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Entscheidung ist gefallen – Laschet ist Kanzlerkandidat der Union

Armin Laschet, chairman of the German Christian Democratic party (CDU), addresses the media during a statement in front of the party's headquarters in Berlin, Germany, Monday, April 19, 2021. (AP ...
Hat das Kanzleramt im Visier: Armin Laschet.Bild: keystone

Entscheidung ist gefallen – Laschet ist Kanzlerkandidat der Union

20.04.2021, 12:0906.07.2021, 16:51

CSU-Chef Markus Söder hat das klare Vorstandsvotum der CDU für ihren Parteichef Armin Laschet als gemeinsame Kanzlerkandidaten für die deutsche Bundestagswahl akzeptiert.

«Mein Wort, das ich gegeben habe, gilt», sagte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag in München. «Die Würfel sind gefallen, Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union.» Er werde Laschet ohne Groll und mit voller Kraft unterstützen.

Nun gehe es darum zusammenzustehen. Söder zieht damit rund zwölf Stunden nach dem Beschluss des CDU-Führungsgremiums seinerseits einen Schlussstrich unter den seit mehr als einer Woche bestehenden Machtkampf mit Laschet um die Kandidatur.

Bavarian governor Markus Soeder arrives for a meeting of the Bavarian state cabinet, which take place as a video conference in Munich, Germany, Tuesday, April 20, 2021. (Peter Kneffel/Pool via AP)
Zieht sich zurück: Markus Söder.Bild: keystone

Ob damit aber die kontroverse Debatte um die Kanzlerkandidatur in der CDU/CSU gänzlich beendet ist, bleibt dennoch abzuwarten. Mit Spannung erwartet wird daher insbesondere die Reaktion der CDU/CSU-Fraktion am Nachmittag im Bundestag sowie die Rückmeldungen von der CDU-Basis in den kommenden Tagen. Hier hatte es in den vergangenen Tagen auch grossen Zuspruch für Söder gegeben.

In einer digitalen Sondersitzung des CDU-Vorstands hatten in der Nacht zum Dienstag 31 von 46 stimmberechtigten Vorstandsmitgliedern in geheimer Wahl für den eigenen Parteivorsitzenden Laschet als Kanzlerkandidaten plädiert (77,5 Prozent). Nur 9 stimmten für Söder (22,5 Prozent), 6 enthielten sich.

Söder und die CSU hatten die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur erst am Montagnachmittag nach einem einwöchigen nervenaufreibenden Machtkampf in die Hand der CDU gelegt. Dies entscheide die CDU jetzt «souverän», hatte er gesagt. «Wir als CSU und auch ich respektieren jede Entscheidung.»

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Doch auch aus der CSU kamen am Dienstag bereits kritische Töne. So hinterlasse das Verfahren «durchaus einige Fragezeichen», sagte der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, am Dienstag in Berlin. Es habe aber ein Ergebnis gebracht. «Und mit dem Ergebnis muss man umgehen.» Dobrindt sagte voraus, das Verfahren werde zu Diskussionen führen. Man habe aber auch «den gemeinsamen Auftrag dafür, dass wir Prozesse nicht dauerhaft verlängern».

Bei der Bundestagswahl wird Kanzlerin Angela Merkel nach vier Amtszeiten nicht mehr antreten. Deshalb braucht die CDU/CSU nun einen neuen gemeinsamen Spitzenkandidaten. Die CSU ist die nur in Bayern antretende Schwesterpartei von Merkels CDU.

Für die SPD tritt Olaf Scholz an, für die Grünen Annalena Baerbock. (sda/dpa)

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