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Kein Zugverkehr mehr von Österreich nach Deutschland

Entgegen bisheriger Berichte ist nur der Zugverkehr aus Österreich nach Deutschland gestoppt. Am Montagmorgen ab 6 Uhr soll der Verkehr wieder anlaufen.



Update: Der Bahnverkehr von Österreich nach Deutschland ist bis Montagmorgen um 6 Uhr eingestellt. In der Gegenrichtung fahren jedoch weiterhin Züge, teilte eine Bahnsprecherin mit. Sie korrigierte damit vorherige Angaben, wonach der Zugverkehr in beide Richtungen unterbrochen sei.

Zuvor hatten bereits die Österreichischen Bundesbahnen ÖBB den Zugverkehr nach Deutschland am Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr eingestellt. Das sei auf Wunsch der Deutschen Bahn geschehen, sagte ein ÖBB-Sprecher.

Derzeit sind demnach 1800 Flüchtlinge auf dem Weg von Österreich nach Deutschland – sie sind von der Massnahme betroffen.

Die Bundesregierung hat ausserdem als Reaktion auf die Flüchtlingskrise wieder Kontrollen an den südlichen Grenzen eingeführt und somit das Schengener Abkommen vorübergehend ausser Kraft gesetzt. Ab sofort soll die Einreise nach Deutschland nur noch mit gültigen Reisedokumenten möglich sein; die Kontrollen gelten bis auf Weiteres. Die Bundespolizei soll das Unterfangen im Süden der Republik unterstützen.

«Schengen-Raum» – Ein Europa ohne Grenzkontrollen

Der luxemburgische Grenzort Schengen ist zum Synonym für die Reisefreiheit von mehr als 400 Millionen Menschen in Europa geworden. 1985 unterzeichneten die Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und den Benelux-Staaten in Schengen eine Vereinbarung über die Abschaffung der Grenzkontrollen zwischen ihren Ländern. Mittlerweile gehören 22 der 28 EU-Mitglieder sowie die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein zum Schengen-Raum.

Die EU-Länder, die nicht zum Schengen-Raum gehören, sind: Bulgarien, Grossbritannien, Irland, Kroatien, Rumänien und Zypern. Grossbritannien und Irland spielen eine Sonderrolle, weil sie sich zwar an der Zusammenarbeit der Polizei im Schengen-Raum beteiligen, aber nicht auf Personenkontrollen verzichten.

Jedes Jahr reisen rund 1,25 Milliarden Menschen innerhalb des Schengen-Raumes über die Grenzen. Der Verzicht auf Kontrollen geht einher mit einer schärferen Überwachung der Aussengrenzen.

Bei besonderen Anlässen kann es vorübergehend wieder nationale Grenzkontrollen geben – in der Vergangenheit etwa bei einer Fussball-WM oder einem G7-Gipfel. Gegenwärtig setzen einige Staaten auch angesichts steigender Flüchtlingszahlen auf Grenzkontrollen. (sda/dpa)

(gam/reuters/afp/dpa)

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