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Iran bestätigt Berichte über Hackerangriff auf Atomkraftwerk

Iran bestätigt Berichte über Hackerangriff auf Atomkraftwerk Buschehr

23.10.2022, 18:5424.10.2022, 08:02

Die iranische Atomenergie-Organisation (AEOI) hat am Sonntag Medienberichte über einen Hackerangriff auf das Atomkraftwerk Buschehr bestätigt. Demnach ist es den Hackern gelungen, freien Zugang zum E-Mail-Verkehr zu erlangen.

Die Atombehörde gab laut Nachrichtenagentur Isna an, dass die Hacker keine geheimen Dokumente erbeutet haben sollen. Für den Angriff macht die Behörde ein «bestimmtes Land» verantwortlich, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Für frühere Hackerangriffe auf Einrichtungen im Land machte der Iran jeweils seine Erzfeinde Israel und USA verantwortlich.

Demonstrators rally at the National Mall to protest against the Iranian regime, in Washington, Saturday, Oct. 22, 2022, following the death of Mahsa Amini in the custody of the Islamic republic's ...
Mahsa Amini, das Gesicht der Proteste im Iran auf einem Banner, Washington, 22. Oktober 2022.Bild: keystone

Hinter dem jüngsten Hackerangriff soll Berichten zufolge die iranische Gruppe «Black Reward» stecken. Diese fordert für die gehackten Informationen, unter anderem auch über Russlands Rolle im AKW Buschehr, die Freilassung von Menschen, die bei den systemkritischen Protesten in den vergangenen vier Wochen inhaftiert worden sind.

Das AKW Buschehr in der gleichnamigen Hafenstadt am Persischen Golf ist ein gemeinsames Projekt des Irans und Russlands. Es soll zivilen Zwecken dienen und ist offiziellen Angaben zufolge hauptsächlich zur Energiegewinnung und -versorgung der beiden südlichen Provinzen Buschehr und Fars gedacht.

(yam/sda/dpa)

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