ende, das Coronavirus jedoch erst im Begriff sich richtig auszubreiten.
    • maga84 30.01.2020 00:54
      Highlight Highlight Korrekt, aber kannst du dich an eine ähnlich Panik bei einer Grippewelle erinnern? Selbst bei tausenden von Toten gab es keine vergleichbare Panik, als jetzt bei Corona.
    Weitere Antworten anzeigen
  • drüber Nachgedacht 29.01.2020 08:52
    Highlight Highlight Haben wir alle Relationen verloren?

    8'000 Krankheitsfälle 100Tote, 57'000'000 in Quarantäne... In einem Monat.
    Warum um Himmels Willen muss man Ausländer von dort evakuieren.
    In Deutschland sterben auf den Strassen im Monat ca. 280 Personen. Noch nie ist aber jemand auf die Idee gekommen aus Sicherheitsgründen die Ausländer aus Deutschland zu evakuieren...

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Weitere 73 Tote in China ++ Xi Jinping: «Überzeugt, die Epidemie zu besiegen»

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt von Tag zu Tag. Mittlerweile sind über 31'000 Leute mit dem Virus infiziert, rund 630 Leute starben, Tendenz steigend. In China stehen 57 Millionen Menschen unter Quarantäne und es werden weitere Massnahmen getroffen.

Seit die chinesischen Behörden am 31. Dezember 2019 die Welt erstmals über eine neue Lungenkrankheit in der Stadt Wuhan informierten, ist ein bisschen mehr als ein Monat vergangen. Inzwischen hält die Ausbreitung des neuen Erregers (Coronavirus) nicht nur die Volksrepublik in Atem. Die aktuelle Entwicklung im Überblick:

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