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Trumps unangebrachtes Versprechen: Whistleblower versetzt Washington in Aufregung



US-Präsident Donald Trump gerät wegen mutmasslicher Äusserungen in einem Telefonat mit einem ausländischen Führer unter Druck. Er soll laut einem Zeitungsbericht mit einem «Versprechen» an den ausländischen Staatenlenker für Alarm in den Geheimdiensten gesorgt haben.

Der demokratische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Repräsentantenhaus, Adam Schiff, warf der US-Regierung vor, dem Kongress Informationen über die Aussage eines Whistleblowers vorzuenthalten.

President Donald Trump listens to a reporter's question during a meeting with Bahrain's Crown Prince Salman bin Hamad Al Khalifaâ?? in the Oval Office of the White House, Monday, Sept. 16, 2019, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump

Was hat er versprochen? Donald Trump. Bild: AP

Der «Washington Post» zufolge hatte dieser gemeldet, dass Trump einem ausländischen Führer in einem Telefonat ein Versprechen gemacht habe. Das Land, um das es gehe, sei die Ukraine, hiess es am Freitag in einem weiteren Bericht der Zeitung. Um welchen ausländischen Politiker es gegangen sein und worin das «Versprechen» bestanden haben soll, konkretisierte das Blatt nicht.

Trump nannte die Berichterstattung «Fake News». Er wisse, dass bei solchen Telefonaten Geheimdienste mithörten. «Mit diesem Wissen bin ich nicht so dumm, mich in so einem Gespräch mit einem ausländischen Führer unangemessen zu äussern», schrieb er auf Twitter.

«Dringlich und glaubwürdig»

Allerdings hatte der US-Generalinspekteur der Geheimdienste, Michael Atkinson, in einem Brief an den Ausschuss vom 9. September die Aussagen des Whistleblowers als «dringlich und glaubwürdig» bezeichnet. In einem solchen Fall muss der Kongress informiert werden.

Doch Geheimdienstdirektor Joseph Maguire befand vier Tage später in einem weiteren Brief – nach Konsultation mit dem Justizministerium – dass der Fall die Kriterien nicht erfülle und der Kongress kein Recht auf das Material habe.

Ausschussvorsitzender Schiff erklärte, das Justizministerium halte die Dokumente ungerechtfertigterweise zurück. Mike Quigley, ein weiteres demokratisches Ausschussmitglied, warf US-Justizminister William Barr vor, Trump beschützen zu wollen. Das Weisse Haus und Maguires Büro beantworteten Anfragen für eine Stellungnahme nicht. Das Justizministerium verwies auf die beiden Briefe.

Die «Beschwerde» des Whistleblowers über Trump stammt laut «Washington Post» vom 12. August. In den Wochen davor telefonierte Trump etwa mit Russlands Staatschef Wladimir Putin, auch erhielt er zwei Briefe des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un. Ferner traf er etwa den pakistanischen Premierminister Imran Khan, den Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani, und den niederländischen Regierungschef Mark Rutte. (sda/reu/afp)

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Vanessa_2107 20.09.2019 16:14
    Highlight Highlight Schlussendlich geht es doch darum,dass die Checks+Balances nicht mehr funktionieren.Seit Monaten versucht "das House" z.B. Trumps  Steuern zu untersuchen,dazu haben sie das Recht.Trump versucht alles das zu verhindern,Alles liegt bei den Gerichten. Diese Woche Anhörung Corey Lewandowski,der nie im WH arbeitete, Trump+Anwaltteam erklärten Executive Priviledge,Lewandowski weigerte sich die Fragen zu beantworten,das hätte er nicht gedurft,die Dems.hätten ihn verhaften können,er grinste nur hämisch.Nun auch wieder,Adam Schiff v.Geheimdienstausschuss hätte das Recht den Whistleblower anzuhören 1.)
  • Vanessa_2107 20.09.2019 16:13
    Highlight Highlight 2.) u.a. Justizminister Barr (Spusi v. Trump) und der neue Geheimdienstdirektor Joseph Maguire befanden es nicht für nötig den Kongress zu informieren, weil es nicht wichtig genug sei... Trump und Kumpane machen was sie wollen. Nichts mehr funktioniert. Trump hatte anfangs Jahr, war es in Helsinki? z.B. auch mit Putin ohne Zeugen gesprochen. Die Dolmetscher mussten ihre Unterlagen vernichten. Was hat Trump überall zu verstecken, zu vertuschen? Was führt er im Schild?
  • Therealmonti 20.09.2019 11:06
    Highlight Highlight Stimmt. Trump ist nicht so dumm. Sondern viel dümmer.
  • Dong 20.09.2019 10:40
    Highlight Highlight Früher hat mal der Staat den Geheimdienst kontrolliert, inzwischen ist das umgekehrt. Das alleine wär schon schlimm genug, aber weil grad Trump Präsident ist finden das alle Trump-Gegner sogar eine tolle Sache. Haben die eine Ahnung, was für Verbrechen Geheimdienste tagein tagaus begehen? Drogenschmuggel, Putsch, Morde..? Das weiss doch jedes Kind und das kann man alles nachlesen. Und ist ja nicht so, dass diese Leute einen Obama nicht bespitzeln würden, c'mon!
  • Ökonometriker 20.09.2019 09:39
    Highlight Highlight Wer glaubt schon Trumps Versprechen?
  • Neruda 20.09.2019 09:15
    Highlight Highlight Ich bin kein Fan von Trump, aber die Übersetzung "ich bin nicht do dumm" ist absichtlich falsch, um ein schlechtes Licht auf ihn zu werfen. Als würde er das nicht schon genug alleine. Ziemlich erbärmlicher Journalismus. Man muss in Zukunft wohl alle Watson Artikel hinterfragen.
    Und jetzt liest nochmals das Original:
    "Knowing all of this, is anybody dumb enough to believe that I would say something inappropriate"
    • balzercomp 20.09.2019 10:57
      Highlight Highlight Ist nicht falsch, nur sinngemäss. Halt keine wörtliche Übersetzung. Aber nur Schüler in den unteren Schulklassen übersetzen wörtlich.
    • LeChef 20.09.2019 13:32
      Highlight Highlight balzercomp: Die Übersetzung ist sinnentstellend. Im Englischen Satz ist „anybody“ das Subjekt und „dumb“. In der Übersetzung ist Trump das Subjekt und dumm. Sinngemässes übersetzen ist nur in Ordnung, wenn die grundsätzliche Sinnstruktur erhalten bleibt, sonst ist es, per Definition, nicht sinngemäss.
  • Guido Zeh 20.09.2019 09:12
    Highlight Highlight Was könnte er denn wem versprochen haben?
    Putin: Die Krim an Russland (gratis oder gegen Syrien)?
    Der dänischen Königin: Hawaii (den dänischen Geburtsort Obamas) gegen Grönland?
    Nethanjahu: Jordantal und Gaza-Streifen für einen Krieg (ohne Amis) gegen den Iran?
    ....



  • EndeGelände 20.09.2019 09:00
    Highlight Highlight er hat irgendwann irgendeinem statsführer irgendetwas unangebrachtes versprochen.

    doch moll...
  • EndeGelände 20.09.2019 07:47
    Highlight Highlight orange man really 👎🏼
  • Majoras Maske 20.09.2019 07:27
    Highlight Highlight Warum verspricht Trump einem ausländischen (vermutlich russischen) Staatschef etwas "unangebrachtes" über die Ukraine? Und warum darf das nicht an die Öffentlichkeit kommen? Was könnten nur Trumps Motive oder Gründe füe dieses Versprechen sein?

    Der Schmutz an Trumps Händen stinkt zum Himmel und es ist die historische Schuld der Republikaner einen kriminellen Staatschef zu schützen.
    • Dong 20.09.2019 08:02
      Highlight Highlight Trump hat schon in Syrien deeskaliert und tut das auch in der Ukraine-Frage. Ich persönlich finde das absolut positiv, dass er eben kein Interventionist ist, aber da gehen die Meinungen auseinander.

      Dass ein Präsident dimplomatische Gespräche führt, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, ist ja ansonsten nichts aussergewöhnliches.
    • Dong 21.09.2019 02:30
      Highlight Highlight @Input: Ich persönlich betrachte Syrien und Libyen sehr wohl als Fortsetzung von Afghanistan und Irak, ich vermute auch, dass Obama eigentlich auch gegen diese Interventionen war, sich da aber nicht durchgesetzt hat.
      Was bei Trump als Wirrwarr rüberkommt ist auch meist nur seine normale Verhandlungs-Taktik: erst „ich bring euch alle um“, dann „Ihr seid die besten“, und am Ende ein Deal.
      Dass Trump von Russland substanziell unterstützt worden ist halte ich dann wiederum für eine faule Ausrede von Hillary, mehr nicht. Aber wie gesagt, da gehen die Meinungen auseinander. Peace!
    • Dong 21.09.2019 09:54
      Highlight Highlight Das war ja v. a. Syrien, was mich da politisiert hat. Die Quellen, denen ich vertraue (bspw. Scholl-Latour, Todenhöfer) sehen darin einen versuchten Regime-Change, mit dem Ziel, den Iran zu schwächen. Die Mainstream-Medien haben das immer als Bürgerkrieg gezeichnet, also Assad gegen das eigene Volk, was m. E. allen Beobachtungen widerspricht.

      Bei Hillary dachte ich, mit „innenpolitische Widersacher“ sei sie gemeint gewesen.

      Voreingenommen ist da etwas hart, ich hab damals gejubelt, als Obama Präsident wurde, war aber acht Jahre später mehr als ernüchtert, gerade wegen des arab. Frühlings.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Unwichtig 20.09.2019 07:22
    Highlight Highlight Chefredaktor Watson am 22.08.19: „Dasselbe gilt für den Wunsch nach weniger Trump und SVP. Man darf politisch relevante Themen nicht einfach ignorieren – ob es einem passt oder nicht. Aber man muss reflektieren, ob der Nachrichtenwert stimmt.“

    Trump hat also jemandem ein Versprechen gegeben. Vielleicht. Wem und was ist unbekannt. Und da soll der Nachrichtenwert stimmen?
    • DerTaran 20.09.2019 08:52
      Highlight Highlight @Dr. Unwichtig, wenn das nicht wichtig ist, was ist denn dann wichtig?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 20.09.2019 08:57
      Highlight Highlight Einfach aufhören die Artikel zu lesen. Ganz einfach.
    • Dr. Unwichtig 20.09.2019 09:45
      Highlight Highlight Planet...: Ganz so einfach ist es leider nicht. Im Wahlkampf 2016 hatte Trump rund die dreifache Erwähnung in den Medien, als Hillary Clinton. Das ist „Werbung“ im Gegenwert von mehreren Milliarden Dollar. Es wäre erfreulich, wenn die Medien sich tatsächlich sehr genau darüber Gedanken machen würden, welche Nachrichten Substanz haben und welche nicht. Im Falle Trump-Watson stelle ich diese Überlegungen nur sehr eingeschränkt fest.
    Weitere Antworten anzeigen
  • goschi 20.09.2019 06:35
    Highlight Highlight «Mit diesem Wissen bin ich nicht so dumm, mich in so einem Gespräch mit einem ausländischen Führer unangemessen zu äussern»

    Aha, ohne die mithörenden Geheimdienste wäre er also so dumm? 🤔😂
    • Triumvir 20.09.2019 07:48
      Highlight Highlight 🤣touché🤪
    • De Flip 20.09.2019 08:52
      Highlight Highlight Oder er ist nicht so dumm was auszuplaudern, so lange jemand zuhört, der ihn verpfeiffen könnte.
    • Neruda 20.09.2019 09:17
      Highlight Highlight "Knowing all of this, is anybody dumb enough to believe that I would say something inappropriate"
      Er hat nie gesagt, dass er sonst dumm wäre. Ist leider tendenziöser Journalismus.
  • tolgito 20.09.2019 06:29
    Highlight Highlight 🤦🏻‍♂️ Wie lange noch
    • Basti Spiesser 20.09.2019 12:31
      Highlight Highlight Bis 2024
  • Alice36 20.09.2019 06:27
    Highlight Highlight ....Knowing all of this, is anybody dumb enough to believe that I would say something inappropriate with a foreign leader while on such a potentially “heavily populated” call. I would only do what is right anyway, and only do good for the USA!

    Ich glaube die ganze Welt ist dumm genug dies zu glauben.

    😂🤣😂🤣😂🤣😅🤪
  • Selbstverantwortin 20.09.2019 05:54
    Highlight Highlight Jemand sagt (wer ist nicht bekannt), Trump soll (Konjunktiv) in einem Telefonat etwas gesagt haben (was scheint völlig unbekannt).
    Doch, doch Riesenskandal.
    Bis echte Fakten vorliegen sollte den Dems und Journis erklärt werden, dass bei Telefonen nicht unüblich ist.
    • Selbstverantwortin 20.09.2019 10:04
      Highlight Highlight @Input: bitte keine Unterstellungen und Gewissenspolizei (Trumpel Ablehnung gilt bei zu vielen bereits als Voraussetzung für gute Argumente - und das ist Unfug). Ich sage zudem nirgends, dass ich Trumpel toll finde - tue ich auch nicht.
      Ich versuche bloss bestätigte Fakten aus Artikeln zu filtern, bevor ich mir eine Meinung bilde. Hier bleibt wenig.
      Ich glaube, es würde der Sache dienen, wenn Dems mehr inhaltliche Politik machten und alle auch bei Trumpel differenzierter berichten würden. Beides würde Trumpel weit mehr schaden.
    • Selbstverantwortin 20.09.2019 13:34
      Highlight Highlight Ja, und ich kam zum Schluss, dass der Artikel wenig Inhalt hat und journalistischen Standards nicht entspricht.
      Da dürfen sie gerne anderer Meinung sein und begründen, warum dies guter Journalismus ist.
  • Joe 'Barack America' Biden 20.09.2019 05:51
    Highlight Highlight Immerhin handelt es sich hier einmal zur Abwechslung nicht um Vorwürfe, die man dann in einem kommenden "Enthüllungsbuch" auf Amazon bestellen soll.

    Ich denke daraus wird aber trotzdem nichts.

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