International
China

China hält Militärübung nahe Taiwan ab

China hält Militärübung nahe Taiwan ab

14.09.2023, 07:2214.09.2023, 07:22

Als Reaktion auf einen Zwischenstopp des taiwanischen Vizepräsidenten in den USA hat China erneut Militärübungen in der Nähe Taiwans abgehalten. Es handele sich um eine «ernste Warnung» an die «Separatisten» in Taiwan, die mit ausländischen Kräften zusammenarbeiteten, hiess es am Samstag in einer Erklärung des chinesischen Militärs.

Bei den Übungen gehe es um die Koordination von Schiffen und Flugzeugen und deren Fähigkeit, Luft- und Seeräume zu kontrollieren. Ausserdem würden die «tatsächlichen Kampffähigkeiten» der Streitkräfte getestet.

Taiwans Verteidigungsministerium verurteilte die «irrationalen provokativen Aktivitäten» Chinas. Streitkräfte seien zur Verteidigung der Freiheit, Demokratie und Souveränität des Landes entsandt worden.

Trotz Warnungen aus China war Taiwans Vizepräsident William Lai vergangene Woche mit Zwischenstopp in den USA nach Paraguay gereist. Er kehrte am Freitag nach Taiwan zurück.

Die kommunistische Führung in Peking betrachtet das unabhängig regierte Taiwan als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. China versucht, Taiwan international zu isolieren und lehnt offizielle Kontakte anderer Länder mit Taiwan strikt ab. Wie die meisten Länder der Welt unterhalten auch die USA keine Botschaft in Taiwan. Allerdings gibt es eine Vielzahl informeller Kontakte, die Peking ebenfalls verärgern.

Im April reagierte Peking mit Militärübungen, als Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen bei einem Zwischenstopp in den USA den Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, traf. (cst/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Donald Trump macht mal wieder ein Geografie-Durcheinander
US-Präsident Donald Trump hat den Staat Katar am Persischen Golf erneut fälschlicherweise als ein Nachbarland des Irans mit gemeinsamer Grenze bezeichnet.
«Sie können direkt über die Grenze gehen, also sind Sie in einer viel gefährlicheren Position», sagte Trump zu Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian. Von Katar aus könnte er in den Iran «buchstäblich laufen», sagte Trump. Von «jedem anderen Ort» müsse man in den Iran fliegen, nur von Katar aus sei der Fussweg möglich.
Zur Story