Daten von Interrail-Kunden geklaut – vermutlich auch Schweizer betroffen
Interrail ist ein Zugticket, das es erlaubt, einen Monat lang unbegrenzt durch Europa zu reisen. Die Firma, die für das Angebot verantwortlich ist, hat ihren Sitz in Holland und ist nun Opfer eines Hacker-Angriffs geworden.
Der Firma Eurail wurden Daten von den Interrail-Kunden geklaut. Dabei wurden Informationen wie Name, Adresse, E-Mail, Geburtstag sowie Pass- oder ID-Nummern gestohlen. Also persönliche Informationen, die man beim Kauf eines Tickets angeben muss. Dies berichtet das SRF.
Was genau das für die Kundinnen und Kunden bedeutet, ist bisher nicht klar. Interrail hat an alle Kundinnen und Kunden E-Mails verschickt, um sie über den Vorfall zu informieren. Die Sicherheitslücken hätten zudem sofort geschlossen werden können und man habe weitere Sicherheitsmassnahmen unternommen.
Die Firma Eurail hat ihre Ticket- und Zug-Partner informiert, so auch die SBB. Diese schreiben auf Anfrage des «SRF», dass man davon ausgehen muss, dass auch Daten von Schweizer Kunden gestohlen wurden. Sie betonen jedoch, dass keine Kundendaten der SBB geklaut worden seien.
Für Betroffene sind solche Datendiebstähle heikel. Die Daten können infolgedessen für Identitätsdiebstahl oder zum Hacken missbraucht werden. Eurail sagt, dass es keine Hinweise gäbe, dass die gestohlenen Daten verkauft oder missbraucht werden.
Interrail fordert zudem alle Kundinnen und Kunden auf, Sicherheitsmassnahmen zu tätigen. Diese beinhalten vor allem Passwörter für E-Mail-Konten, soziale Medien und Bankkonten zu ändern. Zudem sollen sie ein Auge auf ihre Bankkonten und die getätigten Abzüge halten. Bei verdächtigen Transaktionen oder Auffälligkeiten sollen sich die Betroffenen an die Polizei wenden. (nib)
