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Trump Ölraffinerie

Bild: montage: watson / material: keystone, shutterstock

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Trump im Öl-Stresstest: Wie wird er reagieren?

Der Angriff auf die Öl-Raffinerien in Saudi-Arabien bedeutet das Ende der Glückssträhne des US-Präsidenten. Er muss eine Entscheidung treffen, für die er sehr schlecht gerüstet ist.



Nach dem Anschlag auf die Raffinerien in Saudi-Arabien hat Donald Trump sofort grossmäulig erklärt, die USA seien wie ein Gewehr, «geladen und entsichert». Daraufhin hat die «New York Times» in einem redaktionellen Kommentar die logische Frage gestellt: «Aber wofür?»

Die Frage ist berechtigt, die USA befinden sich in einer kniffligen Situation. Der Anschlag in Saudi-Arabien – von wem auch immer er durchgeführt worden ist – war ein schwerer Schlag. Er könnte eine Kettenreaktion mit unabsehbaren Konsequenzen auslösen. «Das ist die Mutter aller Eskalationen in unserer Gegend», erklärte ein arabischer Botschafter in Washington gegenüber dem «New Yorker».

Der geglückte Drohnenangriff ist für die Amerikaner und die Saudis gleichermassen peinlich. Letztere gehören zu den grössten Waffenkäufern auf diesem Planeten. Trotzdem sind sie offenbar unfähig, ihr wichtigstes Gut, die Ölindustrie, wirksam zu schützen.

epa07846913 A handout photo made available by the US Government and DigitalGlobe shows the aftermath of an alleged drone attack on the Abqaiq oil field in eastern Saudi Arabia, 15 September 2019 (issued 16 September 2019). According to Saudi state-owned oil company Aramco, two of its oil facilities in Saudi Arabia, Khurais and Abqaiq, were set on fire on 14 September following alleged drone attacks claimed by Yemen's Houthi rebels.  EPA/US GOVERNMENT / DIGITALGLOBE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Dieses Foto, herausgegeben von der US-Regierung, soll zeigen, wo die Raffinerie getroffen wurde. Bild: EPA

Der US-Präsident steht derweil vor einem Dilemma. Erstmals wird er in einer Krise gefordert. Bisher hat er von einer Glückssträhne profitiert: Wirtschaftlich hat ihm sein Vorgänger Barack Obama ein gemachtes Haus hinterlassen. Die politischen Krisen hat Trump sich weitgehend selbst eingebrockt.

Nun aber steckt Trump in der Zwickmühle. Er muss reagieren, aber wie? Er will nicht als Weichei dastehen, gerade jetzt nicht, da er seinen Sicherheitsberater und Hardliner John Bolton in die Wüste geschickt hat.

Also droht er mit Macho-Sprüchen wie «locked and loaded» an die Adresse der Mullahs. Damit kann er die Hardliner in der eigenen Partei wie etwa den aussenpolitisch einflussreichen Senator Lindsey Graham zufrieden stellen. Dieser fordert bereits einen Militärschlag gegen den Iran.

Gleichzeitig weiss Trump auch, dass seine Wählerbasis keine weiteren Kriege und schon gar nicht im Nahen Osten will. Deshalb erklärt er auch, er denke derzeit noch nicht an eine militärische Eskalation.

A Saudi family walk past a giant poster of Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman, at a shopping mall in  Jiddah, Saudi Arabia, Sunday, Sept. 15, 2019. The weekend drone attack on one of the world's largest crude oil processing plants that dramatically cut into global oil supplies is the most visible sign yet of how Aramco's stability and security is directly linked to that of its owner -- the Saudi government and its ruling family. (AP Photo/Amr Nabil)

Gigantisches Poster von Kronprinz Mohammed bin Salman, dem starken Mann in Saudi-Arabien. Bild: AP

Trump will zudem auf keinen Fall als Marionette der Saudis dastehen. Noch 2014 hatte er in einer Twitter-Tirade gewettert, dass die superreichen Saudis ihren militärischen Schutz gefälligst selbst berappen und sich nicht auf die USA verlassen sollen. «Habt ihr gesehen, wie Saudi-Arabien unsere sehr dummen Politiker dazu verleitet, sie vor ISIS zu beschützen? Wieso bezahlen die nicht selbst?», tweetete er damals.

Als Präsident hat er sich nun auf eine fragwürdige Allianz mit Kronprinz Mohammed bin Salman (MBS) eingelassen. Jetzt hat er dem starken Mann in Riad fast bedingungslos Hilfe zugesagt. Doch auch MBS wird es sich zweimal überlegen, bevor er sich auf eine militärische Aktion einlässt. Die Houthi-Rebellen, die sich zum Anschlag bekennen, haben bereits weitere Aktionen angedroht. Nicht nur die Öl-Raffinerien der Saudis sind verwundbar, sondern auch ihre Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen.

Militärisch wäre ein Krieg gegen den Iran ein Albtraum, ein Afghanistan auf Stelzen gewissermassen. Aber auch wirtschaftlich spricht alles dagegen. Der Anschlag auf die Raffinerien hat bereits dazu geführt, dass sich der Ölpreis kurzfristig auf rund 20 Dollar pro Fass erhöht hat. Selbst wenn sich dieser Preisaufschlag inzwischen wieder ein bisschen korrigiert hat, zeigt sich doch, wie abhängig die Weltwirtschaft nach wie vor vom Ölpreis ist.

Ein Ölschock ist jedoch das Letzte, was sich Trump derzeit wünschen kann. Ein solcher Schock würde mit grösster Wahrscheinlichkeit zu gröberen Turbulenzen an den Finanzmärkten und zu einer Rezession der realen Wirtschaft führen. Beides wäre Gift für Trumps Wahlchancen im November 2020.

«In diesem gefährlichen Moment hat Präsident Trump wenig Optionen, wenig Verbündete, ein ausgedünntes Team beim nationalen Sicherheits-Team und sehr wenig Glaubwürdigkeit.»

«New York Times»

Ein Ölschock könnte auch die Schweizer Wirtschaft aus dem Tritt bringen. Das zeigt der Monitor Schweiz der Credit Suisse, der heute vorgestellt wurde. Grundsätzlich sehen die CS-Ökonomen noch keine Rezessionsgefahr für unsere Wirtschaft. Zu stark ist nach wie vor unsere Exportindustrie und zu kräftig ist die Binnennachfrage.

Allerdings trübt sich auch hierzulande der Konjunkturhimmel leicht ein. Vor allem die Zulieferer der deutschen Autoindustrie leiden. Die CS hat deshalb ihre Wachstumsprognosen nach unten revidiert, von 1,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts auf 1,1 Prozent für das laufende Jahr, und von 1,8 Prozent auf 1,4 Prozent für 2020.

Der Optimismus der CS-Ökonomen ist jedoch abhängig von der Art und Weise, wie Trump die Irankrise zu meistern gedenkt. Dabei hat der US-Präsident keine guten Karten. So kommentiert die «New York Times»: «In diesem gefährlichen Moment hat Präsident Trump wenig Optionen, wenig Verbündete, ein ausgedünntes Team beim nationalen Sicherheits-Team und sehr wenig Glaubwürdigkeit.»

Trump kennt (k)eine Antwort

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 18.09.2019 08:35
    Highlight Highlight Im Zusammenhang mit diesem Drohnenangriff auf Saudische Ölförderungsanlagen mache ich mir weitere Gedanken:
    Die vom Iran unterstützten Huthi-Miliz hat also die Verantwortung für diesen Anschlag übernommen, der aber die Fähigkeiten dieser Organisation weit übersteigt.
    Der Iran verfügt über eine weit entwickelte Drohnen-Technologie, hat also ganz sicher seine Finger mit im Spiel.
    Wer steckt aber hinter dem Iran?
    Russland.
    Und wer hat ein Interesse daran, dass die Weltmarkt-Preise für ÖL und Gas infolge der Verknappung des Angebots nach dem Anschlag ansteigen?
    Russland...
    • Domimar 19.09.2019 09:19
      Highlight Highlight @rodolfo Es sind nicht Alle der Meinung, dass dieser Angriff die Fähigkeiten der Huthi-Miliz übersteigt. Lies mal diesen Artikel:
      https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/angriffe-auf-saudische-oelanlagen-das-raetseln-der-waffenexperten-a-1287091.html

      Was Deine Theorie also gleich wieder in Zweifel zieht.
    • rodolofo 19.09.2019 13:46
      Highlight Highlight @ Dominar
      Habe den Artikel gelesen.
      Sie sagen, es sei eher unwahrscheinlich, dass dieser Angriff von den Huthi-Milizen ausgeführt wurde, wenn auch nicht ganz ausgeschlossen.
      Im Stellvertreter-Krieg wird grundsätzlich immer der Stellvertreter als Verantwortlicher genannt, aber zwischendurch wird in Sachen Unterstützung auch ganz direkt nachgeholfen...
      und dann natürlich sogleich abgestritten...
  • malu 64 18.09.2019 08:04
    Highlight Highlight Die Gegner Irans haben Angst vor einem in Zukunft erfolgreichen Land.
    Würde kein Embargo bestehen, würde der Iran sich schnell weiterentwickeln und wäre bald ein wirtschaftlich erfolgreiches Land. Dies passt aber Israel und den USA nicht. Neid, Vorurteile und Angst werden geschürt, um die Entwicklung des Iran zu
    bremsen oder gar zu verunmöglichen.
  • Nüübächler 17.09.2019 23:36
    Highlight Highlight Wenn es Trump gelingt sich aus dem Krieg in Jemen rauszuhalten hat er mehr erreicht als alle seine letzten Vorgänger. Ich würde ihm sogar sein rüpelhaftes Verhalten verzeihen.
  • EndeGelände 17.09.2019 22:10
    Highlight Highlight 🍊🚹👎🏼 (orange man bad)
  • Der Tom 17.09.2019 21:20
    Highlight Highlight Er kauft Grönland und fräckt dort alles öl raus
  • landre 17.09.2019 21:06
    Highlight Highlight "Wie wird er reagieren?"

    ...Na ja, der gegenwärtige Commander-in-chief namens POTUS "zertrumpelt" ohnehin jegliches Orakel. Die Frage bleibt also ironisch gar sarkastisch.)

    "Ein Ölschock könnte auch die Schweizer Wirtschaft aus dem Tritt bringen."

    (Dieser global natürliche Schock kommt früher oder später ohnehin. Prävention ist nun zu Gunsten der Amortisation angefragt...Oder hat jemand Lust auf Verluste?)
  • EndeGelände 17.09.2019 20:26
    Highlight Highlight 🍊🚹👎🏼
  • Raphael Stein 17.09.2019 18:02
    Highlight Highlight Gleichzeitig weiss Trump auch, dass seine Wählerbasis keine weiteren Kriege und schon gar nicht im Nahen Osten will.

    Da muss ich entgegenhalten.
    Wie war das im 2. WELTKRIEG noch?
    PR vom feinsten was die USA damals erfahren haben und das Volk wollte in den Krieg.

    Das kann durchaus ein weiteres Mal passieren.
  • TheCloud 17.09.2019 17:58
    Highlight Highlight Einen richtigen Krieg wird ihm sein Boss im Kreml nicht erlauben, höchstens einen "kleinen" Schlag etwa wie in Syrien.
    Damit kann er ein paar Tonnen alte Waffen billig entsorgen und gleichzeitig bei seinen Wählern Eindruck schinden und seine Wiederwahl sichern.
    • AdvocatusDiaboli 17.09.2019 19:09
      Highlight Highlight Der kleine Schlag in Syrien wurde von Trump Wählern bereits kritisiert. Trump wurde gewählt, unter anderem, weil er versprach keine neuen, kostenspieligen Kriege mehr anzufangen.

      Den meisten Trump Wählern ist es richtig egal, was mit Ländern wie Syrien oder dem Iran geschieht. Sie wollen einfach kein Geld mehr ausgeben für sinnlose, irrelevante Konflikte/Länder.

      Ich versuche hier nicht Trump Wähler zu schützen, sondern will dir einfach mal erklären das der alte Stereotyp vom kriegsgeilen Republikaner ausgedient hat.

      Wenn Trump einen Krieg anfängt dann ist er erledigt.
  • Jorge de los alpes 17.09.2019 17:54
    Highlight Highlight Würde ja erstaunt sein, wenn er einen gescheiten Entscheid fällen würde, bis jetzt sind viele seiner Ideen, meist zu seinen Gunstern, nicht gerade schlau heraus rausgekommen. Sein geschicktester Entscheid wäre der, nicht mehr zu kandidieren und Obama nochmals an die Macht zu lassen...
    • Basti Spiesser 17.09.2019 21:35
      Highlight Highlight Naja, keinen grossen Krieg zu führen, halte ich bis jetzt für einen guten Entscheid.
    • Nüübächler 17.09.2019 23:40
      Highlight Highlight Ob Obama besser war ist ja nicht so sicher.
      Obama hat Krieg geführt, Obama hat die Mauer zu Mexico angefangen zu bauen.
  • Sam Regarde 17.09.2019 17:45
    Highlight Highlight Scheint bestenfalls der Anfang eines gefährlichen Monopolys zu sein, schlimmstenfalls ein Krieg mit scheusslichen Aussichten sowohl fûr die Verlierer wie auch die « Gewinner ».
    Hopeless anyway.
  • Gipfeligeist 17.09.2019 17:23
    Highlight Highlight Bolton war bis zum 10.9 Sicherheitsberater unter Trump. Eine Neubesetzung ist mir nicht bekannt.
    Könnte solch ein Anschlag gezielt zu diesen Zeitpunkt verübt worden sein, um die Entscheidungsfähigkeit der USA einzuschränken?

    Oder klingt das schon zu sehr nach Verschwörung...
    • Swen Goldpreis 17.09.2019 18:32
      Highlight Highlight Das ist doch keine Verschwörung. Selbstverständlich schlägt ein kluger Gegner dann zu, wenn er seinen Feind für geschwächt hält. Allerdings glaube ich nicht, dass Bolton wirklich so wichtig ist. Der die Entscheidung zu fällen hat, ist weiterhin Trump.
  • b4n4n4j03 17.09.2019 17:19
    Highlight Highlight Mich beschäftigt immer noch die frage, was sich der iran bei so einem angriff erhofft?
    Wollen die wirklich einen krieg, der ihnen nichts bringt, auf ihrem eigenen terretorium?
    Ich frage mich desshalb wer ein interesse an einem krieg dort haben könnte?
    • Snowy 17.09.2019 18:36
      Highlight Highlight Die USA zurück an den Verhandlungstisch zwingen.
  • wasps 17.09.2019 16:20
    Highlight Highlight Ersten ist es gut, wenn der Yankee nur blöfft und nicht zuschlägt. Zweitens sind die Fossilen viel zu billig, da jährlich mit Billionen von Dollar weltweit subventioniert. Drittens täte ein Ölschock der Weltgemeinschaft gut und würde vielleicht eindlich ein Umdenken vor allem in der Energieversorgung bewirken. Und viertens sollte auch die Schweizer Wirtschaft, insbesonere der Finanzsektor endlich die Abhängigkeit bzw. Investionen in Fossile brechen bzw. stoppen.
    • dmark 17.09.2019 18:50
      Highlight Highlight Ich bin da schon bei dir...
      Einen "ÖlschocK" hatten wir in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts. Und? Was hat es gebracht?
      Die Europäer haben die Nordsee entdeckt, Venezuela expandierte, Russland bohrte fleissiger usw...
      Solange die Alternativen zu den fossilen Stoffen nicht günstiger werden, bringt das alles nichts.
    • wasps 17.09.2019 19:07
      Highlight Highlight Die Alternativen sind vorhanden. Beispielsweise erneuerbare Fernwärme. Nur die Netze fehlen. Warum? Weil die Lobby der Fossilen überall in den Kantonen und Gemeinden sitzen. Schau Dir die Inseratekampagnen der Gäsler und der Öligen an, das spricht Bände.
    • dmark 18.09.2019 10:41
      Highlight Highlight Öl und die daraus entstehenden Brennstoffe sind "tragbar" und können vor Ort einfach gelagert, bzw. die benötigte Energie "auf Abruf" gespeichert oder sogar mit genommen werden. Dahingehend ist der Stoff halt sehr einfach zu handhaben, ohne weitere "Netze" oder Infrastruktur einsetzbar und somit quasi unschlagbar günstig.

      Man könnte eigentlich in Konkurrenz nur eine Stromerzeugung dezentral vor Ort stellen. Aber da haben wir immer noch keine vernünftige und günstige Speichermöglichkeiten.
      Aber mal abwarten - es tut sich viel im Moment...
  • Lowend 17.09.2019 16:18
    Highlight Highlight Fine den Fehler in folgendem Satz:

    «Die CS hat deshalb ihre Wachstumsprognosen nach unten revidiert, von 1,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts auf 1,1 Prozent für das laufende Jahr, und von 1,4 Prozent auf 1,8 Prozent für 2020.»
    • Philipp Löpfe 17.09.2019 16:31
      Highlight Highlight Fine auch den Fehler im obigen Satz. Mein Fehler ist inzwischen korrigiert.
    • Lowend 17.09.2019 16:36
      Highlight Highlight Nur tätige Menschen machen Fehler. Kaufe mir ein d. 😉
    • Ueli der Knecht 17.09.2019 17:07
      Highlight Highlight Manchmal ist es auch ein Fehler, nichts zu tun.

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