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Trump macht sich über Grönland-Verteidigung lustig

Trump macht sich über Grönland-Verteidigung lustig: «Haben Schlittenhunde»

Nach dem US-Angriff auf Venezuela macht US-Präsident Donald Trump klar, dass die Grönland-Geschichte noch nicht vorbei ist.
05.01.2026, 11:5905.01.2026, 13:20
Tim Kröplin / watson.de

In Venezuela erzwingen die USA aktuell gewaltsam einen Regierungswechsel und erweitern ihre lange Liste imperialistischer Eingriffe um einen weiteren Punkt. Die Trump-Administration belässt es aber nicht dabei und stimmt sich rhetorisch auf einen möglichen nächsten Zugriff ein: auf Grönland.

President Donald Trump points to a reporter to ask a question during a news conference at Mar-a-Lago, Saturday, Jan. 3, 2026, in Palm Beach, Fla. (AP Photo/Alex Brandon)
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Der US-Präsident Donald Trump hat schon länger ein Auge auf Grönland geworfen.Bild: keystone

Jüngst schrieb die Ex-Regierungsberaterin und Influencerin Katie Miller in einem Capslock-Post: «BALD!» Dazu zeigte sie eine Karte Grönlands, eingefärbt mit der US-Flagge. Miller hat insofern noch politischen Einfluss, als sie die Frau des Vize-Stabschefs Stephen Miller ist.

Grönland bleibt für Trump wichtig

Auch Trump äusserte sich noch einmal zu Grönland. Im Interview mit dem Magazin «Atlantic», das er kurz nach dem Angriff auf Venezuela führte, betonte er: «Wir brauchen Grönland absolut.» Die strategische Bedeutung der Insel sei gross, jedoch sei sie auch von russischen und chinesischen Schiffen umgeben. «Dänemark wird das nicht schaffen, das kann ich Ihnen sagen», sagte er.

epa12602240 Danish Prime Minister Mette Frederiksen at the end of the EU Council Summit in Brussels, Belgium, 19 December 2025. EU leaders were meeting to discuss the latest developments in Ukraine, t ...
Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen.Bild: keystone

Im selben Gespräch schob er Witze über Dänemark nach. «Wissen Sie, was Dänemark jüngst gemacht hat? Um die Sicherheit in Grönland zu verstärken, haben sie einen Hundeschlitten hinzugefügt. Es ist wahr. Sie dachten, das war eine grossartige Verstärkung.»

Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen reagierte darauf direkt, wie die Nachrichtenagentur Ritzau meldete. In einer Mitteilung rief sie die USA dazu auf, «mit den Drohungen gegen einen historisch engen Verbündeten und ein anderes Volk aufzuhören, das deutlich gesagt hat, dass es nicht zum Verkauf steht.»

Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen hatte sich zuvor bemüht, die Wogen zu glätten. «Lassen Sie mich zunächst ganz ruhig und ganz klar sagen, dass es weder Grund zur Panik noch zur Beunruhigung gibt», schrieb er auf Facebook. Der Post Millers ändere «rein gar nichts», so Nielsen und fügte hinzu: «Unser Land steht nicht zum Verkauf, und unsere Zukunft wird nicht durch Beiträge in sozialen Medien entschieden.»

Trumps Äusserungen sind alles andere als überraschend. Bereits 2019, während seiner ersten Amtszeit, machte er erstmals öffentlich den Vorschlag, Grönland zu kaufen. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Friederiksen wies das als absurd zurück. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit wiederholte Trump den Anspruch, aus angeblich sicherheitspolitischen Interessen. Er drohte unter anderem damit, wirtschaftliche und militärische Mittel einzusetzen.

FILE - A view of houses in Nuuk, Greenland, Sunday, June 22, 2025. (AP Photo/Kwiyeon Ha, File)
Greenland US
Die grönländische Hauptstadt Nuuk.Bild: keystone

Grönland-Interesse hat mehrere Gründen

Das Interesse an Grönland fusst auf mehreren Motiven. Einerseits sorgte der Klimawandel dafür, dass Gletscher in der Arktis schmelzen, was neue Seewege eröffnet. Die Präsenz Russlands und Chinas ist für die US-Regierung ein Problem, das es zu unterbinden gilt, wie Trump in seinem «Atlantic»-Interview verdeutlichte.

Das macht Grönland zu einem Schlüsselposten zur Machtsicherung der USA. Hinzu kommen die Vorkommen an seltenen Erden, Öl, Gas und Uran und die machtpolitische Wirkung, die sich nicht nur im eigenen Land, sondern auch global entfaltet, sollte es zu einem Zugriff kommen.

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Trump Jr. trifft in Grönland ein
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Trump Jr. trifft in Grönland ein
Donald Trump Jr. posiert für Fotos nach seiner Ankunft in Nuuk.
quelle: keystone / emil stach
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Trump: Wir werden Grönland so oder so bekommen
Video: youtube
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165 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gina3
05.01.2026 12:55registriert September 2023
Kaufen wir Kampfflugzeuge von den USA, die Grönland den Krieg erklärt hat?

Was sagen die weitsichtigen Bundesräte dazu? Rõschti? Parmelin?
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s'Paddiesli
05.01.2026 12:35registriert Mai 2017
Wenn er das tut, was können Dänemark und Europa überhaupt dagegen unternehmen?

Ich hoffe auf eine grosse Korrektur bei den Midterms.
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sinkflug
05.01.2026 12:50registriert Juli 2020
Schlussendlich führt dieses Spiel der drei militärischen Grossmächte Russland, USA und China nur dazu, dass noch weitere Länder Atomwaffen anschaffen werden, um sich vor Angriffen zu schützen.
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