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China entsendet nach Trump-Besuch hunderte Schiffe: Taiwan schlägt Alarm

China entsendet nach Trump-Besuch hunderte Schiffe: Taiwan schlägt Alarm

Kurz nach dem China-Besuch von US-Präsident Trump tauchen mehr als hundert chinesische Schiffe in regionalen Gewässern auf. Taiwan schlägt Alarm.
23.05.2026, 16:0223.05.2026, 16:02
Ein Artikel von
t-online

China hat nach Angaben aus Taiwan mehr als hundert Schiffe seiner Marine und Küstenwache in regionalen Gewässern stationiert. Wie der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats Taiwans, Joseph Wu, am Samstag im Onlinedienst X erklärte, erfolgte der Einsatz in den Gewässern zwischen dem Gelben Meer vor der koreanischen Halbinsel und dem Südchinesischen Meer im Westpazifik kurz nach einem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking.

China sei in der Region «das einzige Problem, das den Status Quo zerstört und den regionalen Frieden und die Stabilität bedroht», erklärte Wu. Der Anlass des Manövers war zunächst unklar. China hat in der Vergangenheit wiederholt Militärmanöver in den Gewässern rund um Taiwan ausgeführt.

Schon vor Trumps Peking-Reise Schiffe gesichtet

Aus taiwanischen Sicherheitskreisen erfuhr die Nachrichtenagentur AFP, dass chinesische Schiffe bereits vor Trumps Reise nach Peking in den Gewässern gesichtet worden seien. Ihre Zahl sei jedoch erst in den vergangenen Tagen auf über hundert gestiegen. Zu den gesichteten Schiffen zählten demnach auch Forschungsschiffe.

Nach seinem China-Besuch hatte Trump am Mittwoch bezüglich Unklarheiten über US-Waffenlieferungen an Taiwan von «dem Taiwan-Problem» gesprochen. Dies weckte Befürchtungen, dass Trump bei der Unterstützung Taipehs nachlassen könnte.

China hat in den vergangenen Jahren rund um Taiwan mehrfach grosse Militärmanöver abgehalten. Peking betrachtet das demokratische und selbstverwaltete Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll – notfalls mit militärischer Gewalt.

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Mentos
23.05.2026 16:33registriert Mai 2020
Trump poltert, Xi liefert – und zwar eine Flotte. Wer von diesen 100 Schiffen nach dem Trump-Besuch überrascht ist, hat die letzten Jahre unter einem Stein gelebt. Das ist das perfekte Abbild der beiden Mächte: Hier das laute, erratische Chaos-Auftreten von Trump, dort die leise, eiskalte Taktik von Xi Jinping. Taiwan schlägt Alarm, und die Welt schaut einmal mehr beim perfiden Spiel der Supermächte zu. 🇨🇳🇺🇸🇹🇼
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Stäbchen
23.05.2026 17:18registriert März 2026
Nicht alles ist auf das Wirken des senilen Trumpeltiers zurückzuführen.
China hatte beim Staatsbesuch wohl einfach die Bestätigung, dass:
- der POTUS so handlungsfähig ist wie ein Kleinkind (sorry, Kleinkind...)
- seine Entourage mit den reichsten Menschen der Welt lieber Grimassen schneidet und Selfies schiesst
- die restlichen Speichellecker in die Bedeutungslosigkeit versinken werden, wenn der politische Wind durch das bisher geblendete Volk (endlich) dreht
- und die USA Jahrzehnte brauchen werden, diesen Verlust an Werten und Vertrauen wieder aufzuarbeiten
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Dan H.
23.05.2026 17:33registriert April 2025
Kaum war der Friedenspräsident da gibts wieder Provokationen. Die ganze Welt wird zum Shit Place...
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