DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Skyline der zentralchinesischen Stadt Wuhan, im September letzten Jahres.
Die Skyline der zentralchinesischen Stadt Wuhan, im September letzten Jahres.
archivBild: EPA

Mysteriöse Lungenkrankheit in China ausgebrochen – Gerüchte über SARS

01.01.2020, 18:54

Eine mysteriöse Lungenkrankheit ist in der zentralchinesischen Metropole Wuhan ausgebrochen. Bislang seien 27 Erkrankte identifiziert worden, berichtete die Gesundheitskommission der Stadt. Gerüchten im Internet, es könnte sich um einen neuen Ausbruch der Lungenseuche SARS handeln, trat die «Volkszeitung» entgegen.

Das Parteiorgan zitierte Experten, dass die Ursache gegenwärtig noch unklar sei. Es könne nicht gefolgert werden, dass es sich um das SARS-Virus handle, schrieb das Blatt. «Andere schwere Lungenentzündungen sind eher wahrscheinlich.»

Infektionen auf Fischmarkt

Wegen der Verbreitung «falscher Informationen» im Internet mit negativen gesellschaftlichen Auswirkungen wurden acht Menschen festgenommen, wie die Polizei von Wuhan am Mittwoch mitteilte. Nach Angaben der Behörden könnten viele der Infektionen mit dem Besuch des Huanan-Fischmarktes von Wuhan in Verbindung gebracht werden. Die Behörden schlossen den Markt, um eine gründliche Reinigung vorzunehmen.

Die Erkrankten seien in Quarantäne untergebracht worden, berichtete die Gesundheitskommission. Sieben Patienten seien in einem ernsten Zustand. Die anderen Fälle seien stabil. Zwei Patienten könnten in naher Zukunft entlassen werden. Die Symptome seien vor allem Fieber. Wenige Patienten hätten Probleme mit der Atmung. Führende Experten seien nach Wuhan gereist, um die Fälle genauer zu untersuchen, berichtete die Gesundheitskommission.

Als virale Lungenentzündung behandelt

Die Fälle werden als virale Lungenentzündung unbekannter Ursache behandelt. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch oder eine Infektion des medizinischen Personals sei noch nicht entdeckt worden, stellte die Behörde fest.

Dennoch weckten die Nachrichten aus Wuhan die Erinnerung an die SARS-Pandemie, die Ende 2002 begann und anfangs vertuscht worden war. Das Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) zählte zu den gefährlichsten Infektionswellen der jüngeren Zeit.

Durch den globalen Reiseverkehr erkrankten nach dem ersten Ausbruch in China weltweit mehr als 8000 Menschen – in rund 30 Ländern und auf sechs Kontinenten. Wahrscheinlich sprang der Erreger in China von Tieren auf den Menschen über und verbreitete sich über Husten und Niesen. Bei jedem zehnten Patienten war das Virus tödlich. Nach offiziellen Angaben starben 774 Menschen an der schweren Atemwegserkrankung.

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die 26 am wenigsten besuchten Länder der Welt

1 / 28
Die 26 am wenigsten besuchten Länder der Welt
quelle: ap/ap / arnulfo franco
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

So lehrt man Patriotismus in China

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4 Gründe, warum in Asien kaum jemand geimpft ist

Rund 1,5 Milliarden Impfdosen gegen Covid-19 wurden weltweit bis heute verteilt. Die meisten davon erhielten Personen aus Europa und den USA. In Asien geht's kaum vorwärts – und jetzt steigen dort auch noch die Fallzahlen.

13,7 Prozent der Schweizer Bevölkerung ist vollständig geimpft, weitere 13,2 Prozent haben zumindest eine Impfdosis erhalten. Weltweit sind es laut der Johns Hopkins University nur gerade knapp 4,5 Prozent vollständig Geimpfte – nochmals gleich viele sind teilweise geimpft.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Den Schnitt nach oben ziehen Länder in Nordamerika (23 Prozent vollständig geimpft) und Europa (12 Prozent vollständig geimpft). Nebst Afrika und Ozeanien fällt vor allem …

Artikel lesen
Link zum Artikel