International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bruce Springsteen performs during a Hillary Clinton campaign event at Independence Mall on Monday, Nov. 7, 2016 in Philadelphia. (AP Photo/Matt Slocum)

Vergeblicher Einsatz: Bruce Springsteen singt für Hillary Clinton. Bild: Matt Slocum/AP/KEYSTONE

Das Springsteen-Paradox: Wie sich Arbeiter und Elite auseinanderlebten

Warum hat Donald Trump in abgewrackten Industrieregionen wie Michigan die Wahl gewonnen? Den Schlüssel zu einer möglichen Erklärung liefert ein Superstar: Bruce Springsteen.



Ende November erhielt Bruce Springsteen von US-Präsident Barack Obama die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten. Die Rock-Ikone aus New Jersey wurde mit 20 weiteren illustren Persönlichkeiten geehrt. Es dürfte kein Zufall sein, dass sich der «Boss» darunter befand. Seit Jahren engagiert er sich politisch für die Demokraten. Er unterstützte Obama in beiden Wahlkämpfen, dieses Jahr machte er sich für Hillary Clinton stark.

Genützt hat es bekanntlich nichts. Clinton gewann zwar deutlich mehr Stimmen als der Republikaner Donald Trump, doch der schaffte die entscheidende Hürde: Er liegt bei den Wahlmännern klar vorne, und dies dank seinen Erfolgen im so genannten «Rust Belt». Er holte die Bundesstaaten Michigan, Ohio, Pennsylvania und Wisconsin, die zweimal Obama gewählt hatten. Daran dürften auch die geforderten Nachzählungen nichts ändern.

Musician Bruce Springsteen (L) receives the Presidential Medal of Freedom from U.S. President Barack Obama during a ceremony in the East Room of  the White House in Washington, U.S., November 22, 2016.        REUTERS/Carlos Barria

Springsteen erhält von Barack Obama die Freiheitsmedaille. Bild: CARLOS BARRIA/REUTERS

Seither herrscht bei Amerikas Linken Katzenjammer. Man ringt sich mühsam zur Erkenntnis durch, dass man die Stimmungslage in diesen ausgepowerten Industriestaaten völlig verkannt hat. Die Demokraten finden keinen Draht mehr zu Angehörigen des Mittelstands, die sich im echten oder gefühlten Niedergang befinden, weil gut bezahlte Jobs ins Ausland verschwunden sind. Und die sich von Trumps protektionistischer Botschaft ansprechen liessen.

Elitäre Fans

Michael Luongo, ein Dozent an der Universität Michigan in Ann Arbor, war über Trumps Sieg nicht schockiert, wie er in einem stark beachteten Gastkommentar auf CNN schreibt. Er sah ihn vielmehr kommen. Schon der «Sozialist» Bernie Sanders war bei den Wählern weit besser angekommen als Hillary Clinton, er gewann in Michigan die Vorwahl der Demokraten.

Er habe das kommen sehen, schreibt Luongo, «denn der Boss hat es mir erzählt». Also Bruce Springsteen. Der Autor nennt es das «Springsteen-Paradox». Die elitären Fans, die sich die teuren Tickets für seine Konzerte (sie kosten teilweise mehrere 100 Dollar) leisten können, hätten keinen Bezug mehr zu den Menschen, über die der «Boss» in seinen Liedern singt. Den «kleinen Leuten» aus der Arbeiterklasse, die nun Trump wählen und Springsteen selber nicht mehr zuhören.

Michael Luongo kennt die Welt der Springsteen-Songs. Er ist in Freehold im Bundesstaat New Jersey aufgewachsen, der Heimatstadt des Superstars. Die geschlossene Teppichfabrik, die dieser auf dem Album «Born in the USA» im Song «My Hometown» besingt, ist dem Akademiker mehr als nur ein Begriff. Obwohl er selber aus einer Mittelstandsfamilie stammte, besuchte er die Schule gemeinsam mit Kindern der Arbeiter aus der besagten Fabrik.

abspielen

Bruce Springsteen singt «My Hometown». Video: YouTube/BruceSpringsteenVEVO

«Die Arbeiterklasse war für mich nichts Abstraktes. Die Kinder waren meine Freunde, ebenso ihre Familien, die harte Zeiten durchmachten, die nie aufzuhören schienen», schreibt Luongo. Heute lebt er in Ann Arbor. Obwohl die Universitätsstadt ein Vorort der Metropole Detroit ist, könnte sie sich genauso gut auf einem anderen Planeten befinden. Ann Arbor sei «eine der elitärsten Blasen im Mittleren Westen», ihre Einwohner und Studenten hätten sich vollkommen abgesondert von Amerikas Arbeitern.

Arbeit für Amerikaner

Als Beispiel nennt er Wirtschaftsstudenten, deren imaginäre Businesspläne eine Produktion in China vorsehen, und das praktisch in Sichtweite der abgewrackten Autostadt Detroit mit ihren Industrieruinen. «Verspüren sie gar keinen Wunsch, ihren amerikanischen Landsleuten wieder Arbeit zu verschaffen?», fragt sich Luongo. Weil er kein Auto besitze, komme er noch in Kontakt mit den «einfachen Leuten», die sich mehr schlecht als recht durchschlagen. Etwa mit Taxifahrern, deren prekäre Existenz durch Apps wie Uber zusätzlich gefährdet werde.

«Das Springsteen-Paradox zeigt einen Empathiegraben auf, der geschlossen werden muss», meint Luongo. Seine Rezepte wirken jedoch ziemlich hilflos: Im Restaurant essen statt den Lieferdienst nutzen, an der bedienten Kasse anstehen statt die Einkäufe selber scannen. Mit dem Springsteen-Paradox aber hat er einen wesentlichen Faktor für Donald Trumps Wahlsieg anschaulich umschrieben: die Selbstgefälligkeit der globalisierten Eliten.

Trumps Amerika

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

57
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

8
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

57
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

8
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

36
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • u.s. 12.12.2016 00:03
    Highlight Highlight Finde diese Analysen nur noch lächerlich. Diese Leute sind selbst schuld daran, wenn sie so einen Hochstapler wie Trump wählen. Man sieht ja jetzt auch, mit was für Gestalten sich der umgibt. Das Gejammer über eine Elite und über ein Establishment ist schon lange zum hohlen Gejammer verkommen. Vergleichbar damit, wenn sich Mister Blocher als Retter des einfachen weissen Mannes ausgibt, der immer überall Opfer sei. Ich kann dieses ganze Gesülze und das ganze Hochstilisieren (auch von Medien) des angeblich armen Büezers zum armen Wähler schon gar nicht mehr lesen. Arbeitet doch mal als Putzfrau!
    • _kokolorix 12.12.2016 07:54
      Highlight Highlight Auch wenn ich deinen Frust verstehe, bin ich doch der Meinung, dass es eben nicht egal ist wenn Leute wie Trump, oder hiesige SVPler, gewählt werden. Diese Leute beeinflussen auch das Leben der anderen Hälfte der Bevölkerung und Trump wird Oberbefehlshaber der mit Abstand grössten und teuersten Armee der Welt.
      Irgendwie müssen wir auch diese unselbständigen und denkfaulen Menschen wieder in unsere Wirtschaft eingliedern so, dass sie sich einigermassen wohl fühlen. Andernfalls tun es eben die rechten Populisten und damit riskieren wir mittelfristig wieder Krieg und Zerstörung
  • ElendesPack 11.12.2016 21:54
    Highlight Highlight Die Linke täuscht sich eben genau darum, dass die Menschen Vollkasko-Sicherheit wollen....sie wollen Würde. Egal, woher sie kommen. Und wenn die Linken das bei den Menschen aus aller Herren Ländern zu verstehen scheinen, versagen sie vollkommen bei ihren eigenen Leuten, die nicht soviel Glück hatten wie sie selber. Und daher gibt es heute diesen Graben zwischen Links, Liberal und arbeitender Schicht. Eine Liebe, die schal und aufgebraucht geworden ist...eine Beziehung, die sich erschöpft hat.
    • _kokolorix 12.12.2016 07:06
      Highlight Highlight Bei uns kann jeder in Würde leben. Was du als Glück bezeichnest, ist das Resultat von Arbeit. Es gibt Leute, die es einfach nicht schaffen von sich aus etwas zu unternehmen um ihre Position zu verbessern und es gibt Leute, die es schaffen auch unter widrigsten Umständen ein würdiges Leben zu führen.
      Das die Linke es nicht schafft die Ersteren anzusprechen hat seinen Ursprung im Verlust des klassischen Arbeitsplatzes, wo jedem genau gesagt wird was er zu tun und zu lassen hat. Hier holt die Rechte ihre Stimmen mit der Bestätigung, dass Andere für den Niedergang verantwortlich sind
  • Einfache Meinung 11.12.2016 19:43
    Highlight Highlight Obwohl alles immer schlechter wird, wollte man alles so weitermachen, wie bisher. Trumps Erbe ist katastrophal, hoffentlich verhindert er das schlimmste.
    • _kokolorix 11.12.2016 21:17
      Highlight Highlight Alles wird schlechter wegen Leuten wie Trump. Wie einfältig muss man sein um daran zu glauben, dass ebendiese Leute die Probleme, welche sie selbst verursachen, lösen?
      Nicht dass Hillary es viel besser gemacht hätte, aber Trump wird garantiert einen Scherbenhaufen zurücklassen.
      Die Zeiten welche die Rechten so glorifizieren waren die Zeiten als Reiche über 70% ihres Einkommens versteuerten. Unter Trump werden diese Zeiten niemals zurückkommen, das wäre höchstens unter Sanders möglich gewesen, aber der ist ja für die Mehrheit der Amis nicht wählbar, weil viel zu weit links...
    • Einfache Meinung 12.12.2016 09:22
      Highlight Highlight Man wird noch sehen!
  • Nausicaä 11.12.2016 16:33
    Highlight Highlight Also ich find schon auch, dass viele Linke an der Arbeiterklasse teilweise vorbeileben und dass dies ein grosses Problem darstellt. Aber gewisse Kommentare hier...
    Leute, im wirklichen Elfenbeinturm sitzen Bänker (und Trumps), keine Linken. Es ist die Wirtschaftselite, welche die Menschen schröpft, NICHT die Linken. Diese wissen zwar nicht genau, wie den Arbeitern und Armen geholfen werden soll (was teilweise aus ihrem Unvermögen, aber zu einem Grossteil aus der komplexen Realität selbst entsteht. SIE sind nicht, die die Ungerechtigkeit perpetuieren. Also echt jetzt!!!
    • koks 11.12.2016 18:13
      Highlight Highlight saja, die linken sitzen mit der wirtschaftselite mit drin im elfenbeinturm. das krasse ist ja: will ein bürger heute keine neoliberale globalisierungspolitik, dann muss er rechtspopulistische politik wählen. der rest der politik, von links bis wirtschaft, kennt 'keine alternative' dazu. die linken sagen dir dann allenfalls noch zynisch, dass deine niedergangsängste bloss gefühlt sind, nicht real...
    • Silent_Revolution 11.12.2016 19:00
      Highlight Highlight Im Kapitalismus können sich nur wirtschaftsnahe Parteien etablieren. Denn um als Partei gross zu werden, braucht es Geld. Für Geld braucht es Firmen, und Firmen zahlen nur, wenn ihre Interessen umgesetzt werden. Linke Werte (Gleichheit, Nähe, Wärme, Gerechtigkeit) lassen sich mit keiner der "linken" Parteien in ganz Europa und Amerika vereinbaren, die für eine globalisierte Welt eintreten, deren einzigen Zweck es darstellt, Arbeiter auszunehmen und Konzerne reich zu machen.

      Links existiert nur am äussersten Rande der Gesellschaft, aber bestimmt nicht in hohen politischen Positionen.
    • Maracuja 11.12.2016 19:39
      Highlight Highlight @Saja

      Leider hat sich ein grosser Teil der Linken bestens mit der Wirtschaftselite arrangiert. Die Linke hat wenig Widerstand geleistet, wenn Putzjobs ausgesourct wurden, teils waren es sogar sogenannte linke Stadträte, die die Privatisierung von Staatsbetrieben wie der Stadtküche Zürich in die Wege geleitet haben. Im Gegenzug wurden dann neue Staatsjobs für Besserqualifizierte geschaffen. Nichts dass ich etwas gegen Gleichstellungsbüros habe, aber mehr Einsatz für Schlechterqualifizierte dürfte man bei Linken schon erwarten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luca Brasi 11.12.2016 15:30
    Highlight Highlight Und Herr Blunschi ist normalerweise Fan der elitären Linksliberalen/Sozialliberalen, die in ihrem Elfenbeinturm leben oder sich gerne mit einem Cüpli bei der nächsten Soiree sehen lassen. Oh Ironie.
  • Herbert Anneler 11.12.2016 14:51
    Highlight Highlight So selbstgefällig sind diese Eliten gar nicht: sie sind ihre eigene Hölle. Die Gier, die sie reich und die andern arm gemacht hat, frisst sich in ihre Kreise hinein und bringt sie untereinander in Konflikt: In den USA sinkt so auch der Gesundheitszustand der Eliten - ihr Darwinismus trägt das Gen der Selbstzerstörung. Ich hoffe, dass die sich als neue Elite gerierende Rechte (Trump, Putin, Le Pen, Wilders, Grillo) uns nicht den 3. Weltkrieg beschert. Sie erzeugt ein Klima blinden, selbstzerstörerischen Hasses wie vor Weltkrieg 1 und 2. Einziger Ausweg: Liberté, égalité, fraternité.
    • You will not be able to use your remote control. 11.12.2016 15:32
      Highlight Highlight Die Linken sind nicht die, die so unglaublich Reich sind. Such den Artikel mit den paar hundert reichsten Schweizer und du wirst sehen, die sind alle Rechts.

      Und wenn du mit 'Liberté, égalité, fraternité' kommst: Genau das waren die ersten Linken, sie wollten diese Werte gegen den König durchsetzen. Mehr Links geht nicht.
    • Herbert Anneler 11.12.2016 19:54
      Highlight Highlight @ you...: Was ist denn an liberté, égalité, fraternitè schlecht? Worauf möchtest du selber verzichten, ohne dir selber zu schaden??? Und noch etwas: dass diese drei Werte der franz. Revolution links sein sollen, weist dich nicht gerade als grossen Historiker aus: Es sind die Grundwerte des Liberalismus und der Menschenrechze sowie der Demokratie. Aber Postfaktizismus ist ja "in" - zumindest Rechts...
    • You will not be able to use your remote control. 11.12.2016 20:45
      Highlight Highlight Moment, hab heute noch gepennt und habe dich wohl etwas falsch verstanden. Im Artikel gehören die 'Linken' anscheinend neu zur unterdrückenden 'Elite'. Dies obwohl sie die genannten Grundwerte vertreten.

      Die, die du als 'Rechte' bezeichnest werden im Gegensatz als Hilfe für die Verlierer der Gesellschaft verstanden.

      Das kann passieren, wenn Wörter zu oft die Bedeutung wechseln und im Namen von Wörter zu viel Unrecht geschieht. Das ist die Ursache von diesem Postfaktisch, nicht ich oder die Namensgeber der 'Linken'.

      PS: Nichts!!!
  • lilie 11.12.2016 14:45
    Highlight Highlight Ich bin für einfache, sofort umsetzbare Lösungen, wie sie Luongo vorschlägt. Es ist wichtig, dass wir möglichst viele Gelegenheiten, Menschen jeden Couleurs zu treffen, wahrnehmen. Das vermindert Gräben.

    (Schreibt Lilie im unpersönlichen Internet, allerdings auf dem Weg zu einer Gelegenheit, alle möglichen Leute zu treffen ;)).
  • Kookaburra 11.12.2016 14:35
    Highlight Highlight Ich glaube die Leute erkennen einfach langsam, dass die "Demokraten" mindestens genauso kapitalistisch und aristokratisch sind, wie die Anderen.
    Die linke Botschaft ist einfach schöner verpackt. Moralische Überlegenheit durch Wohlstand. Der Ablass des 21. Jhds. Leider können sich dies immer weniger leisten, u.a. weil es einfach an zu viele verschenkt wird.
    • Nausicaä 11.12.2016 15:22
      Highlight Highlight Na ja. Das ist so generell wie Sie es sagen einfach Unfug. Schon allein deshalb weil was in Amerika "Demokraten" sind, ist bei uns eher Mitte-Politik. Sanders wär ein Sozialdemokrat im schweizerischen Sinn, in der SP würde er zum streng linken Flügel gehören. Natürlich gibt es bei den Linken auch KarrieristInnen. Aber generell genauso 'kapitalistisch und aristokratisch'...Nope, stimmt einfach nicht.

      Und an wen genau wird was verschenkt? Können Sie konkreter werden?
    • You will not be able to use your remote control. 11.12.2016 15:27
      Highlight Highlight Demokratie ist eine Staatsform, Kapitalismus eine Wirtschaftsform.

      Hummanisten setzen sich für moralische Prinzipien ein. Eines davon ist Wohlstand für alle. Wenn du sagst, es reicht sowieso nicht, wenn wir unseren Wohlstand mit zu vielen teilen, dann bist du derjenige, der für eine ungerechte Welt Position bezieht.
    • Kookaburra 11.12.2016 19:59
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass die Bevölkerungsentwicklung EXPONENTIEL ist. Der "darwinistische" Selbstausgleichsmechanismus zur Populationsbegrenzung wird durch Entwicklungshilfe, Humanismus und Migration ausgehebelt, wodurch genau die "Armen und Dummen" für jeden den man rettet, zwei neue produzieren. Dadurch werden die Gegebenheiten überlastet und das hypotetische Ziel rückt mit jedem Schritt vorwärts gleichzeitig zwei in die Ferne. Anstatt die Ziele wenigstens bei uns zu erreichen, werden sie kollektiv verunmöglicht. Ich will Nachhaltigkeit, du die Totalausnüzung der Erde und Menschheit über alles.
    Weitere Antworten anzeigen
  • niklausb 11.12.2016 13:30
    Highlight Highlight Bei uns heisst dieser Effekt dann wohl Matter komplex und dazu das Lied: dene wo s guet geit
  • Grundi72 11.12.2016 13:25
    Highlight Highlight Links scheint keine Antworten auf die heutigen Herausforderungen zu haben.

    Das zeigt sich schön im Artikel. Des guten Mannes Antwort auf die Digitalisierung ist das Anstehen an der bedienten Kasse. Ein Bild das auch auf Cédric passt. Seine Antowort auf die Herausforderungen sind kein Anrecht auf Privateigentum oder die Überwindung des Kapitalismus..

    Tja..
    • You will not be able to use your remote control. 11.12.2016 15:21
      Highlight Highlight Der übertriebene Kapitalismus ist nun einmal Schuld an der misslichen Lage.

      Dieses schwarz-weiss denken, dass es nur der totale Kapitalismus oder die Abschaffung des Privateigentums gibt, ist die Sackgasse, in der sich Leute wie du befinden.
    • Enzasa 11.12.2016 17:14
      Highlight Highlight Leider funktioniert dieses: die da oben, die da unten.
      Aber weder die da oben, noch die da unten wissen wie es geht, sondern die, die beides verbinden.
      Dann müsste aber jeder von seiner Position etwas abrücken und Einsicht zeigen.
      Das ist schwer
  • pamayer 11.12.2016 13:25
    Highlight Highlight Ähnlich wie bei uns die SP und die Wirkung Poor.

    Daran müsste von der linken Politik intensiv gearbeitet werden, sonst trumpisiert die Schweiz auch bald.
    • You will not be able to use your remote control. 11.12.2016 15:16
      Highlight Highlight In deinem Kommentar spürt man die pure Wirkung von Ahnungslosigkeit.
    • Enzasa 11.12.2016 17:20
      Highlight Highlight Aktuell werden zwei Feindbilder zelebriert.
      Die Reichen, in ihrer Blase, die nicht wissen, was normales Leben bedeutet.
      Die Bildungsfernen, in ihrer beschränkten Welt, die Zusammenhänge nicht verstehen und den einfachen Lösungen glauben.
      Tatsächlich gibt es diese beiden Extremen in kleinsten Gruppen. Die große Mehrheit ist aber mittig und das lassen die Anführer der beiden Seiten nicht zu. Sondern es wird willkürlich eingeteilt um das Feindbild zu erhalten und um die eigene Macht zu sichern
    • ujay 12.12.2016 11:24
      Highlight Highlight You will not be able to use your remote control.....über mangelde Ahnung brauchst du dich auch nicht zu beklagen.
    Weitere Antworten anzeigen

Drogenlabor explodiert – deutscher Rapper meldet sich mit halbem Schädel zurück

Vor fast drei Jahren sprengte er aus Versehen sein Tonstudio in die Luft – jetzt meldet sich der deutsche Rapper Dr. Knarf zurück.

Und wie: Auf Facebook postete der heute 34-jährige Niko Brenner ein Video, das die Folgen seines Unfalls zeigt. Brenner sitzt im Rollstuhl, ist halbseitig gelähmt und da, wo normalerweise die rechte Hirnhälfte wäre, ist: nichts.

«Bin noch am Leben, die Hände sind auch noch da. Ich mach' auch noch Mukke», meldet sich Brenner. Rund 40 Prozent seiner Haut waren nach …

Artikel lesen
Link zum Artikel