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Tausende Menschen demonstrieren erneut in Hongkong



Trotz Warnungen der chinesischen Regierung sind in Hongkong am Sonntag erneut tausende Menschen gegen die pekingtreue Hongkonger Führung auf die Strasse gegangen. Die Protestbewegung hielt zwei Demonstrationen in zwei Stadtteilen ab.

Demonstriert wurde in den Stadtteilen Tseung Kwan O und Kennedy Town. Die chinesische Regierung verschärfte den Ton und bezeichnete die Demonstranten als «hässliche Kräfte».

epa07754950 Protests take cover from the tear gas shot by riot police as anti-extradition bill protesters gather outside Tsim Sha Tsui police station during a rally in Hong Kong, China 03 August 2019. Hong Kong is bracing itself for a ninth consecutive weekend of multiple anti-extradition demonstrations and a planned citywide strike on 05 August.  EPA/JEROME FAVRE

«Die Zentralregierung wird nicht untätig zusehen und diese Situation fortdauern lassen», zitierte die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua die Regierung in Peking. Bild: EPA

Dem Aktivismus der Hongkonger taten die Warnungen keinen Abbruch. Die Demonstration in Kennedy Town fand unweit der chinesischen Vertretung statt, wo vor zwei Wochen eine Konfrontation zwischen Polizei und einer Gruppe gewaltbereiter Demonstranten eskaliert war.

In den vergangenen beiden Wochen hat die Gewalt auf Seiten von Demonstranten und Polizei zugenommen. Erst am Samstag hatte die Polizei bei Protesten im bei Touristen beliebten Stadtteil Tsim Sha Tsui erneut Tränengas und Schlagstöcke gegen Demonstranten eingesetzt. Mehr als 20 Menschen wurden nach Polizeiangaben festgenommen.

Die seit zwei Monaten andauernden Proteste in Hongkong waren durch ein später auf Eis gelegtes Auslieferungsgesetz ausgelöst worden, das die Überstellung von Verdächtigen an das chinesische Festland erlaubt hätte. Später weiteten sich die Proteste zu einer Bewegung gegen den wachsenden Einfluss Pekings in Hongkong aus. Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Regierungschefin Carrie Lam und demokratische Reformen. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bidens 04.08.2019 20:38
    Highlight Highlight Bitte macht weiter und gebt nicht auf...
    • Eto Filante 04.08.2019 23:31
      Highlight Highlight Dann die Hongkonger brauchen auch die internationale Unterstützung.

      Hongkonger waren naiv und haben nichts gemacht, wenn die Tibeter und Uyghure von China unterdrückt sind. Jetzt sind sie an der Reihe. Und denn Taiwan, und denn die Welt (!)

      China hat jetzt schon zu viel Macht in UN und WTO.
  • Note 04.08.2019 18:05
    Highlight Highlight Auch die Demo im Kennedy-Town lässt auf viel westliches Politgut schliessen (mit den Veranstaltungsorten werden immer Zeichen gesetzt und Kennedy hat im Westen viel bedeutet und nicht in Hongkong).
    Da die Ex-Verwalterin von British Hongkong Anson Chan Fang - siehe Artikel "Ip: Rendition bill opponents are hypocrites" vor den Aufständen ganz klar auf einer USA- und Deutschlandtour war, kommt sicher ein guter Teil der Politagenda dieser Demos aus dieser Ecke.
    • lilie 04.08.2019 21:50
      Highlight Highlight @Note: Ich glaube nicht, dass die Hong Konger irgendeinen Einfluss von aussen brauchen, um sich gegen die Beschneidung ihrer bisherigen Freiheiten durch Peking wehren zu wollen. Und auch normale Bürger reisen oder haben geschäftlich mit der westlichen Welt zu tun, Hong Kong ist sehr auf den Westen ausgerichtet - nicht erst seit der Reise der Dame.
    • Donald 05.08.2019 03:56
      Highlight Highlight @Note
      Absurde Theorie. Dieser Kennedy war Gouvernour von HK und hat daher sehr wohl eine Verbindung. Kannst du mir noch die anderen Quartiere aufzählen, in denen bisher protestiert wurde, in welchen "westliche Zeichen gesetzt" wurden?
  • Donald 04.08.2019 16:31
    Highlight Highlight Schade eigentlich, dass es Gewalt und Aussschreitungen braucht, um die internationalen Medien und die internationale Gemeinschaft darauf aufmerksam zu machen.
    • bebby 04.08.2019 17:00
      Highlight Highlight Falsch, die friedlichen Demonstrationen haben bereits vorher Aufmerksamkeit erwirkt. Was jetzt passiert, macht alle Bemühungen kaputt.
    • Donald 04.08.2019 17:41
      Highlight Highlight @bebby
      Genau, sie haben "vorher Aufmerksamkeit erwirkt", dies hat aber bisher noch nichts gebracht und die Aufmerksamkeit ist abgeflacht. Neue Aufmerksamkeit gibt es aber nur mir neuen "News", welche die Leser nicht "langweilen"...
    • Eto Filante 04.08.2019 23:25
      Highlight Highlight Schade eigentlich, dass die Demonstration über 9 Wochen gelaufen ist und kein einziges Land sich wagt, was gegen China, das totalitäre Regime, zu sagen.

      Die Schweizer schätzen Menschenrechte und Freiheit, sie haben aber kein Problem, Geschäft mit China zu machen und indirekt das furchtbare Regime zu unterstützen.

      Good Luck! Wenn China eines Tages (bald) die wirtschaftliche und militärische Oberhand hat , wird China Schweiz genau wie HK behandelt. Das versteht leider nicht jeder.

      Was machen Sie, wenn die Regierung ihre Volk auf die Strasse zwingt und nicht zuhört?
  • rodolofo 04.08.2019 16:06
    Highlight Highlight Nur wenn sie viele bleiben, kann das Regime nicht Einzelne rauspicken.
    Trotzdem wird das Regime genau DAS tun...
  • NathanBiel 04.08.2019 15:55
    Highlight Highlight Allez! Büger von Hongkong! Allez!
    • bebby 04.08.2019 17:03
      Highlight Highlight Einfach gesagt von weit weg.
      Und wenn Sie auf die französische Revolution ansprechen, dann war das damals eine blutige Kathastrophe. Nicht gerade nachahmenswert.
    • Donald 04.08.2019 17:43
      Highlight Highlight @bebby
      Was vor der Revolution geherrscht hat, war keine "blutige Kathastrophe" und ist "nachahmenswert"?
    • Eto Filante 04.08.2019 23:06
      Highlight Highlight Danke!

      Die Polizei hatte zuerst die Gewalt ungerecht zugenommen!! Die meisten Demonstranten verteidigten sich nur selber.

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