DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Skyline der zentralchinesischen Stadt Wuhan, im September letzten Jahres.
Die Skyline der zentralchinesischen Stadt Wuhan, im September letzten Jahres.archivBild: EPA

Mysteriöse Lungenkrankheit in China ausgebrochen – Gerüchte über SARS

01.01.2020, 18:5402.01.2020, 14:14

Eine mysteriöse Lungenkrankheit ist in der zentralchinesischen Metropole Wuhan ausgebrochen. Bislang seien 27 Erkrankte identifiziert worden, berichtete die Gesundheitskommission der Stadt. Gerüchten im Internet, es könnte sich um einen neuen Ausbruch der Lungenseuche SARS handeln, trat die «Volkszeitung» entgegen.

Das Parteiorgan zitierte Experten, dass die Ursache gegenwärtig noch unklar sei. Es könne nicht gefolgert werden, dass es sich um das SARS-Virus handle, schrieb das Blatt. «Andere schwere Lungenentzündungen sind eher wahrscheinlich.»

Infektionen auf Fischmarkt

Wegen der Verbreitung «falscher Informationen» im Internet mit negativen gesellschaftlichen Auswirkungen wurden acht Menschen festgenommen, wie die Polizei von Wuhan am Mittwoch mitteilte. Nach Angaben der Behörden könnten viele der Infektionen mit dem Besuch des Huanan-Fischmarktes von Wuhan in Verbindung gebracht werden. Die Behörden schlossen den Markt, um eine gründliche Reinigung vorzunehmen.

Die Erkrankten seien in Quarantäne untergebracht worden, berichtete die Gesundheitskommission. Sieben Patienten seien in einem ernsten Zustand. Die anderen Fälle seien stabil. Zwei Patienten könnten in naher Zukunft entlassen werden. Die Symptome seien vor allem Fieber. Wenige Patienten hätten Probleme mit der Atmung. Führende Experten seien nach Wuhan gereist, um die Fälle genauer zu untersuchen, berichtete die Gesundheitskommission.

Als virale Lungenentzündung behandelt

Die Fälle werden als virale Lungenentzündung unbekannter Ursache behandelt. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch oder eine Infektion des medizinischen Personals sei noch nicht entdeckt worden, stellte die Behörde fest.

Dennoch weckten die Nachrichten aus Wuhan die Erinnerung an die SARS-Pandemie, die Ende 2002 begann und anfangs vertuscht worden war. Das Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) zählte zu den gefährlichsten Infektionswellen der jüngeren Zeit.

Durch den globalen Reiseverkehr erkrankten nach dem ersten Ausbruch in China weltweit mehr als 8000 Menschen – in rund 30 Ländern und auf sechs Kontinenten. Wahrscheinlich sprang der Erreger in China von Tieren auf den Menschen über und verbreitete sich über Husten und Niesen. Bei jedem zehnten Patienten war das Virus tödlich. Nach offiziellen Angaben starben 774 Menschen an der schweren Atemwegserkrankung.

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die 26 am wenigsten besuchten Länder der Welt

1 / 28
Die 26 am wenigsten besuchten Länder der Welt
quelle: ap/ap / arnulfo franco
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

So lehrt man Patriotismus in China

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Antinatalist
02.01.2020 03:13registriert September 2019
Die Natur tüftelt an einem Antihomotikum.
11313
Melden
Zum Kommentar
avatar
Baba
02.01.2020 08:02registriert Januar 2014
"Wegen der Verbreitung «falscher Informationen» im Internet mit negativen gesellschaftlichen Auswirkungen wurden acht Menschen festgenommen"

Die feuchten Träume eine gewissen 🎃.

Zum Thema: ich hoffe ernsthaft, dass es nicht SARS oder was SARS-ähnliches ist 🤞🏼
434
Melden
Zum Kommentar
5
«Partygate»-Affäre: Ausschuss nimmt offizielle Untersuchung auf

Die sogenannte «Partygate»-Affäre um verbotene Feiern im britischen Regierungssitz während des Corona-Lockdowns werden die britische Politik noch über Monate beschäftigen. Der zuständige Ausschuss, der darüber befinden soll, ob Premierminister Boris Johnson das Parlament belogen hat, nahm am Mittwoch offiziell seine Arbeit auf, wie die Nachrichtenagentur PA meldete. Mündliche Befragungen sollen jedoch erst ab dem Herbst stattfinden.

Zur Story