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The models Vanessa and Anuthida perform during the final of the tv show 'Germany's Next Topmodel' at SAP Arena on May 14, 2015 in Mannheim, Germany.

Da glitzerte noch alles, wenig später war es aus bei «Germany’s next Topmodel». Bild: Getty Images Europe

Verdächtiger Koffer gefunden: «GNTM» wird nach Bombendrohung abgebrochen



Was wir bisher wissen:

Was wir nicht wissen:

23 Minuten vergehen bis zur Räumung der Halle

Es sollte pure Unterhaltung werden – doch der Abend endet für knapp 10'000 Menschen unerwartet. Die Live-Show «Germany's next Topmodel» wird wegen einer Bombendrohung gegen 21.30 Uhr abgebrochen. Die SAP-Arena in Mannheim wird geräumt. 

In der Nacht kursierten unterschiedliche Informationen über die Herkunft der Bombendrohung. Ein Sprecher der Polizei Mannheim sagte, die Drohung sei um 21:07 Uhr telefonisch in der Halle eingegangen. Eine Frau habe beim Sender angerufen und damit gedroht, «dass in der SAP-Arena während der Übertragung eine Bombe hochgeht».

Kurz darauf habe man an einer der Garderoben einen verdächtigen Koffer gefunden. Daraufhin habe der Veranstalter die Live-Sendung nach Rücksprache mit der Polizei vorsichtshalber beendet, um eine Gefährdung der Besucher auszuschliessen.

Auf Twitter war der Abbruch der GNTM-Sendung derweil Thema Nummer 1. Zeitweise erschienen über 200 Tweets pro Minute mit dem Hashtag GNTM abgesetzt. 

«Germany's Next Topmodel»-Finale 2015 wegen Bombendrohung abgebrochen

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«Germany's Next Topmodel»-Finale 2015 wegen Bombendrohung abgebrochen
quelle: getty images europe / thomas lohnes
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Spürhunde suchen ganze Halle ab

Der verdächtige Koffer wurde gegen Mitternacht noch von Mitarbeitern des Landeskriminalamtes untersucht. Später gab es Entwarnung: «So wie es aussieht, war keine Bombe drin», sagte ein Sprecher der Polizei Mannheim in der Nacht zum Freitag.

Der Koffer werde nun zur weiteren Untersuchung zum Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg geschickt. Ausserdem wolle die Polizei die gesamte SAP-Arena durchsuchen. Dabei solle auch ein Sprengstoff-Suchhund eingesetzt werden. Da der Gebäudekomplex sehr gross und verwinkelt sei, werde der Einsatz voraussichtlich recht lange dauern.

Am Freitag Morgen gab die Polizei dann laut Spiegel Online Entwarnung: Die Polizei habe die Durchsuchung der Arena in Mannheim am frühen Morgen abgeschlossen. 

Mehr als hundert Einsatzkräfte und zwei Spürhunde waren fast vier Stunden mit der Durchsuchung beschäftigt.

«Keine Festnahme»

Im Onlineportal der «Bild» hiess es zudem, in der Halle sei ein Mann von der Polizei festgenommen worden. Er soll sich in der Werbepause der Jurorin Heidi Klum genähert und mit einer Bombe gedroht haben. Daraufhin sei Klum zusammen mit ihrer Tochter Leni und dem Rest der Jury aus der Halle und «an einen geheimen Ort gebracht» worden.

«Spiegel Online» berichtete, die Angaben zu der Festnahme deckten sich mit Informationen eines Insiders vor Ort, der von einem Mann «mit einer Prinz-Eisenherz-Frisur» berichtet habe.

Die Polizei wies die Berichte zurück. «Es gibt keine Festnahme», sagte ihr Sprecher. Moderatorin Heidi Klum schrieb später auf Twitter: «Liebe GNT-Fans, der Abend ist leider nicht so zu Ende gegangen, wie ich es mir gewünscht hatte! Sicherheit geht vor!»

Jury geht deutlich vor den Zuschauern 

Überraschend fordert ein Moderator die knapp 10'000 Zuschauer auf, die Halle «geordnet zu verlassen». Wegen eines technischen Problems könne die Show nicht fortgesetzt werden, heisst es zunächst.

Video vom Abbruch der Sendung:

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YouTube/Eternus Medicus

Schon 20 Minuten zuvor hat Heidi Klum überraschend knapp eine Werbepause angekündigt. Direkt danach verlassen die 41-Jährige und ihre Co-Juroren Thomas Hayo und der Designer Wolfgang Joop die Bühne. 

Nach der Aufforderung verlassen die Zuschauer die Halle ruhig – obwohl zu diesem Zeitpunkt im Internet bereits von einer Bombendrohung zu lesen ist. Die Menschen versammeln sich auf dem Parkplatz vor der Halle. Etliche jüngere Besucherinnen stehen in ihren Pumps und dünnen Kleidchen mit ihren Müttern ratlos herum. Wer die Ordner anspricht, bekommt zu hören: «Ein technischer Defekt.» 

Nach einiger Zeit ertönt eine Stimme über Lautsprecher. Ein Ordner übersetzt die unverständliche Ansage: «Wegen eines technischen Defekts kann die Veranstaltung nicht fortgesetzt werden. Wir bitten Sie, das Gelände zu verlassen.» 

Die Stimmung auf dem Parkplatz bleibt die ganze Zeit über ruhig, doch viele aus dem Publikum sind verärgert. «Ich finde es total bescheuert, ich finde es unmöglich, wie jemand so etwas machen kann», sagt Wenke Gänge aus der Nähe von Heidelberg. «Da sind doch auch kleine Kinder dabei.» Die 43-Jährige ist mit ihrer Tochter und Freunden bei der Show gewesen. Die Gruppe ist so schnell aufgebrochen, dass sie ihre Jacken in der Halle gelassen hatte. 

Andere Zuschauer ärgern sich über die Art der Räumung der Halle – immerhin hat die Jury zumindest die Bühne deutlich vor den Zuschauern verlassen. «Wenn die 10'000 Menschen verrecken, ist es nicht so schlimm, wie wenn die Promis verrecken», empört sich die 23-jährige Lisa Bollinger aus Ludwigshafen. Und: «Es ist eine bodenlose Frechheit, dass diese teuren Karten für den Arsch sind.» Ihre Begleiterin stört vor allem, dass es zunächst keine weiteren Informationen gibt. «Es ist schon sehr seltsam», sagt sie. «Wir wissen nicht, was genau ist.» 

«Pro Sieben» kommunizierte zunächst auf Twitter lediglich, dass die Sendung für heute definitiv ausfalle. Später teilte der Sender mit, das eine Bombendrohung eingegangen sei: 

In der ProSieben-Show sollte aus vier jungen Frauen zwischen 17 und 19 Jahren zum zehnten Mal «Germany's Next Topmodel» ermittelt werden. Ajsa aus Tübingen (Baden-Württemberg), Anuthida aus Lübeck (Schleswig-Holstein) und Vanessa aus Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) waren gegen 21.30 Uhr noch im Wettbewerb – dann erfolgte der Abbruch. ProSieben zeigte statt der Model-Show den Film «Blind Side». (rar/sda)

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