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Diese 18 Bilder zeigen, wieso Belarus als letzte Diktatur Europas bezeichnet wird

10.08.2020, 08:5617.12.2020, 13:44

Nach der Präsidentenwahl in Belarus (Weissrussland) bleibt die politische Lage in der Ex-Sowjetrepublik ungewiss. Die Wahlkommission hat Staatschef Alexander Lukaschenko zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Der 65-Jährige habe 80,23 Prozent der Stimmen bei dem Urnengang am Sonntag erzielt. Lukaschenkos Gegnerin, Swetlana Tichanowskaja, kündigte bereits an, eine Niederlage nicht anzuerkennen. Sie soll 9,9 Prozent der Stimmen erhalten haben.

Zuvor hatten in der Nacht zum Montag Menschen landesweit gegen Wahlfälschung protestiert. Es kam zu blutigen Zusammenstössen mit der Polizei. Obwohl das Internet phasenweise down war, gelangen viele Bilder der blutigen Nacht nach draussen. Wir haben eine kleine Auswahl getroffen.

Ein Polizei-Truck fährt einen Demonstranten an. Die Zusammenstösse forderten viele Verletzte.

Bild: keystone
3000 Festnahmen und rund 100 Verletzte bei Gewalt-Nacht
Bei den Protesten hat es landesweit mehr als 3000 Festnahmen gegeben. Das teilte das Innenministerium Medien zufolge in der Hauptstadt Minsk am Montag mit. Es seien zudem fast 100 Verletzte auf beiden Seiten – bei den Sicherheitsorganen und den Bürgern – gezählt worden, hiess es. Das Ministerium betonte, dass es keinen Todesfall gegeben habe. Die Menschenrechtsorganisation Wesna hatte zuvor mitgeteilt, dass ein junger Mann durch die Gewalt der Sicherheitskräfte ums Leben gekommen sei. Es war aber weiter unklar, ob die Behörden in dem autoritär geführten Land die Wahrheit sagten. In sozialen Netzwerken gab es Bilder von einem leblosen Körper. (sda)

Ausserdem kam es zu Dutzenden Festnahmen.

Bild: keystone

Dabei wurden Menschen schwer verletzt.

Bild: keystone

Wie viele Menschen festgenommen wurden, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Die Menschenrechtsorganisation Wesna sprach in der Nacht von zunächst mehr als 50 Festnahmen allein in Minsk. Landesweit sollen es 120 gewesen sein. Diese Zahl dürfte weiter steigen.

Bild: keystone

Wer ist die Gegnerin Lukaschenkos?

Swetlana Tichanowskaja hat die grössten Chancen auf einen Sieg gegen Lukaschenko.

Bild: keystone
Das sagt Tichanowskaja zu den Wahlen
Tichanowskaja wollte ihre Niederlage nicht einräumen: «Es kann keine Anerkennung eines solchen Wahlergebnisses geben», sagte Sprecherin Anna Krasulina der Deutschen Presse-Agentur. Es sei damit zu rechnen gewesen, dass die staatlichen Prognosen Lukaschenko rund 80 Prozent der Stimmen zuschreiben würden. «Das ist fern jeder Realität.»

Einzelne örtliche Wahlkommissionen traten am Abend vor die Menschenmengen und verkündeten Ergebnisse, nach denen Staatschef Lukaschenko eine schwere Niederlage erlitten habe. Teils kam Tichanowskaja demnach auf zwischen 80 bis 90 Prozent der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung in der zwischen dem EU-Mitglied Polen und Russland gelegenen Ex-Sowjetrepublik lag nach Angaben der Wahlleitung bei 84 Prozent der rund 6,8 Millionen Stimmberechtigten.

Mit Material der Nachrichtenagenturen SDA und DPA.

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