International
China

Mehr als 20 Personen nach Protesten in Hongkong festgenommen

In Hongkong sind am Samstag mehrere Personen bei Protesten festgenommen worden, wie die Behörden der Metropole am Sonntag mitteilten.
Bild: AP

Mehr als 20 Personen nach Protesten in Hongkong festgenommen

04.08.2019, 07:3904.08.2019, 07:39

Bei den Protesten in Hongkong gegen die pro-chinesische Regierung hat die Polizei mehr als 20 Personen festgenommen. Ihnen werden unter anderem Körperverletzung und nicht-genehmigte Versammlungen zur Last gelegt, wie die zuständigen Behörden am Sonntag mitteilten.

Die Demonstranten hatten am Samstag vor einer Polizeiwache Brände gelegt und an einem anderen Ort zahlreiche Mülleimer angezündet. Zudem wurde ein wichtiger Tunnel durch den Hafen der Metropole blockiert. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Am heutigen Sonntag sind erneut Proteste geplant. Tausende Demonstranten bereiteten sich bereits auf zwei Protestmärsche am Nachmittag vor. Die Demonstranten fürchten einen zu grossen Einfluss der Regierung in Peking auf die frühere britische Kronkolonie.

Zudem wollen Tausende Hongkonger am Montag ihre Arbeit niederlegen. Der Streik soll die «starke Unzufriedenheit der Hongkonger Bürger mit der politischen Ungerechtigkeit auszudrücken», hiess es am Sonntag in einer Mitteilung eines Aktivisten-Bündnisses, das zu der Aktion aufgerufen hatte. Mindestens 14'000 Menschen aus 20 Sektoren wollen sich an dem Streik beteiligen, wie die Hongkonger Zeitung «South China Morning Post» berichtete. Ausgangspunkt der Proteste war ein Gesetzentwurf zur Auslieferung mutmasslicher Krimineller an China, inzwischen richtet sich der Unmut der Menschen gegen die Polizeigewalt bei den Protesten.

Unter anderem Mitarbeiter des Transportgewerbes, Sozialarbeiter, Erzieher, Angestellte in der Finanzindustrie und von Fluggesellschaften wollen demnach die Arbeit niederlegen und sich in acht Bezirken der Stadt an Protestaktionen beteiligen. Auch zahlreiche Cafés und Geschäfte sollen am Montag geschlossen bleiben. (sda/reu/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das sind die 45 teuersten Fussball-Transfers der Welt
1 / 52
Das sind die 50 teuersten Fussball-Transfers der Welt

Platz 50: Kevin De Bruyne (BEL), offensives Mittelfeld. Wechselte im August 2015 für 76 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zu Manchester City.

quelle: epa/epa / nigel roddis
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Trumps Tweets sind nun auch auf Unterhosen verewigt
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Collien Fernandes' Schwester meldet sich im Fall Ulmen zu Wort
Die Schauspielerin muss die Auswirkungen sexualisierter Gewalt verarbeiten. Dabei bekommt Collien Fernandes professionelle Unterstützung aus der eigenen Familie.
Bereits vor einiger Zeit machte Collien Fernandes publik, dass sie Opfer von digitaler sexualisierter Gewalt geworden ist. Sie setzt sich seitdem stark für die Aufklärung und den Schutz von Betroffenen ein und drehte 2024 sogar eine TV-Dokumentation darüber. Vor einigen Tagen erlangte das Thema grosse Aufmerksamkeit, als sie in einem «Spiegel»-Bericht schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann erhob.
Zur Story