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Iglo verliert Prozess um Käpt'n Iglo

Iglo verliert Prozess um Käpt'n Iglo

03.12.2020, 11:3303.12.2020, 11:33
** ARCHIV ** Die Werbefigur "Kaept'n Iglo" winkt am 9. Februar 2006 in einem Bremer Supermarkt von einer Packung Fischstaebchen der Marke Iglo. Nach dem Kauf von Iglo hat Finanzinvestor ...
Bild: AP

Bart und Mütze sind keine Exklusivmerkmale von Käpt'n Iglo: Der Hamburger Tiefkühlkosthersteller Iglo ist vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, dem Cuxhavener Konkurrenten Appel Feinkost eine ähnliche Werbefigur verbieten zu lassen.

Das Münchner Landgericht wies die Iglo-Klage am Donnerstag ab. Iglo hatte Appel Feinkost vorgeworfen, die Verbraucher wegen Verwechslungsgefahr beider Figuren in die Irre zu führen. Dem folgten die Richter nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Denn laut Urteil hat Appel Feinkost Käpt'n Iglo nicht kopiert, auch wenn es sich bei beiden Werbefiguren um ältere Herren mit Bart handele, die Mützen tragen. Die Richter wiesen auf die Unterschiede hin: Die Mützen sind unterschiedlich - in einem Fall eine Kapitänsmütze, im anderen eine Elblotsenmütze.

Die Appel-Figur trägt demnach auf den meisten Bildern keinen blauen Anzug wie Käpt'n Iglo, sondern einen grauen Anzug, wie das Gericht nach der Urteilsverkündung mitteilte. Und anders als Käpt'n Iglo trägt die Appel-Figur laut Gericht auch keinen weissen Rollkragenpullover und kein weisses T-Shirt, «sondern eine karierte Weste mit Krawatte sowie einen Seidenschal».

Die Appel-Figur ist demnach kein Seemann, sondern ein «gut situierter Herr in einem eleganten Dreiteiler». Dementsprechend sehen die Richter keine Verwechslungsgefahr und damit auch keine Irreführung der Käufer tiefgekühlter Fischprodukte. (aeg/sda/awp/dpa)

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